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Lokale Suchmaschinen: Spracherkennung ist in

Eine neue Form der lokalen Suche per Telefon macht derzeit von sich reden: Suchdienste, die auf Spracherkennung beruhen. Das mühselige Eintippen der Suchanfrage über die Handytastatur könnte damit Geschichte werden.

Mobile Internetdienste konnten sich bisher nur wenig durchsetzen. Die User halten sie unter anderem für zu teuer, zu kompliziert und zu langsam – ergab eine Umfrage von Infratest. Überdies ist die Eingabe etwa von Suchanfragen über die Handytastatur für viele schlichtweg zu mühsam.

Abhilfe erhoffen sich die Suchmaschinenanbieter nun offensichtlich durch Suchdienste, die auf Spracherkennung basieren. Das Prinzip: Statt die Suchanfrage über das Handy bei einem mobilen Internetdienst einzutippen, ruft der Nutzer mit dem Handy oder vom Festnetz aus einfach einen Suchervice an und spricht seine Wünsche ins Telefon. Eine Sprachsoftware wandelt die gesprochenen Wörter in eine Sucheingabe um, und die Suchmaschine fahndet dann wie gewohnt im Internet und/oder in diversen Verzeichnissen nach den gewünschten Ergebnissen. Das ist einfach, das geht schnell und ist obendrein für den User günstig, wenn nicht gar kostenlos – abgesehen von den eventuell anfallenden Telefonkosten. Dennoch scheint es ein lukrativer Markt zu sein.

Die großen Suchmaschinenanbieter müssen sich jedenfalls ziemlich viel davon versprechen: Gleich zwei Dienste dieser Art sind nun innerhalb von zwei Wochen in den USA an den Start gegangen.

Goog411
Google war mal wieder am schnellsten. Das Unternehmen aus Mountain View startete Anfang April testweise den Dienst “Google Voice Local Search” auch “Goog411″ genannt. Diese computergesteuerte Telefonauskunft ist in den Vereinigten Staaten unter der Nummer “1-800-GOOG-411″ (entspricht der Nummer 1-800-4664-411) erreichbar. Hier gibt man dem Sprachmenü folgend einfach die gewünschte Stadt, den Staat, die Postleitzahl sowie den Namen des gesuchten Unternehmens oder eine Kategorie (Branche) an. Anschließend liest der Sprachcomputer die gefundenen Ergebnisse vor. Auf Wunsch erhält man sie, sofern man ein Mobiltelefon nutzt, auch per SMS zugesandt oder wird direkt mit der gefundenen Rufnummer verbunden – kostenlos versteht sich.

Tellme
Mit Goog411 kam der Suchmaschinenriese seinem Konkurrenten Microsoft nur wenige Tage zuvor. Microsoft hatte Mitte März die Firma Tellme Networks gekauft, die auf sprachgestützte Dienste spezialisiert ist. Nur rund zwei Wochen nachdem Goog411 an den Start gegangen war, kündigte Tellme auch einen sprachgesteuerten Telefonsuchdienst an. Mit “Tellme by Voice” können Nutzer in Amerika sowohl vom Festnetz als auch per Handy unter der Nummer 1-800-555-TELL (1-800-555-8355) über ein Sprachmenü Auskünfte erhalten. Tellme ist allerdings mehr als nur eine Branchenauskunft. Neben der Business Search bietet der Dienst auch zahlreiche andere Kategorien wie etwa Sport, Wetter oder Nachrichten an. Eine kostenlose Telefonverbindung zum gefundenen Anbieter gibt es bei Tellme allerdings nicht.

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