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Archiv für 2007

Lokale Informationen tanken

Services von Google Maps sollen in den USA künftig unterwegs auch ganz ohne Handy oder PDA abrufbar sein – nämlich an den Zapfsäulen zahlreicher Tankstellen.

Laut dem Google Lat Long Blog ist dies das Ergebnis einer Kooperation des Suchmaschinenriesen mit dem Zapfsäulenhersteller Gilbarco Veeder-Root.

Wie Gilbarco mitteilt, können sich die Konsumenten dadurch über kleine Farbbildschirme an den Zapfsäulen Karten anzeigen lassen, über verschiedene vorgegebene Kategorien wie etwa Hotel, Restaurant , Sehenswürdigkeit oder Krankenhaus lokale Informationen abrufen, Fahrtrouten berechnen und diese sowie die in den USA sehr beliebten Rabattmarken (wir berichteten) ausdrucken lassen.

Einer Meldung der Associated Press zufolge sollen ab Dezember mehr als 3.500 Zapfsäulen überall in den Vereinigten Staaten mit dem lokalen Such- und Kartenservice von Google ausgestattet werden.

Für alle, die ohne Karten, Navigationsgerät oder internetfähiges Handy unterwegs lokale Informationen benötigen oder sich verfahren haben, ist dies sicherlich ein sehr praktischer Service. Die ortskundigen Hintermänner in der Schlange vor der Zapfsäule werden sich dagegen vermutlich nicht gerade darüber freuen.

Mobile lokale Suche per iPhone

Pünktlich zum Verkaufsstart des Apple-Handys in Europa präsentieren einige Anbieter lokaler mobiler Suchdienste ihre Angebote auch in iPhone-gerechter Aufmachung.

Seit dem 9. November – also etwas mehr als vier Monate nach dem Verkaufstart in den USA – kann man das von Vielen lang ersehnte Apple-Handy nun auch hierzulande erwerben. Genau genommen ist das iPhone nicht nur ein Handy, sondern eine Mischung aus iPod, Mobiltelefon und Internetgerät. Eine Besonderheit ist die von Apple so genannte Multitouch-Oberfläche – ein Touchscreen, über den das iPhone per Fingerdruck vom Nutzer bedient wird.

Einige Anbieter lokaler Online-Branchenverzeichnisse haben ihre Dienste bereits den neuen technischen Gegebenheiten des iPhones angepasst.

Auf die Services der YellowMap AG können iPhone-Besitzer beispielsweise unter der Domain iphone.yellowmap.de zugreifen. Dem Unternehmen zufolge sei jeder seiner Dienste – von der Suchfunktion im Branchen- und Telefonbuch über Routenplanung bis hin zu den Stadtplänen – per Fingerdruck über die Multitouch-Oberfläche aufrufbar. Über das integrierte Touch-Keyboard könne der Nutzer die gewünschte Branche, den Ort oder die Postleitzahl eingeben und die Suche starten. Die Ergebnisse werden laut YellowMap in einem interaktiven Lageplan angezeigt.

Auch die GelbenSeiten melden in einer Pressemitteilung einen eigens für das iPhone optimierten Service – zu finden unter iphone.gelbeseiten.de. Hier könne man bequem alle relevanten Inhalte des Online-Branchenverzeichnisses nutzen, ohne auf das iPhone-Feeling zu verzichten. Das Design sei speziell auf die Darstellung des iPhone-Screens abgestimmt und biete eine einfache Benutzerführung und übersichtliche Trefferlisten.

Im Gegensatz zu YellowMap und GelbeSeiten können iPhone-User den mobilen Service von DasÖrtliche jedoch unter der bekannten und auch für alle anderen Handys gültigen mobilen Adresse von DasÖrtliche (mobil.dasoertliche.de) nutzen. Das ist einem Bericht auf portel.de zu entnehmen. Dabei sei das Angebot von DasÖrtliche an die technischen Gegebenheiten des iPhone optimal angepasst worden und entspreche voll und ganz Apples Usability-Richtlinien für das iPhone. Die intuitive Nutzung über den Bildschirm sei genauso gewährleistet wie die iPhone-typische Bedieneroberfläche.

