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Archiv für März 2007

Lokale Suche im Aufwind

Die Einkünfte aus dem Anzeigengeschäft bei gedruckten Branchenbüchern, Internetverzeichnissen und lokalen Suchmaschinen werden in den nächsten Jahren stark ansteigen.

Das hat das amerikanische Unternehmen Kelsey Group, ein Marktbeobachter in Sachen Adressenverzeichnissen und lokalen Medien, in seiner Studie “The Kelsey Group’s Global Directories Forecast 2007″ herausgefunden.

Der Prognose zufolge sollen die Einkünfte der lokalen Suchmaschinen und Branchenbücher weltweit insgesamt von 30,6 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr auf 38,9 Milliarden Dollar im Jahr 2011 zunehmen. Das, so die Experten, sei eine jährliche Wachstumsrate von durchschnittlich 4,9 Prozent.

Besonders stark soll dabei das Online-Segment, zu dem Internetverzeichnisse und lokale Suchmaschinen gehören, wachsen. Hier sagen die Experten der Kelsey Group eine Steigerung der Einkünfte von 4,1 Milliarden Dollar auf 11,1 Milliarden Dollar voraus – das entspreche einem Wachstum von 22,3 Prozent pro Jahr.

Trotz der Online-Konkurrenz steigen auch die Einnahmen im Printbereich der Verzeichnisse weiter, wenn auch deutlich weniger als die der Internet-Angebote. Die Kelsey Group erwartet hier lediglich eine Zunahme der Einnahmen um jährlich 0,9 Prozent. Sie wachsen damit von derzeit 26,5 Milliarden Dollar auf 27,8 Milliarden Dollar im Jahr 2011.

Second Life: Das “zweite Leben” wird dem ersten immer ähnlicher

Unterhaltung ist nicht nur im realen Leben wichtig, auch in Second Life spielt sie eine immer größere Rolle. Und dazu gehören nicht nur diverse Medien zur Zerstreuung oder Information, sondern auch die Möglichkeit der Avatare, selbst zu sprechen.

Und das sollen sie bald lernen, teilt Linden Lab, der Entwickler der Web-3D-Simulation mit. Künftig sollen sich die Spielfiguren demnach nicht nur über geschriebenen Text, sondern zusätzlich auch akustisch unterhalten können. Diese Funktion ermöglicht dann nicht nur die Kommunikation der Residents untereinander, auch etwa für Vorlesungen im akademischen Bereich der virtuellen Welt soll sie genutzt werden können. Die User brauchen dazu lediglich ein Headset. Derzeit wird die Sprachfunktion noch getestet. Wann sie für alle zugänglich sein wird, steht noch nicht genau fest.

Zur Unterhaltung trägt aber auch die wachsende Zahl an Medien bei, die unaufhaltsam in die zweite Welt strömen: So hat Second Life mit “Life For You” nun eine virtuelle Fernsehsendung, die ausschließlich in der Online-Welt gedreht, produziert und gesendet wird. Im realen Leben kommen die Macher der Sendung aus der deutschen Hauptstadt – “Life vor You” wurde vom Berliner L4-Institut für digitale Kommunikation zusammen mit zwei Berliner Journalisten gegründet.

Seit Anfang März gibt es zudem mit “Secondlife-Radio 2“, kurz: SLR2 neben sl-radio.org ein weiteres deutschsprachiges Radioprogramm in der virtuellen Welt, das nach eigenen Angaben 24 Stunden lang in, aus, für und über Second Life berichtet. Außerdem ist die wöchentlich erscheinende Boulevardzeitung AvaStar des Axel-Springer-Konzerns (wir berichteten ) jetzt auch in deutscher Sprache erhältlich. Und der deutsche Online-Buch- und Medienhändler bol.de geht mit dem “BOL Mediadome” in die virtuelle 3D-Welt und bietet auch dort Bücher, DVDs, eBooks, Games und Gesellschaftsspiele feil.

Suchen.de mit neuer Suchtechnologie

Die lokale Suchmaschine suchen.de hat eine neue Version ins Netz gestellt. Eine optimierte Suchtechnologie soll deutlich bessere Treffer liefern.

Das Release basiere auf der Lösung FAST ESP 5.0 des norwegischen Suchtechnologie-Anbieters Fast Search & Transfer (FAST), erklärt Benjamin Broshi von der t-info GmbH, die die Suchmaschine betreibt, gegenüber dem Lokale Suche Blog. Sie enthalte die Technologie “Contextual Insight”. Damit bekomme der User auf eine Frage präzise Antworten statt langer Referenzlisten.

