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Archiv für Mai 2008

SES erstmalig in Hamburg

Nachdem die internationale Konferenz-Serie Search Engine Strategies, kurz SES, fünf Mal in München zu Gast war, macht sie in diesem Jahr zum ersten Mal in der Hansestadt an der Elbe Station.

SES HamburgAm 23. und 24. Juni erfährt man auf dieser Fachveranstaltung jede Menge Informatives rund um Suchmaschinenmarketing und -optimierung. Je nach Wissensstand kann man sich Grundlagen zur Suchmaschinenwerbung aneignen oder in den Fortgeschrittenenkursen sein Wissen mehren. So lernen die Teilnehmer zum Beispiel, auf welche Weise Suchmaschinen Webseiten listen, wie man Links generiert, ohne Spamming-Strafen zu riskieren, oder welches die nächsten Top-Trends in der Welt der Websuche sind. Auch die lokale Suche wird angesprochen – wobei ortsbezogene mobile Dienste (Location Based Services) im Mittelpunkt stehen.

Veranstaltet wird die SES von den Internetinformationsdiensten SearchEngineWatch.com und .The Clickz Network, die beide zu Incisive Media gehören. Mehr Informationen etwa zum Programm, der Anmeldung oder Sponsoring gibt es auf der Webseite der SES

Lokal suchen auf wissen.de

Das Wissensportal wissen.de und die t-info GmbH, die die lokale Suchmaschine suchen.de betreibt, machen gemeinsame Sache.

wissen.deDabei wurde suchen.de über ein Suchfenster in die Startseite des Online-Wissensmagazins integriert. Dadurch stehen den wissen.de-Nutzern nun verschiedene lokale Suchfunktionen aus dem Hause t-info zur Verfügung, erklären die Unternehmen in einer Pressemitteilung. Das Besondere dabei sei, dass spezielle Anbieter nicht nur über Branchenbegriffe, sondern künftig auch über Produktbezeichnungen zu finden seien.

Die ortsbezogene Recherche funktioniert wie gewohnt. Nach der Eingabe von Suchbegriff und -ort erhält man eine Trefferliste. Es werden allerdings nur die bloßen Suchresultate von suchen.de angezeigt. Praktische Features wie etwa die Kartenansicht und -suche, die Routenplanung oder die Visitenkarten zu den einzelnen Ergebnissen, die zum Teil mit kostenloser Anruffunktion versehen sind, wurden offensichtlich nicht eingebaut

Mobile lokale Suche wird Schlüsselapplikation

Einem Bericht des britischen Marktforschungsinstituts Juniper Research zufolge soll die Nutzung lokaler Suchdienste per Handy in den kommenden Jahren stark zunehmen.

<a mce_thref=Weltweit sollen demnach innerhalb der nächsten fünf Jahre rund 1,3 Milliarden Handyuser – also 30 Prozent aller Anwender mobiler Services – die lokalen Suchdienste regelmäßig nutzen. Diese Prognose basiert laut Juniper Research auf Interviews, Fallstudien und Analysen einiger führender Unternehmen aus dem mobilen Suchesektor.

Vor allem die Werbung soll der Entwicklung in diesem Bereich Vorschub leisten. Die Analysten erwarten, dass die bei der ortsbezogenen Handy-Suche erzielten Werbeeinnahmen bis zum Jahr 2013 rund 43 Prozent der Werbeeinnahmen der gesamten mobilen Suche ausmachen wird.

Sie weisen aber auch daraufhin, dass ein Zuviel an Werbung für die Verbraucher störend und dadurch abschreckend wirken könnte. Ein entscheidender Faktor für das Wachstum der Nutzung ortsbezogener mobiler Suchdienste sei vor allem die Erreichbarkeit und die Qualität der lokalen Verzeichnisse

Mit Google Maps auf Erkundungstour

Mit Google Maps lässt sich die Welt nun noch etwas besser erkunden. Denn seit kurzer Zeit zeigt die lokale Suche von Google auf Wunsch passend zum gewählten Kartenausschnitt weitere lokale Informationen in Form von ortsbezogenen Fotos und Videos sowie Karten, die andere User erstellt haben.