Konferenz über die Macht der Suchmaschinen

Zum zweiten Mal in diesem Jahr sprechen Experten auf der Euroforum-Konferenz “Die Macht der Suchmaschinen” über die Bedeutung und Zukunft von Google, Yahoo und Co.

Bereits Anfang des Jahres fand in Hamburg eine Euroforum-Konferenz zum gleichen Thema statt (wir berichteten). Nun wird sie in Berlin ausgetragen, und zwar am 13. und 14. Dezember.

Dabei wird diesmal laut einer Pressemitteilung des Veranstalters, der Euroforum Deutschland GmbH, vor allem erläutert, was sich hinter Enterprise, Local, Mobile, Social, Semantic oder Universal Search verbirgt, und über die Bedeutung dieser Dienste diskutiert. Schwerpunkte seien neben den Spezial-Suchmaschinen die Suche als Erfolgsfaktor in Unternehmen, Qualitätsfaktoren für Suchmaschinen, Suchmaschinen-Marketing sowie medienpolitische und rechtliche Aspekte.

Ein zentrales Thema am ersten Tag der Konferenz ist die lokale Suche, die Dr. Frank Meik (Geschäftsführer, MW Verlag) beleuchtet, wobei er insbesondere ihre Bedeutung für regionale Zeitungsverlage herausstellt. Daniel Tschentscher geht danach unter anderem auf ihre künftige Rolle und auf die Einbindung von Web2.0-Mechanismen ein.

Weitere Informationen zur Konferenz sowie das vollständige Programm finden Interessierte auf der Internetpräsenz der Euroforum Deutschland GmbH.

superpages.com weitet Web2.0-Angebot aus

Beim US-amerikanische Online-Verzeichnis superpages.com können sich Nutzer nun in erheblichem Maße an den Inhalten beteiligen.

Superpages.com, ein Angebot der Idearc Media Corporation, zählt zu den führenden Online-Branchenbüchern in den USA. Und kürzlich hat es sein Web2.0-Angebot ausgeweitet – wie Idearc mitteilt.

Über die neuen Funktionen können die User nun beispielsweise Unternehmensprofile bearbeiten – etwa hinzufügen, welche Produkte oder Dienstleistungen angeboten oder welche Bezahlmethoden akzeptiert werden. Sie können aber auch Fotos hinzufügen und selbst eine Firma beschreiben. Zudem gibt es die Möglichkeit, in so genannten Unternehmensblogs (Business Blogs) weitere Kommentare und Informationen zum jeweiligen Dienstleister zu erhalten oder hinzuzufügen und mit anderen superpages-Usern zu diskutieren.

Allerdings scheint dies auch in den USA für die klassischen Online-Verzeichnisse bislang noch ein recht ungewöhnlicher Schritt zu sein. Greg Sterling, Experte für lokale Suche und Branchenverzeichnisse in den USA, schreibt in seinem Blog dazu, dass superpages.com dadurch einer der fortschrittlichsten und experimentierfreudigsten Verzeichnisanbieter bleibt. Er vermutet aber, dass es nicht lange dauern wird, bis die anderen Online-Branchenbücher nachziehen werden.

Update bei Microsoft Live Maps Deutschland

Nachdem die US-Ausgabe der lokalen Suche von Microsoft bereits Mitte Oktober um einige neue Funktionen erweitert wurde, gab es kürzlich auch ein Update der deutschen Version.

Im August hatte Microsoft mit Live Maps auch für Deutschland eine lokale Suchmaschine gestartet (wir berichteten). Bei dieser speziellen Version für Deutschland arbeitet Microsoft mit der lokalen Suchmaschine suchen.de zusammen. Suchen.de liefert bei dieser Kooperation die Adressdaten der Unternehmer beziehungsweise Dienstleister. Nun gab es ein Update, das zwei neue Features brachte. Darauf weist Toni Pelg, Business Manager bei Microsoft, im Windows Live Blog hin.

