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Archive for January 18th, 2007

Hamburg wird Webcity

Hamburg wird die erste europäische Stadt, die man sich mit der populären Landkartensoftware “Google Earth” auch in 3D ansehen kann. Das berichtete gestern die Initiative Hamburg@Work, die das Projekt “Hamburg in 3D” in Zusammenarbeit mit Google derzeit realisiert.

Häuser, Straßenzüge und Sehenswürdigkeiten seien naturgetreu abgebildet und erlaubten es dem Nutzer, die Metropole fotorealistisch im Internet Schritt für Schritt zu erkunden, und sich ein Bild von der Stadt zu machen, erklärt Hamburg@Work.

“Im Internet der ersten Generation waren bereits zweidimensionale Stadtpläne verfügbar. Im nächsten Schritt wird die Weiterentwicklung der dreidimensionalen Stadt Realität”, so Uwe Jens Neumann, Vorstandsvorsitzender der Initiative. Mit dem Projekt „Hamburg in 3D“ wolle man die Stadt als Webcity ganz nach vorne bringen. Dabei präsentierten die Betreiber laut Neumann einmalige Daten, die in dieser Qualität bisher von keiner anderen europäischen Stadt zur Verfügung stünden. Google geht in seinen Lobeshymnen auf das Projekt sogar noch weiter. Es handle sich um eine Weltpremiere, sagte Google-Sprecher Stefan Keuchel laut Spiegel-Online bei der Vorstellung des Projekts. Mit den Texturen auf den Fassaden sei Hamburg weltweit die erste Stadt, die in dieser Detailtreue zu sehen ist, so Keuchel dem Web-Magazin zufolge.

Neben der Verwendung des Hamburger 3D-Stadtplans für den Tourismus biete das Projekt laut Hamburg@work auch andere Möglichkeiten der Vermarktung: Unternehmen und Geschäfte könnten zum Beispiel ihre Standorte und Filialen in den Stadtplan integrieren und so die Aufmerksamkeit potenzieller Neukunden wecken. Zunächst soll der Innenstadtplan von Hamburg als 3D-Version ins Internet gestellt werden, weitere Stadtteile sollen dann nach und nach folgen. Die Initiative erklärt, dass auch Hamburger Bürger mit Hilfe der kostenfreien Software “Sketchup” von Google Earth ihr eigenes Haus virtuell nachbauen und in das Programm Google Earth einpflegen könnten.
Wann man sich das Projekt bei “Google-Earth” ansehen kann, ist noch nicht klar. Spiegel-Online zufolge, soll “Hamburg 3D” in wenigen Tagen oder Wochen online gehen.

Antwortdienst Lycos iQ wird ein Jahr alt

Mit Suchmaschinen alleine findet man nicht auf alle Fragen die passenden Antworten. Daher setzten die meisten Suchmaschinenbetreiber zusätzlich auch auf menschliches Know-how – in so genannten Antwortdiensten.

Dabei haben die User die Möglichkeit, ausformulierte Fragen zu stellen, die von registrierten Nutzern beantwortet werden. So bietet Yahoo beispielsweise mit Yahoo Answers oder dem deutschen Pendant dazu Yahoo Clever einen solchen Antwortdienst an. Microsoft hat mit Live QnA im August 2006 mit einem ähnlichen Service nachgezogen. Diesen gibt es bislang jedoch nur in englischer Sprache. Beim Marktführer Google dagegen lief ein entsprechender Dienst offensichtlich nicht so gut. Google Answers wurde Ende November 2006 nach vier Jahren Laufzeit wieder eingestellt.

Erfolgreicher dagegen ist Lycos. Der Suchmaschinenanbieter mit dem schwarzen Labrador als Markenzeichen startete vor einem Jahr die menschliche Suchmaschine Lycos iQ in Deutschland. Und er hat mit dieser Web 2.0 Community nach eigene Angaben den Nerv der Zeit getroffen. Im ersten Jahr seien bereits mehr als 78.000 Fragen zu den unterschiedlichsten Themengebieten von den “Lycos iQ”-Mitgliedern beantwortet worden. So Christoph Mohn, Chief Executive Officer von Lycos Europe in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Dabei sorgt ein Punktesystem dafür, dass Mitglieder auch zu “Experten” aufsteigen können. Für einzelne Sachgebiete werden darüber hinaus “Diplome” vergeben, so dass Fragesteller sofort sehen, wie vertrauenswürdig die gegebene Antwort ist. Anders als bei den anderen Antwortdiensten fließen die innerhalb von “Lycos iQ” generierten Antworten im Anschluss auch in die klassische Lycos-Suche ein und stehen somit auch deren Usern zur Verfügung.

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