Archive for February, 2007
Suchmaschinenwerbung: Keywordpreise haben sich stabilisiert
Die Suchmaschinenwerbung wird berechenbarer. Die Durchschnittspreise für Keywords haben sich im vergangenen Jahr in vielen Bereichen gefestigt.
Das geht aus dem Jahresrückblick 2006 des Suchmaschinen-Preisindexes SPIXX hervor. Dieser Index wird von der Explido WebMarketing erstellt. Er zeigt an, wie viel für die jeweils erste Werbeposition bei großen Suchmaschinen bezahlt werden muss.
Obwohl die Gesamtausgaben im vergangenen Jahr um 80 Prozent auf rund 710 Millionen Euro gestiegen sind, haben sich der Studie zufolge die Durchschnittspreise für Keywords in vielen Branchen kaum verändert – ganz im Gegensatz zum Jahr 2005, als es eine regelrechte Preisexplosion gab, meldet Explido. In manchen Branchen sollen die Preise in letzter Zeit sogar leicht zurückgegangen sein. Zudem haben die Schwankungen von Monat zu Monat deutlich abgenommen, so die Agentur.
Die Suchmaschinenwerbung könnte also berechenbarer werden. Eine Ausnahme bilde Explido nach jedoch das Markenbranding, das 2006 klar an Bedeutung zugenommen habe. In Einzelfällen seien die Keyword-Preise von Kontrahenten extrem in die Höhe getrieben worden, da die Konkurrenten die jeweils eigene Marke an der ersten Werbeposition platzieren wollten. “Von solchen Preiskämpfen sind die meisten Bieter aber bisher nicht betroffen. Das Preisniveau auf den mittleren und hinteren Positionen bleibt gleich”, betont Thomas Eisinger, Gesellschafter von Explido in der Pressemitteilung des Unternehmens.
Der Jahresrückblick 2006 steht auf der Webseite von Exlplido zum Download bereit.
Google Booksearch mit Google Maps vereint
Die lokale Suchmaschine Google Maps bietet viele Features, die zwar ohne wirklichen Nutzen sind, jedoch Spaß machen können. So auch die neueste Spielerei, die sich David Petrou, Software Engineer bei Google, ausgedacht hat: Die Kombination von Kartendienst und Buchsuche.
Dieser Einfall kam ihm, wie er im Inside Google Book Search-Blog berichtet, beim Kauf von diversen Büchern über New York. Warum sollte man die darin erwähnten Plätze und Locations nicht auch auf einer Karte visualisieren können?
Kurzum: Die Idee wurde von ihm und seinem Team umgesetzt, und die Buchsuche mit dem Kartendienst kombiniert. Nun findet man in der Google Book Search bei der Suche nach Lesestoff bei einigen Titeln bereits die neue Funktion unter der Überschrift “Places mentioned in this book” (Plätze, die in diesem Buch erwähnt wurden). Hier werden alle im Buch genannten Orte auf einer interaktiven Karte von Google Maps dargestellt, zum Teil sogar mitsamt Textausschnitten aus dem jeweiligen Werk und Links zu der Buchseite, auf der die Plätze, Länder oder Städte erwähnt werden. Die Passagen kann aber nur derjenige lesen, der einen Google-Account besitzt.
So werden beispielsweise alle Orte, die in “Around the World in Eighty Days” von Jules Vernes erwähnt werden, auf der Karte angezeigt. Auch die Reiseroute von Marco Polo lässt sich damit gut verfolgen. Einfach “The Travels of Marco Polo” von Hugh
Wie sinnvoll dieses Feature letztendlich ist, sei dahin gestellt. Petrou zumindest meint, man könne es auch nutzen, um seine nächste Reise zu planen oder vielleicht auch für akademische Forschungen. Zumindest solle man damit eines haben – nämlich Spaß. Und das macht es auch. Bislang gibt es diesen Spezialdienst für Leseratten aber nur in der amerikanischen Ausgabe der Googleschen Büchersuche. Wann oder ob er überhaupt auch in einer deutschen Version starten wird, ist bislang unklar.
SUMAXX: Index jetzt mit lokalen Suchanfragen
Der Suchmaschinen-Marketing-Index SUMAXX, eine Auswertung der Suchmaschinen-Reichweiten der Websites innerhalb verschiedener Branchen, ist um das Segment “Lokale Suche” erweitert worden.
