MeinNachbar ist jetzt kostenpflichtig
Das lokale Netzwerk meinNachbar hat den Besitzer gewechselt. Seit dem 29. Dezember werden die Mitglieder des bislang kostenlosen Dienstes zu Kasse gebeten.
Im Juli 2007 war die Webgemeinde unter dem Motto „Alle Nachbarn unter sich“ an den Start gegangen (wir berichteten). Betrieben wurde sie damals von der Leverkusener Agentur Artista. Am 1. Dezember ging sie dann in den Besitz der netsolution FZE in Dubai über, die übrigens auch die Community Nachbarschaft24 betreibt.
Prompt änderte diese dann die Geschäftsbedingungen. Einem Posting in dem Blog der Community ist zu entnehmen, dass der Dienst ab dem 29.12.2007 pro Monat neun Euro kostet. Dieser Mitgliedsbeitrag sei halbjährlich im Voraus zu entrichten. Die genaueren Vertragsbedingungen sind lediglich in den AGB beschrieben – hier erfährt man dann nämlich auch, dass der Vertrag ganze zwei Jahre läuft und sich im Anschluss automatisch um zwei weitere Jahre verlängere, „wenn der Nutzende nicht fristgerecht, einen Monat vor Ablauf des Vertrages, schriftlich (per Brief) kündigt.“
Im Blog begründet der neue Besitzer den Mitgliedsbeitrag damit, dass die Seite, die von den Betreibern übrigens als Flirtportal bezeichnet wird, künftig mit neuen Features stark ausgebaut werden soll. Außerdem soll Fake-Nutzerprofilen damit der Kampf angesagt werden.
Pikant an der Sache ist, dass diese einschneidende Änderung der Geschäftsbedingungen laut Computerbetrug den Mitgliedern lediglich am 15.Dezember in einer E-Mail mit der nichtssagenden Betreffzeile “Fröhliche Weihnachten und ein schönes neues Jahr 2008 / Änderungen der AGB” mitgeteilt wurde. Überhaupt sei die netsolution bereits eine alte Bekannte, die schon seit zwei Monaten mit der Seite Nachbarschaft24.net für Ärger, Verdruss und Beschwerden bei Verbrauchern sorge. Die Firma verschicke laut Computerbetrug nämlich zig-tausende Rechnungen für angeblich abgeschlossene, kostenpflichtige Mitgliedschaften.
MeinNachbar ist jetzt kostenpflichtig