Im Gegensatz zu den meisten anderen lokalen Suchmaschinen und Internetbranchendiensten nutzt suchen.de keine Verzeichnisdaten. Vielmehr recherchiert der Dienst Adressen im aktuellen deutschen Web. Der User müsse sich daher bei der Eingabe der Suchanfrage nicht an vorgegebene Rubriknamen halten, sondern könne mit frei formuliertem Text suchen, so wie er es von den großen Suchmaschinen kennt, so Broshi. Sollte eine Eingabe unklar sein, schlage suchen.de mit “Meinten Sie….?” andere Möglichkeiten vor. Darüber hinaus lasse sich mit der Funktion “Suche anpassen” die Recherche präzisieren. Der Dienst schlage dann Alternativen zum eingegebenen Suchbegriff vor.

Suchmaschinen-Marketing für KMUs

Amerika macht es uns wieder mal vor. Dort ist Suchmaschinen-Marketing (engl. search engine marketing, kurz: SEM) auch bei vielen kleinen- und mittelständischen Unternehmen (KMU) bereits Gang und Gäbe. Aber auch hierzulande bietet das Internet dem Mittelstand große Chancen.

Wie eine Studie der Search Engine Marketing Professional Organization (SEMPO) zeigt, gaben nordamerikanische Unternehmen im vergangenen Jahr 9,4 Milliarden Dollar für SEM aus. Das sei, so Sempo, ein Zuwachs von 62 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese Zahlen zeigen, dass auch immer mehr KMUs auf die neue Marketingmethode setzen. Laut Kevin Lee von Sempo ist SEM für viele von ihnen bereits ein grundlegender Teil ihres Geschäftslebens geworden. Hierzulande dagegen zeigen sich viele Mittelständler eher zurückhaltend in Bezug auf das Internet im Allgemeinen. (wir berichteten) und das Suchmaschinen-Marketing im Besonderen. Dabei öffnet sich die Online-Welt in letzter Zeit auch und vor allem für kleine und mittelständische Betriebe. Mit lokalen Suchmaschinen oder Internetverzeichnissen haben auch kleine Unternehmen, Selbständige oder Handwerker, die in erster Linie in ihrer eigenen Region operieren, beste Chancen, vom Nutzer gefunden zu werden.

Die lokale Suchmaschine Suchen.de etwa setzt vor allem auf KMUs. “Bei suchen.de stehen kleine und mittelständische Unternehmen a priori im Mittelpunkt des Interesses”, sagt Benjamin Broshi, Leiter Strategie und Kommunikation beim Betreiber t-info in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Die lokale Suchmaschine sei in Zusammenarbeit mit über 60 mittelständischen Verlagen entwickelt worden und verstehe daher die Belange des Mittelstandes. Mit der Möglichkeit, auf suchen.de ortsbezogene so genannte Pay-per-Click -Anzeigen zu schalten, öffne sich das Internet auch lokal und regional tätigen Betrieben als Werbeplattform. Angst vor ausufernden Kosten müsse dabei niemand haben. Denn der Inserent könne angeben, wie viel er jeden Monat im Höchstfall ausgeben möchte. Zudem seien Suchbegriffe für ortsbezogene Dienstleistungen in der Regel nicht so umkämpft wie auf bundesweiter Ebene. Dadurch liege der Preis pro Klick im Vergleich meist niedriger.

Zudem sei der Kosten-Nutzen-Effekt enorm: “Ab wenigen hundert Euro im Monat erreicht man neue Kunden.”, erklärt Broshi. Und ein weiterer Vorteil: Anders als bei teurer klassischer Werbung müsse man dem Kunden nicht “hinterher rennen”. Denn der Kunde komme über den von ihm gewählten Suchbegriff von selbst

MojoPages – neue lokale Suchmaschine in den USA gestartet

Die Einbindung von Web-2.0-Technologien in lokale Suchmaschinen und Verzeichnisse liegt derzeit voll im Trend – vor allem in den USA. Mit “MojoPages” ist dort Ende Februar ein weiterer Anbieter offiziell an den Start gegangen.

Das Internet-Startup , nennt sich selbst die “nächste Generation” der Branchenverzeichnisse. Seit November des letzten Jahres lief es bereits im Alpha-Betrieb und ist nun auf die Beta-Version umgestiegen.

“MojoPages” kombiniert ein traditionelles Branchenverzeichnis, in dem rund 15 Millionen Adressen gelistet sind, mit diversen sozialen Features aus dem Web-2.0-Bereich. Die User können beispielsweise die gefundenen Treffer bewerten oder selbst Anbieter hinzufügen. Außerdem gibt es eine Community, in der die Nutzer ihr eigenes Profil anlegen und miteinander in Kontakt treten können.