GoogleMapsDazu gibt man einen Ortsnamen in die Suchmaske ein. Links im Menü neben der Karte erscheint dann eine Vorschau auf diese Inhalte. Wer mehr davon sehen möchte, klickt entweder auf „Erkunden Sie dieses Gebiet“ oder auf „Mehr Fotos, Videos und von Nutzern erstellte Karten“. Es erscheint dann eine etwas längere Ergebnisliste. Gleichzeitig werden Miniaturbilder der Fotos und Filme auch in die Kartenansicht eingeblendet, wo man sie mit einem Klick darauf ansehen kann. Über die Suchresultate ist es möglich, entweder die User-Karten anzuklicken oder auszuwählen, ob weitere Fotos oder Filme angezeigt werden sollen. Diese werden dann aber nur noch über die Kartenansicht präsentiert. Durch verschieben oder vergrößern der Karte erhält man weitere Ergebnisse.

Ob Fotos, Videos oder Karten – dieser neue Content wurde gänzlich von anderen Usern erstellt. Die Bilder stammen dabei von dem Web2.0-Fotodienst Panoramio, den Google im Juli des vergangenen Jahres übernommen hatte. Sie zeigen vor allem interessante Gebäude und andere Sehenswürdigkeiten oder Stadtansichten. YouTube, das der Suchmaschinenriese im Oktober 2006 gekauft hatte, liefert die Videos. Hier scheint aber eine Qualitätskontrolle von Seiten Googles nicht stattzufinden. Denn die Filme sind, was lokale Informationen betrifft, häufig nicht sehr nützlich. Die Nutzer-Karten wurden von anderen Usern bei dem Google Maps-Dienst „Meine Karten“ gebastelt und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt

Mit Online-Rabattmarken Kunden locken?

In den USA sind Gutscheine schon lange ein sehr beliebtes Werbemittel, das mittlerweile auch vielfach über das Internet verbreitet wird. Derzeit erfährt die Schnäppchenjagd mit Online-Coupons in den Vereinigten Staaten sogar einen regelrechten Boom.

Coupons?Darauf weist die Nachrichtenagentur Pressetext (pte) in einer Meldung hin. Erhebungen der US-amerikanischen Internet-Marktforschungfirma ComScore zufolge seien die Zugriffe auf spezielle Coupon-Portale wie Coupons.com oder RetailMeNot.com im März im Vergleich zum Vorjahr um satte 38 Prozent auf 281 Millionen gestiegen, heißt es da. Der Grund für das zunehmende Interesse der Konsumenten an den Preisnachlässen sei die schlechte Wirtschaftslage und die steigenden Lebensmittelpreise.

Nicht nur auf Coupon-Webseiten können amerikanische User Rabattmarken finden und ausdrucken, auch lokale Suchdienste wie Google Maps oder Mojopages.com haben in den Vereinigten Staaten die besondere Werbewirksamkeit von Gutscheinen vor allem für kleine und mittlere Unternehmen bereits erkannt. Denn die Rabattscheine kommen über die ortsbezogenen Suchservices nicht nur direkt bei der passenden Zielgruppe an, sondern sie holen die Kunden auch ins eigene Unternehmen und ermuntern sie obendrein zum Konsum.

In Deutschland konnte sich diese Form der Werbung bei lokalen Suchdiensten dagegen bislang nicht durchsetzen. Nur bei dem Online-Branchenbuch glenglobe.de können verzeichnete Untenehmen Sonderaktionen bekannt geben oder Rabatte beziehungsweise Gutscheine zum Ausdruck anbieten.

Wäre es nicht sinnvoll, wenn hierzulande auch andere lokale Suchmaschinen und Verzeichnisse ihr Angebot durch die Möglichkeit, Rabattmarken beziehungsweise Gutscheine einzustellen, erweitern würden? Sie würden doch damit nicht nur den Usern, sondern auch den verzeichneten Firmen einen großen Mehrwert bieten und selbst wohl von steigenden Zugriffszahlen profitieren

geoflags.de: Digitale Abbildung der Welt

Kürzlich ist mit geoflags.de eine neue Internetplattform an den Start gegangen. Sie hat sich der geografischen Verortung von Plätzen, Nachrichten und Personen verschrieben.