Das berichtet die Suchmaschinen-Marketing-Agentur Bloofusion, die den Index selbst erstellt. Bislang wurde er für die Branchen Medizin, Gesundheit, Tourismus, Elektronik und Finanzdienstleistungen ermittelt. Jetzt werden auch lokale Suchanfragen berücksichtigt.
Das könnte vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen von Interesse sein. Denn Bloofusion geht es dabei vor allem um die Frage, welche Verzeichnisse sehr häufig in den Suchmaschinen bei lokalen Suchanfragen zu finden sind. “Wenn jemand in einer Suchmaschine nach ‘friseur köln’ oder ’steuerberater hamburg’ sucht, werden dort nicht nur die Websites lokaler Dienstleister angezeigt. Bei lokalen Suchanfragen werden oftmals auch Verzeichnisse gefunden, die Unternehmen ausnutzen können, um im Internet sichtbar zu sein”, so Markus Hövener, Geschäftsführer von Bloofusion in der Pressemitteilung des Unternehmens.
Der Index ist allerdings kein Indiz für die Qualität einer Suchmaschine an sich, sondern berücksichtig lediglich deren Trefferhäufigkeit bei den großen Suchmaschinen wie Google oder Yahoo. Er zeigt also eigentlich nur an, wer von den Suchmaschinenbetreibern die beste Suchmaschinenoptimierung für seine Webseite betreibt.
Lokale Suchanfragen nehmen zu
Das Internet wird zunehmend als Informationsmedium für Auskünfte aus der eigenen Region genutzt. Das schlägt sich in den kommenden Jahren auch in den Umsätzen der Anbieter lokaler Suchmaschinen und Kleinanzeigen nieder, prognostiziert die Kelsey Group.
Das World Wide Web hat die Welt in ein globales Dorf verwandelt. Nie war es so leicht, an Informationen aus den entferntesten Erdteilen zu kommen wie heute – und das ganz einfach per Mausklick. Dennoch dient das Internet den Usern auch als wichtige Quelle für Auskünfte aus der eigenen Region. Sie ziehen es mittlerweile gerade bei der Suche nach lokalen Informationen recht häufig zu Rate. Und die lokalen Suchanfragen werden auch in den nächsten Jahren weiter zunehmen – was sich in den Umsätzen der Anbieter lokaler Suchmaschinen und Kleinanzeigen niederschlagen wird. Laut einer Prognose des amerikanischen Unternehmens Kelsey Group sollen deren Umsätze in der nächsten Zeit stark anwachsen: von 3,4 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr auf 13 Milliarden im Jahre 2010. Im gleichen Zeitraum werde der Umsatz für Online-Kleinanzeigen gemäß Kelsey um 5,8 Milliarden US-Dollar zunehmen.
Diese Entwicklung hat voraussichtlich zur Folge, dass es immer mehr Anbieter lokaler Suchmaschinen und Online-Kleinanzeigen geben wird: “Wir erwarten zahlreiche Startup-Unternehmen, die den etablierten Marktplätzen für Automobile, Immobilien und anderen Schlüsselsegmenten Konkurrenz machen”, erklärt Matt Booth, Programmdirektor von Interactive Local Media bei der Kelsey Group. “Im Mittelpunkt dieser tief greifenden Änderungen steht jedoch das Wachstum der lokalen Suchmärkte, da immer mehr Konsumenten auf der ganzen Welt im Internet suchen, vergleichen und einkaufen und dies sowohl für sehr kleine als auch für sehr große Anschaffungen”.
Euroforum-Konferenz: Die Macht der Suchmaschinen und Portale
Die Angst vor der Monopolisierung im Web geht um. Es wird befürchtet, dass Global Player wie Google oder Amazon künftig das Internet beherrschen. Szenarien dieser Art werden auf der Euroforum-Konferenz “Die Macht der Suchmaschinen und Portale”, die am 22. und 23. Februar in Hamburg stattfindet, diskutiert.
Um den monopolistischen Entwicklungen im Netz entgegenzuwirken wurde von Frankreich und Deutschland im Jahr 2005 das Quaero-Projekt ins Leben gerufen. Mit diesem Vorhaben sollte eine eigene europäische Suchtechnik entwickelt werden. Ende des letzten Jahres wurde diese deutsch-französische Gemeinschaftsarbeit jedoch wieder aufgegeben – der Grund waren die unterschiedlichen Ziele der beiden Länder. Wie wir bereits berichteten, arbeiten nun die zwei Staaten an eigenen Projekten. In Frankreich wird Quaero weiter entwickelt. In Deutschland versucht man sich jetzt unter dem Namen “Theseus” an der Entwicklung neuer semantischer Suchtechnologien.