Interessant ist insbesondere die Möglichkeit, Bilder und Videos von Unternehmen einzustellen oder anzusehen. So können Rezensenten neben einem Bericht, etwa über ein neues Restaurant in der Stadt, auch einen Videoclip oder ein Foto von dem betreffenden Unternehmen hoch laden, erklärt “MojoPages”. Dadurch erhielten die anderen User, die den Artikel lesen, einen lebendigeren Eindruck von dem Ambiente des Anbieters

Handynutzer suchen lokal

Wie wir schon mehrmals berichtet haben, ist die mobile Suche in letzter Zeit eines der Hauptthemen der Suchmaschinenanbieter. Und auch die Nutzer kommen immer mehr auf den Geschmack.

Zumindest in Großbritannien. Das ergibt der aktuelle Mobile Local Search Index des britischen Dienstleisters m-spatial. Demnach hat sich die Nutzung von Internet-Suchmaschinen per Handy seit April des vergangenen Jahres in dem Inselstaat mehr als verdoppelt.

Die Briten suchen laut m-spatial per Mobiltelefon vor allem nach Freizeitmöglichkeiten. Das Stichwort Kino konnte sich in der Top Ten der lokalen Suchkategorien in dem Zeitraum von Oktober bis November 2006 die Spitzenposition sichern, gefolgt von Fast Food, Trinken, Taxi, Supermärkte und Clubs. Aber auch bei der Suche nach Geschäften wurden die mobilen lokalen Suchen in Großbritannien gerne genutzt. Anbieter von Elektronik-Artikeln lagen auf Platz sieben, Bekleidung folgte auf dem achten Rang. Platz neun und zehn wurde von Bed & Breakfast und Heim & Garten belegt.

Andere Dienstleistungen, nach denen die Handy-User seit April 2006 fahndeten, waren laut m-spatial unter Tausenden von Suchanfragen beispielsweise auch Heißluftballonfahrten, Reflexzonenmassage, Internet Cafés, Kindermädchen, Weingüter, Pfandhäuser, Auktionatoren und Flugschulen.

DasTelefonbuch hat nun auch eine SMS-Auskunft

Nun kann man auch bei DasTelefonbuch Daten und Informationen per Kurznachricht abfragen.

Das hat der Verzeichnisanbieter kürzlich in einer Pressemitteilung berichtet. Demnach können Anwender bei der neuen SMS-Auskunft von DasTelefonbuch unter der Nummer 30 30 3 private und gewerbliche Rufnummern sowie Adressen oder die Kontaktdaten zu einer bestimmten Rufnummer bekommen. Dazu müsse man eine SMS mit dem gesuchten Namen und dem gewünschten Ort an die genannte Kurzwahlnummer schicken. Auch die Invers- also Rückwärtssuche sei bei diesem Dienst möglich. Die Eingabe erfordere dann allerdings die vollständige Rufnummer inklusive der Vorwahl. Egal ob vorwärts oder rückwärts gesucht: Die Suchergebnisse kommen dann ebenfalls per SMS direkt auf das Handy des Users zurück.

Die SMS-Auskunft von DasTelefonbuch funktioniert dem Anbieter zufolge mit allen SMS-fähigen mobilen Endgeräten und ist in allen deutschen Netzen verfügbar. Jede Anfrage koste 0,69 Euro und werde vom Nutzer über die Mobilfunkrechnung bezahlt.

“Wir freuen uns, mit der SMS-Auskunft unsere Multi-Access-Produktpalette um ein weiteres wichtiges Tool erweitert zu haben”, erklärt Gerhard Kinzl, Geschäftsführer der DasTelefonbuch-Servicegesellschaft mbH. DasTelefonbuch zählt laut Unternehmensangaben zu den führenden Multi-Access-Anbietern. Das heißt, sein Angebot gibt es in vielen verschiedenen Formen. Es ist in Buchform, im Internet, im mobilen Internet, über die genannte SMS-Auskunft, über die herkömmliche Telefonauskunft und auf CD verfügbar. Die Produkte von DasTelefonbuch werden in Deutschland von 38 Verlagen und der DeTeMedien GmbH gemeinschaftlich herausgegeben und verlegt.

Zur Einführung der SMS-Auskunft 30 30 3 startet die Das Telefonbuch-Servicegesellschaft mbH eine reichweitenstarke Mobile- und Online-Kampagne mit einem Gewinnspiel, das bis zum 31.03.2007 läuft. Wer mitmachen möchte, bekommt nähere Infos dazu auf der Webseite des Unternehmens.

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