geoflags.deAuf dem neuen Portal erhält der Nutzer nach der Eingabe eines Ortsnamens eine Kartenansicht. Darauf sind zahlreiche verschiedenfarbige Markierungen – hier als Geoflags bezeichnet – eingeblendet. Sie weisen auf interessante Orte wie Sehenswürdigkeiten, Museen oder Hotels, aber auch auf im Alltag häufig gesuchte Plätze wie Restaurants, Briefkästen, Einkaufsmöglichkeiten oder Kinos hin. Doch nicht nur solche Orte sind mit Markierungen versehen, verortet werden auch Nachrichten oder der Aufenthaltsort von geoflags.de-Mitgliedern. Klickt man auf eine solche Ortsmarke, erhält man weitere Informationen – beispielsweise die Adresse, Wikipedia-Artikel, Fotos oder Kommentare anderer User. Um einen besseren Überblick zu bekommen, kann man von den Geoflags auch nur eine oder mehrere ausgewählte Rubriken (links in der Menüleiste) in die Karte einblenden.

Die Ortsmarken resultieren zum einen aus der Kooperation des Portalbetreibers mit verschiedenen Partnern – wie Wikipedia, tagesschau.de oder booking.de. Zum anderen können sie von registrierten Usern eingestellt werden. Die Mitgliedschaft für private Personen ist kostenlos.

In einer Pressemitteilung erklärt der Betreiber, die Geoflags GbR in Hamburg, den Zweck, den das neue Portal verfolgt. Ziel sei “die digitale Abbildung deiner Welt von oben”, heißt es hier. Man will mehr sein als ein modernes Branchenbuch mit Kommentarfunktion: Geoflags unterscheide sich von Angeboten wie Google-Maps oder Qype durch Echtzeitinformationen über Freunde, nichtgewerbliche Einträge oder aktuelle Nachrichten aus der Umgebung.

Auch eine mobile Version des Dienstes ist geplant – sie soll dem Betreiber zufolge noch im Mai 2008 marktfähig sein

Google Maps: Routen planen mit Street View

Die US-Ausgabe von Google Maps wartet mit einem neuen Feature auf. Der Suchmaschinenriese hat seine Panoramaansicht Street View nun auch in den Routenplaner integriert.

Google Maps with Streetview ©Google.comDadurch können die User schon vor der tatsächlichen Fahrt die ausgesuchte Strecke virtuell erkunden, erklärt Google-Mitarbeiter Andy Szybalski im Google Lat Long Blog. Das funktioniert freilich nur bei Orten, von denen es bereits Straßenansichten gibt. Ob das der Fall ist, sieht man an dem Kamera-Icon in der Wegbeschreibung.

Mit einem Klick auf dieses Zeichen öffnet sich in der Karte die Straßenansicht an der gewünschten Stelle. Hier kann man nun dem dicken weißen Pfeil folgen und sich so ein ganz genaues Bild von der geplanten Strecke machen – man sieht Sehenswürdigkeiten, erfährt beispielsweise, welche Tempolimits es einzuhalten gilt oder wie die Straße beschaffen ist.

Google hat auch zur Erklärung dieses neuen Features wieder ein kleines Video erstellt.

GoYellow.de zeigt User-Bewertungen

Bei dem Internet-Branchenverzeichnis GoYellow.de erhalten die Suchenden nun neben den Kontaktdaten noch mehr Informationen zu den jeweiligen Einträgen: Seit Ende April erfahren sie bei vielen Treffern mit einem Klick auf “Bewertungen” auch, was andere User von dem Anbieter halten.

GoYellow.deGoYellow.de hat sich damit aber nicht zum Web2.0-Portal gemausert. Denn diese Kritiken stammen nicht von anderen GoYellow-Nutzern, sondern von Usern verschiedener Partner-Portale des Online-Branchenbuches. Wie einer Pressemitteilung der GoYellow Media AG zu entnehmen ist, sind dies im Einzelnen das Autofahrerportal autoplenum.de, das Dienstleistungs-Auktionshaus blauarbeit.de, das Gastronomie-Portal restaurant-kritik.de und die lokale Bewertungs-Community GoLocal.de, die übrigens auch zum Angebot der GoYellow Media AG gehört.

Wer also seine eigene Meinung etwa zu Handwerkern, Restaurants, Ärzten oder anderen Dienstleistern äußern oder Bewertungen abgeben möchte, kann dies nur bei diesen Partner-Portalen direkt machen.