Auf der Euroforum-Konferenz stellt Professor Wahlster vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz DFKI, die unterschiedlichen
Ansätze von Quaero und Theseus vor. Das teilt der Veranstalter der
Konferenz, die Euroforum Deutschland, mit. Weitere Schwerpunktthemen seien Web 2.0 und Web 3.0, Suchmaschinen als Geschäftsmodelle und neue Technologien für die Informationsbeschaffung. In der anschließenden Diskussion werde über die Macht der Suche gesprochen – unter anderem von Thomas Dominikowski, Lycos Europe, Andreas Ludwig, Yahoo sowie von Philipp Schindler, Google Europe.
Das vollständige Programm ist im Internet auf der Webseite des Veranstalters abrufbar.
Ask.com und KlickTel tun sich zusammen
Wie die Online-Auskunft KlickTel Ende Januar mitteilte, wird im Zuge der Partnerschaft die Web-Suchfunktion von Ask.com, übrigens dem Nachfolger von AskJeeves.com, in den Kopfbereich aller Webseiten von KlickTel integriert. Später soll sie auch in die Toolbar von KlickTel eingefügt werden. Über weitere Kooperationsmöglichkeiten werde zudem gesprochen.
Ask.com strebt durch diese Zusammenarbeit vermutlich vor allem an, seinen Bekanntheitsgrad in Deutschland zu erhöhen. Wie Isabella Silberberger, verantwortlich für Marketing und Kommunikation bei Ask.com Deutschland, erklärt, will die Suchmaschine durch diese Kooperation Reichweite gewinnen und den Internetnutzern bei der Recherche im Web eine neue und bessere Sucherfahrung liefern. Daher, so Silberberger weiter, sei es für ihre lokale Strategie entscheidend, mit den führenden Anbietern aus dem jeweiligen Land zusammenzuarbeiten.
Ask.com ist Teil der IAC Search & Media, einer hundertprozentige Tochtergesellschaft der IAC/InterActiveCorp. In den Vereinigten Staaten gehört Ask.com laut einem Bericht des amerikanischen Markforschungsunternehmens Nielsen/Netratings nach Google, Yahoo, MSN Live Search und AOL zu den fünf führenden Internet-Suchmaschinen. Hierzulande konnte es sich jedoch bislang nicht gegen die Allmacht von Google durchsetzen. Ein Schicksal, das das Suchportal allerdings etwa mit Yahoo oder der Live Search von Mircosoft teilt.
Die KlickTel AG mit Sitz in Essen dagegen ist ein Anbieter von medienübergreifenden Telefon- und Branchenbüchern. Die Services für die lokale Suche richten sich nach eigenen Angaben sowohl an Endverbraucher als auch an Unternehmen. KlickTel biete digitale Auskunfts-Verzeichnisse, Routenplanungen und Lösungen für mobile Applikationen an – und zwar als CD-ROM, Netzwerk- und Intranetversion sowie über das Auskunftsportal www.klicktel.de und mobile Endgeräte.
Lokale Suche – eine Chance für den Mittelstand
Mehr als ein Drittel der Suchanfragen im Internet hat regionalen Bezug. Gerade für mittelständische Unternehmen ist es daher wichtig, online auffindbar zu sein. Dazu ist aber in der Regel ein eigener Internetauftritt nötig. Doch auch, wer keine eigene Website hat, kann über das Internet gefunden werden. Möglich machen das die lokalen Suchmaschinen und Online-Verzeichnisse.
Das Lokale nimmt im Internet an Bedeutung zu. Mittlerweile haben einer Studie von Fittkau und Maas zufolge schon rund 37 Prozent der Suchanfragen regionalen Bezug – Tendenz steigend. Das heißt, die Menschen suchen verstärkt online nach lokalen Informationen, unter anderem nach Telefonnummern und Adressen von Dienstleistern oder Händlern in ihrer Nähe. Gerade für diese meist kleinen und mittelständischen Unternehmen ist es daher enorm wichtig, online auffindbar zu sein.
