Internet to go – die Internetsuche wird mobil
Die mobile Suche wird künftig eines der Hauptthemen in Sachen Suchmaschinen – und ein heiß umkämpfter Markt. Dabei stehen Internetsuche, lokale Suchdienste sowie Karten- und Routenservices im Vordergrund. Aber auch andere Internetapplikationen wie mobile E-Mail- und Messenger-Programme sind im Kommen. Das wurde jetzt im Rahmen der Consumer Electronic Show (CES) 2007, einer Messe für Unterhaltungselektronik, in Las Vegas deutlich.
Am 8. Januar präsentierte Yahoo auf der CES die Betaversion seines mobilen Suchdienstes Yahoo! Go 2.0. Damit sei die mobile Internetsuche fürs Handy “Yahoo oneSearch” optimiert worden, so das Unternehmen. Neben der Suche im Internet könne der User mit “Yahoo! Go” auch per Mobiltelefon lokale Informationen zu seinem derzeitigen Standort abrufen. Überdies biete der Suchdienst interaktive Stadtpläne, Routenplaner oder Verkehrsnachrichten. Ebenso ermögliche er die mobile Nutzung der Foto-Community Flickr, der Yahoo Kommunikationsdienste Mail und Messenger sowie der personalisierbaren Informationsdienste wie etwa Nachrichten. Der Service steht laut Yahoo für mehr als 70 Handymodelle zur Verfügung und kann ab sofort installieren werden. Darüber hinaus haben der Nachrichtenagentur Pressetext zufolge die Handyhersteller Nokia, Motorola, Samsung und Research in Motion “Yahoo! Go” bereits in einige ihrer Geräte integriert. Derzeit gibt es das Programm jedoch ausschließlich in englischer Sprache. Außerdem können die lokale Suche sowie die Karten- und Routendienste vorläufig nur in den USA genutzt werden. Eine deutsche Version sei jedoch geplant, so Yahoo.
Zeitgleich berichtete Google von seiner Kooperation mit dem Handyhersteller Samsung. Bereits ab Frühjahr 2007 sollen Google zufolge weltweit ausgewählte Samsung-Handys mit einigen Google-Diensten ausgestattet sein. So werde die Google Suche bei diesen Geräten über ein eigenes Icon ins Hauptmenü integriert und sei dadurch mit einem Klick erreichbar. Außerdem verfügen diese Telefone neben einem Zugriff auf das E-Mail-Programm “GMail” auch über den lokalen Suchdienst “Google Maps for mobile”. Diese Applikation ermöglicht es den Usern, unterwegs Karten- und Satellitenbilder abzurufen oder nach lokalen Informationen über Händler und Dienstleister zu suchen. “Mobile Applikationen sind ein Thema, das uns in diesem Jahr verstärkt beschäftigen wird”, erklärte Stefan Keuchel, Sprecher von Google Deutschland, gegenüber Pressetext. Die Nutzung des Angebots mobiler Dienste sei in Deutschland am Zunehmen und Google werde sein Angebot für das Mobiltelefon in diesem Jahr erweitern, so Keuchel weiter. Auch in China ist der Suchmaschinenriese auf dem mobilen Sektor jetzt vertreten. Dort hat er nach eigenen Angaben Anfang Januar einen Vertrag mit “China Mobile”, dem größten chinesischen Mobilfunkanbieter, geschlossen. Dadurch sollen dessen Kunden über Google auch unterwegs per Handy im Internet nach Nachrichten, Spiele, Bilder oder Videos fahnden können.
Aber auch in Deutschland hat sich im Bereich der mobilen Suche schon einiges getan – vor allem was die lokalen Suchdienste betrifft. So kann man beispielsweise die lokale Suchmaschine suchen.de von t-info über jedes HTML-fähige Handy abrufen und erhält dadurch standortrelevante Adressinformationen, egal wo man sich in Deutschland gerade aufhält. Zudem kooperiert t-info laut einer Pressemitteilung des Unternehmens seit Herbst 2006 mit dem Handyhersteller Nokia. Suchen.de stehe dadurch den Besitzern vieler neuerer Nokia-Modelle zur Verfügung. Die Software dazu sei in ausgewählten Nokia N-Series Multimedia Computern im Menüfenster als „Suche“ vorinstalliert. Nutzer der Nokia Series 60 Geräte könnten das Programm selbst aus dem Internet kostenlos herunterladen.
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