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Archiv für Juli 2008

Google Maps mobil hört zu

Die mobile Ausgabe der lokalen Suchmaschine Google Maps kann nun auch per Spracheingabe gesteuert werden. Allerdings befindet sich dieser Dienst noch im Test und ist bislang nur in den USA für wenige Handy-Modelle verfügbar.

Wie die Google-Mitarbeiter Jonathan Matus und Luca Zanolin im Google Mobile Blog berichten, können Besitzer von Black-Berry-Geräten (Pearl 8110, 8120 und 8130) in den USA nun ihre lokale Suchanfrage nach Unternehmen ins Handy sprechen, statt sie über die Tastatur einzugeben.

Besonders praktisch sei diese Art der Suche dann, wenn man gerade nicht tippen könne, der Name des Unternehmens lang sei oder man nicht wisse, wie der Name buchstabiert werde. Die Suche per Stimme sei einfach. Man halte – nachdem man die Kartenansicht auf den eigenen Standort zentriert habe – die Sprachwahltaste auf der linken Seite des Black-Berry und spreche den Namen oder die Branche des gesuchten Unternehmens. Darauf hin lasse man den Knopf wieder los, worauf die Spracherkennungstechnik die Frage interpretiere und das gewünschte Unternehmen finde.

Dieses neue Google-Maps-Feature nutzt die gleiche Spracherkennungstechnik wie die kostenlose computergesteuerte Telefonauskunft GOOG-411 des Suchmaschinenriesen (wir berichteten), erklären Matus und Zanolin. Allerdings scheint die Genauigkeit noch nicht vollständig zu überzeugen, denn die beiden Googler versprechen auch, dass sich die Technik im Laufe der Zeit, wenn mehr Leute diese Suchfunktion per Spracheingabe nutzen, verbessern werde.

GoYellow.de erweitert kostenlosen Basis-Eintrag

GoYellow.de bietet Gewerbetreibenden nun auch gratis die Möglichkeit, sich ausführlich in dem Web-Branchenverzeichnis zu präsentieren.

GoYellow.deSo können Unternehmer und Dienstleister ihre Kunden jetzt auch mit dem kostenlosen Basis-Eintrag “GoBasic” genauestens über das Profil, das Team, das Angebot oder die Geschichte ihres Betriebes informieren.

Wie die GoYellow Media AG, in einer Pressemitteilung erläutert, wolle GoYellow.de durch diese Maßnahme deutlich mehr qualifizierte Inhalte generieren. Diese sollen den Wert des Dienstes steigern und den Nutzern zugute kommen.

GoYellow hofft, dass immer mehr Gewerbetreibende durch diesen kostenlosen Service bereit sind, für die prominente Platzierung ihres Eintrages zu bezahlen. Zusätzlich zu der priorisierten Darstellung bei GoYellow.de könne der Gewerbetreibende nämlich auch bei dem lokalen Bewertungsportal GoLocal.de einen top-gelisteten Platz buchen, um sein Angebot bei einer noch größeren Zahl von Internet-Nutzern zu bewerben.

Telegate vermarktet AdWords von Google

Telegate GoogleDie Telegate hat eine strategische Allianz mit Google geschlossen. Künftig können Unternehmer in den Online-Verzeichnissen 11 88 0 und Klicktel des Auskunftsdienstleisters auch so genannte Pay-per-Click (PPC)-Anzeigen, für die der Werbende nur bezahlt, wenn seine Anzeige vom Nutzer angeklickt wird, über das Google-Werbeprogramm “AdWords” schalten. Damit steht die Telegate im Wettbewerb zu anderen lokalen PPC-Anbietern wie Yahoo oder suchen.de.

Wie das Unternehmen in einer Pressemitteilung erklärt, sollen durch die Kooperation vor allem kleine und mittelständische Unternehmen profitieren. Denn gerade diese Zielgruppe habe im Internet bislang die Werbemöglichkeit wenig genutzt. Nun könnten Firmen neben einem Brancheneintrag bei Telegate auf Wunsch auch Suchmaschinenmarketing über Google bekommen. Soll heißen: Ein Unternehmen kann künftig durch Buchung bestimmter Keywords des Google-Ad-Words-Werbeprogramms eine regionale und kontextbezogene Werbung schalten, die auf Wunsch sowohl bei den Online-Verzeichnissen von Telegate als auch bei Google geschaltet wird.

Doch rein altruistisch kann ein Bündnis zwischen dem Auskunftsdienstleister und dem Suchmaschinen-Riesen nicht sein, Vorteile soll es auch den neuen Partnern bringen: Die Telegate will nach eigenen Angaben ihre Position als “führender” Spezialanbieter für lokale Suche in Deutschland stärken. Google profitiere durch die Kooperation vom Vertriebs-Knowhow der 400-köpfigen Vertriebsmannschaft der Telegate.

Qype für Unternehmen

Das lokale Such- und Bewertungsportal Qype hat für Unternehmer und Dienstleister einen neuen Service gestartet –  der da heißt: „Qype für Unternehmen“.