So wurde in die Zoomfunktion der Karten- und Luftbildansicht eine so genannte Mini-Map integriert. Diese kleine Zusatzkarte kann man mit Klick auf die Pfeilsymbole ein- oder ausklappen und vergrößern. Sie erweist sich vor allem bei den Luftbildern oder der “Bird’s Eye”-Ansicht (Vogelperspektive) als recht praktisch. Denn über die Mini-Map kann man die Bilder einfacher an den gewünschten Ort verschieben und behält überdies die Orientierung. Auch in der Mini-Map kann man zwischen Kartenansicht (K) und Hybriddarstellung (H) hin- und herwechseln.

Neu ist laut Toni Pelg auch die Möglichkeit, Karten- oder Luftbildansichten als Link per E-Mail zu verschicken oder sie sich als so genannten Permalink anzeigen zu lassen. Diese Funktionen befinden sich unter “Optionen” in der Menüleiste über der Karte. Den Sinn dieses Features erklärt Pelg wie folgt: “Damit sind Ihre Freunde ganz schnell und einfach über den nächsten Treffpunkt informiert. Oder die Leser Ihres Blogs können sich mit einem Klick auf den Permalink einen Eindruck über Ihr letztes Urlaubsdomizil verschaffen.”

Townster – offen für alle

Auf Townster darf nun jedermann lokal suchen, ohne vorher der Community beitreten zu müssen.

Townster kombiniert lokale Suche und Empfehlungsportal mit sozialem Netzwerk. Dadurch kann man beispielsweise nicht nur herausfinden, wo eine interessante Bar, ein gutes Restaurant oder ein fähiger Friseur in der Nähe ist. Man erfährt auch, wer von der Community dort gerne hingeht und kann Leute kennen lernen.

Die lokale Webgemeinde war Anfang Juli 2007 gestartet. (Wir berichteten) Bislang waren jedoch jegliche Dienste nur den Mitgliedern zugänglich. Selbst die Suche durften nur angemeldete User nutzen. Ein großer Nachteil, der nun behoben wurde.

Jetzt kann jeder User Suchanfragen stellen und auch auf vielen anderen Seiten von Townster stöbern, ohne registriert zu sein. Das melden die Betreiber der Web2.0-Anwendung auf ihrem Blog. Eine Anmeldung ist nur nötig, wenn man beispielsweise selbst eine neue Location eintragen oder bewerten möchte. Freilich auch, wenn man der Community beitreten und Kontakt zu anderen Nutzern aufnehmen möchte.

Leider sind die Suchtreffer nach wie vor recht mager. Bleibt jetzt zu hoffen, dass durch die allgemeine Zugänglichkeit der Seite auch die Zahl der User, die selbst Einträge vornehmen, wächst.

11880.com kooperiert mit “BILDmobil”

Über das mobile Portal der Boulevardzeitung können nun auch Rufnummern und Adressen abgefragt werden.

Das Online-Branchenbuch 11880.com der Telegate AG wurde dazu laut einer Pressemitteilung direkt und mit all seinen Services in das mobile Portal der “Bild”-Zeitung (BILDmobil) integriert – samt Kartenansicht und Routenplaner.

Um dorthin zu gelangen, gibt man wap.mobile-bild.de in den Browser eines internetfähigen Handys ein. Auf der Startseite von BILDmobil findet man neben Schlagzeilen, Wetterinfos, dem Horoskop und anderen Diensten den Auskunftsservice unter dem Link “Kostenlos: Telefonauskunft mobil”. Nach einem Klick darauf kann man, wie bei lokalen Suchdiensten üblich, eine Wen?-oder-Was?- und Wo?-Abfrage starten und erhält dann eine Trefferliste mit den passenden Einträgen.

Neue Nachbarschafts-Community gestartet

Das Portal ImmobilienScout24 ging unlängst mit einem lokalen Netzwerk an den Start.