Doch die Mittelständler schrecken in Deutschland häufig noch vor dem Gang ins Internet zurück. Laut dem Statistischem Bundesamt ist etwa jedes zweite Kleinunternehmen (46 Prozent) bis 19 Beschäftigte noch ohne eigenen Internet-Auftritt, und selbst bei Firmen mit 20 bis 49 Mitarbeitern haben immer noch 23 Prozent den Schritt ins Netz nicht getan.
Posted by udm at 11:29
FASTforward: Konferenz zu Suchtechnologien
Vom 7. bis 9. Februar findet in San Diego, USA, die FASTforward statt. Sie gilt als die größte internationale Konferenz rund um das Thema Suchtechnologien. Ausgerichtet wird sie von der norwegischen Software-Firma Fast Search & Transfer (FAST), die unternehmensweite Suchtechnologien und –lösungen anbietet.
Wie FAST mitteilt, richtet sich die Veranstaltung vor allem an Geschäftsführer, IT-Verantwortliche und Abteilungsleiter in mittelgroßen und großen Unternehmen. Zwar findet die FASTforward erst zum zweiten Mal statt, doch scheint sie sich bei der Zielgruppe bereits etabliert zu haben. Vergangenes Jahr trafen sich in Miami rund 600 Interessierte, um sich über die Entwicklungen im Suchsektor zu informieren. In diesem Jahr erwarten die Veranstalter weit mehr – nämlich etwa 1.000 Vertreter führender Konzerne und Organisationen aus über 30 Ländern.
Die Teilnehmer können sich in Vorträgen, Live-Demos und Workshops über die vielfältigen Möglichkeiten für den Einsatz von Suchtechnologien informieren, erklärt der Gastgeber. Außerdem erklären verschiedene Unternehmen ihren strategischen Ansatz für die Datensuche und präsentieren ihre Lösungen auf Basis der FAST-Technologie. Dabei geht es auch um lokale Suchmaschinen – Reimar Hantke von t-info (suchen.de), João Pedro Gonçalves von Portugal Telecom und Mikal Rohde von Schibsted werden ihre Erfahrungen speziell in diesem Bereich schildern.
Auch einige namhafte Industrieexperten werden anwesend sein – darunter zum Beispiel der Internet-Vordenker Tim O’Reilly. Sie werden FAST zufolge über Themen rund um die Suchtechnologie wie Web 2.0, Enterprise 2.0 und Business Intelligence 2.0 diskutieren.
Wer einen Vorgeschmack auf das Event erhalten möchte, kann das Weblog der Veranstaltung besuchen. Weitere Informationen etwa zur Agenda oder zu den Rednern sowie Anmeldungsunterlagen finden Interessenten im Internetauftritt des Kongresses.
Willkommen!
Wohl kaum ein Wort war im letzten Jahr so in aller Munde in der Online-Welt wie „Lokale Suche“. GoYellow, Web.de, Google, suchen.de – sie alle versuchen, in Deutschland auf dem heiß umkämpften Markt ihren Anteil zu bekommen. Wir verfolgen mit diesem Blog die aktuellen Entwicklungen: Was tut sich bei lokalen Suchmaschinen, was tut sich bei Online-Verzeichnissen wie GelbeSeiten.de oder DasTelefonbuch.de, wie weit ist der Markt schon in mobile Dimensionen vorgestoßen? Wir freuen uns auf Eure Kommentare!
Google.com: Ausbau der lokalen Suchergebnisse für Websuche
Lokale Suchanfragen sind bei Google nicht nur über Google Maps möglich, sondern auch über die herkömmliche Websuche Google.com. Dann blendet der Suchmaschinenbetreiber auch drei Ergebnisse aus Google Maps ganz oben in der Trefferliste ein. Nun werden noch mehr Features von der lokalen Suche in die Websuche übernommen.
Darauf weist Ronojoy Chakrabarti, Product Manager von Google im GoogleBlog hin. Demnach erhält man von nun an immer, wenn man über Google.com nach einem Geschäft oder nach anderen lokalen Informationen sucht, zusätzlich zu den drei Kontaktdaten auch eine Kartenansicht, in die die gefundenen Adressen eingeblendet sind. Außerdem erscheinen jetzt auch die User-Bewertungen (Ratings) etwa der Geschäfte oder Restaurants bei Google.com, und man gelangt von hier aus mit einem Klick auf den Routenplaner oder die Beschreibungen (Reviews) der Ergebnisse.