Die Kooperation mit blauarbeit.de bringt den GoYellow.de-Nutzern allerdings noch einen weiteren Vorteil: Sie können jetzt Aufträge etwa für Handwerker- oder Gärtnerarbeiten auch direkt über GoYellow.de versteigern. Einen ähnlichen Service bietet das Unternehmen schon seit einiger Zeit über die Zusammenarbeit mit My-Hammer.de.

Yahoo! Local mit dynamischem Such-Kreis

Die US-amerikanische Ausgabe der lokalen Suche von Yahoo, Yahoo! Local, bietet ein neues Feature – den so genannten search circle.

Yahoo!Mit dieser Funktion können die User über die Kartenansicht ihre Treffer ganz einfach auf ein selbst bestimmtes Gebiet eingrenzen, erläutert Tom Wailes vom Yahoo! Local Team im Yahoo! Local & Maps Blog.

Um den “search circle” zu nutzen, klickt man nach einer Suchanfrage auf den “Expand Map”-Link über der Karte. In dem nun größer dargestellten Stadtplan erscheint ein blauumrandeter Kreis, in den die Suchergebnisse eingezeichnet sind. Diesen Kreis kann man nun auf der Karte ganz nach Lust und Laune verschieben, vergrößern oder verkleinern. Dabei werden die Resultate automatisch an das jeweilig ausgewählte Gebiet angepasst. So kann man sich beispielsweise ausschließlich Cafés, Restaurants oder Einkaufsmöglichkeiten anzeigen lassen, die sich im Umkreis einer Meile rund um die eigene Wohnung, den Arbeitsplatz oder das Hotel befinden.

Ein ganz ähnliches Feature bietet übrigens seit etwas mehr als einem Jahr auch AskCity.com die lokale Suche der US-Ausgabe von ask.com (wir berichteten). Auch hier können die Nutzer über ein Zeichenwerkzeug einen Sektor definieren, in dem gesucht werden soll. Im Gegensatz zu Yahoo! Local lässt sich dieses Gebiet aber nicht verschieben.

SEO bei lokalen Suchdiensten: Heißer Kampf um die oberen Plätze

Kürzlich erschien der neue Suchmaschinen-Marketing-Index SUMAXX. Im Bereich “Lokale Suche” hat sich gegenüber der letzten Auswertung so einiges getan.

Obwohl es bereits zahlreiche lokale Suchdienste gibt, nutzen viele User auch zur ortsbezogenen Suche nach wie vor häufig die großen Web-Suchmaschinen wie Google und Yahoo. Daher ist es für Anbieter lokaler Suchen und Online-Branchenverzeichnisse wichtig, bei solchen Anfragen auch in diesen Services gefunden zu werden. Suchmaschinenoptimierung oder Search Engine Optimization (SEO) heißt daher auch für sie das Zauberwort. Welche Anbieter ihre Seiten erfolgreich optimiert haben und dadurch häufig unter den ersten Treffern der in Deutschland wichtigsten Web-Suchmaschinen zu finden sind, zeigt der SUMAXX.

Diese Rangliste, für die neben lokalen Suchdiensten auch verschiedene Webseiten anderer Branchen ausgewertet werden, wird vierteljährlich von der Suchmaschinen-Marketing-Agentur Bloofusion Germany GmbH erstellt (wir berichteten). Nun erschien der SUMAXX für das erste Quartal 2008.

Im Segment “Lokale Suche” konnte Bloofusion in den ersten drei Monaten dieses Jahres im Vergleich zum vierten Quartal 2007 viel Bewegung verzeichnen. Demnach sind stadtbranchenbuch.com und goyellow.de um jeweils zwei Plätze vorgerückt und belegen nun Platz eins beziehungsweise zwei. Sehr erfolgreiches SEO hat wohl auch das Online-Branchenverzeichnis gelbeseiten.de betrieben, es ist um fünf Plätze nach oben geklettert und nun auf Rang drei zu finden, gefolgt von cylex.de und yahoo.com. Größter Verlierer in Sachen SEO ist dem SUMAXX zufolge das Städteportal meinestadt.de. Es ist von Platz zwei auf Platz zehn gerutscht. Der höchste Neueinsteiger dagegen ist suchen.de. Die lokale Suchmaschine konnte sich um ganze neun Plätze verbessern und belegt nun Rang sieben. Auch yellowmap.de hat den Weg in die Top Ten gefunden – auf Platz acht. dasoertliche.de behauptete den neunten Rang

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