Die neue Web-Gemeinde heißt “meine Nachbarschaft”. Sie soll, so der Betreiber, ihren Mitgliedern Informationen und Diskussionsmöglichkeiten auf regionaler Ebene bieten.

Das zentrale Element seien dabei bundesweit 16.000 so genannte Nachbarschaften auf der Basis von Stadtbezirken und Gemeinden. Zu jeder “Nachbarschaft” gibt es eine Kartenansicht (das Bildmaterial stammt von Microsoft Virtual Earth), in der “Interessante Orte” markiert sind. Von Apotheken über öffentliche Telefonzellen, Kneipen und Kirchen bis hin zu Lebensmittelgeschäften und Altglascontainern ist hier so ziemlich alles verzeichnet, was man als Anwohner im täglichen Leben benötigen könnte. Anbieter und Orte lassen sich aber nicht nur über die Karte finden, sondern auch gezielt über eine Suchmaske oder die Schlagwortliste (Tag-Cloud).

Registrierte User können auch selbst Adressen hinzufügen. Viele dieser Daten – sofern es Gewerbetreibende, Behörden und Institutionen betrifft – stammen jedoch von dem Online-Branchenbuch “DasÖrtliche”. Daher gab es bereits zum Starttermin Mitte Oktober laut ImmobilienSocut24 mehr als drei Millionen “Interessante Orte” zu entdecken. Dennoch gibt es immer noch zahlreiche Gemeinden oder Stadtteile, die nur sehr mager mit Informationen ausgestattet sind.

Mit anderen Mitgliedern kann man über deren eingestellte “Interessante Orte” direkt in Kontakt treten. Eine andere Form des Austausches bietet das Forum.

Übrigens – “meine Nachbarschaft” von ImmobilienScout24 ist nicht zu verwechseln mit der gleichnamigen Community “meineNachbarschaft” des Hamburger Markenforschungsinstitutes Brand Science Institute, die bereits im Juni 2007 gestartet war.

Lokale Suche kombiniert

DeTeMedien hat seine Homepage umgekrempelt und auf das Thema Lokale Suche ausgerichtet.

Die Telekom-Tochter bietet jetzt unter dem Motto „Die große Such-Vielfalt für Deutschland“ eine so genannte Kombi-Suche für alle vier ihrer Auskunftsdienste an. Das sind DasTelefonbuch.de, GelbeSeiten.de, DasÖrtliche.de und suchen.de. Will heißen: Man gibt ein, wen oder was man wo sucht und klickt dann wahlweise auf einen der vier Buttons zu den einzelnen Diensten.

Zusätzlich gibt es ein paar Extras auf der Seite. Website-Betreiber können eine Kombi-Suchbox über alle vier Dienste auf ihrem Internet-Auftritt einbinden. Außerdem werden eine Toolbar sowie ein Gadget angeboten, mit denen sich die Kombi-Suche direkt vom Browser beziehungsweise vom Desktop starten lässt.

Google Maps jetzt mit Nutzer-Profilen

Google geht einen Schritt weiter in Richtung Social Network. Die User können sich bei dem lokalen Dienst des Suchmaschinenriesen nun ein eigenes Profil einrichten.

Seit einiger Zeit ermöglicht es Google Maps seinen Usern, sich auch aktiv am Inhalt der lokalen Suchmaschine zu beteiligen. So können sie beispielsweise Anbieter beschreiben und beurteilen oder ihre eigenen Karten kreieren und diese der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen.

Bislang wusste aber niemand, wer sich hinter diesen Beiträgen jeweils verbarg. Das hat sich nun geändert, wie Jess Lee, Produktmanager bei Google Maps, im Google Lat Long Blog mitteilt. Angemeldete User können jetzt bei Google unter “Mein Profil” etwas mehr über sich selbst verraten – wenn sie möchten.

Die anderen Nutzer können sich die Profilseiten bei einer Suchanfrage mit Klick auf den Namen des Content-Erzeugers ansehen. Dort finden sie dann neben den persönlichen Informationen, so welche eingegeben wurden, auch alle anderen selbst erstellten Karten und Beschreibungen des Users.

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