Qype.comDarauf weist Qype-CEO Stephan Uhrenbacher im offiziellen Blog des Web2.0-Portals hin. Laut Uhrenbacher bietet dieser Dienst den Inhabern von Geschäften nun deutlich mehr Funktionen als zuvor, um ihr Unternehmen im Internet darzustellen. So sollen sie damit ihre Daten aktualisieren, eine Kurzbeschreibung eintragen, Stichwörter vergeben, Branchenzuordnungen vornehmen und beliebig viele Fotos hochladen können – und das alles völlig kostenlos. Ebenfalls neu sei, dass die Anbieter nun täglich eine Zusammenfassung per E-Mail über abgegebene Bewertungen und eingestellte Fotos erhalten. Das hat den Vorteil, dass sie dadurch zum Beispiel zeitnah auf Beurteilungen von Usern reagieren können.

Überdies sollen die Unternehmen Uhrenbacher zufolge durch ihren Eintrag bei Qype auch bei Google besser gefunden werden. „Für viele kleine Unternehmen dürfte Qype die einfachste Version der eigenen Homepage im Web werden“, erklärt Uhrenbacher den neuen Dienst.

Google bekommt Karten von Tele Atlas

Google und Tele Atlas arbeiten langfristig zusammen. Wie Tele Atlas in einer Pressemitteilung erklärt, haben die beiden Unternehmen Ende Juni ein Fünf-Jahres-Abkommen abgeschlossen.

Tele Atlas GoogleDadurch erhält Google Zugriff auf das Kartenmaterial des niederländisch-belgischen Kartenanbieters. Dies kann der Suchmaschinengigant dann für seine gegenwärtigen und künftigen kartenbasierten Services und Navigationsangebote nutzen – und zwar sowohl für seine Internet- und Desktop-Dienste wie Google Maps oder Google Earth als auch für die mobilen Anwendungen wie Google Maps for Mobile (mobile.google.de).

Im Gegenzug erhält Tele Atlas Zugriff auf Verbesserungsvorschläge aus der Usergemeinschaft von Google. Diese will der Kartenspezialist nutzen, um die Qualität seiner Karten zu optimieren. Zu finanziellen Details des Vertrags machte Tele Atlas keine Angaben.

suchen.de erhält Internet-Award

Mitte Juni hat der Verband der deutschen Internetwirtschaft Eco den Internet-Award 2008 verliehen. Dabei konnte auch die lokale Suchmaschine suchen.de eine Auszeichnung ergattern.

EcoDer Internet-Award wurde in diesem Jahr bereits zum achten Mal in seiner Geschichte vergeben. Dem Eco-Verband zufolge, hatten sich knapp 250 Unternehmen um die begehrte Auszeichnung beworben.

suchen.de wurde dabei in der Kategorie “Bestes Inhaltsformat” ausgezeichnet. Die t-info GmbH, der Betreiber von suchen.de, erklärt in einer Pressemitteilung, dass diesen Preis der kommerzielle Anbieter erhält, der sein Informationsangebot originär und in besonderer Weise für das Internet produziert. Zu den Bewertungskriterien gehöre, dass das Angebot die neuesten Technologien nutze und seine Inhalte zeitgemäß sowie mediengerecht darstelle.

AskCity setzt nun auf Microsoft Virtual Earth

AskCity, die lokale Suchmaschine von Ask.com in den USA, nutzt seit kurzer Zeit Microsoft Virtual Earth für seine Kartenansicht.

AskCityDas ist bedauerlich, denn Ask.com hatte ursprünglich selbst ein innovatives Kartenprodukt geschaffen. Bereits beim Start von AskCity Ende des Jahres 2006 war dies mit einigen praktischen Kartenfunktionen ausgestattet, wie etwa den Zeichenwerkzeugen (wir berichteten).

Mit diesen Neuerungen übernahm Ask.com eine gewisse Vorreiterrolle auf dem Gebiet der Kartensuche. Andere Suchmaschinenbetreiber wie Google oder Yahoo konnten erst später mit ähnlichen Funktionen aufwarten. Dennoch hat Ask.com sich nun offensichtlich dazu entschlossen, nicht mehr sein eigenes Produkt zu nutzen, sondern das Kartenmaterial von Microsoft Virtual Earth.

Für Barry Schwartz von Search Engine Land kommt dieser Schritt nicht überraschend. Er sieht darin lediglich eine Fortsetzung des derzeitigen Sparkurses des Unternehmens

Tour-de-France-Strecke in Google Street View

Seit dem 5. bis 27. Juli wird die 95. Tour de France ausgetragen. Anlässlich des großen Radrennens hat Google erstmals Straßenansichten aus Frankreich ins Netz gestellt.

Google Tour de FranceZu finden sind diese 360°-Aufnahmen in Google Maps, der lokalen Suche des Suchmaschinenriesen. Hier kann man nun mit Klick auf “Straßenansicht” (in der englischen Version “Street View”) den gesamten Streckenverlauf der “Großen Schleife” virtuell erkunden. Und zwar aus der Perspektive der Radfahrer, erklärt der Google-Mitarbeiter Daniel Ratner im Google Lat Long Blog. Bei der Aufnahme der 21 Etappen der Frankreichrundfahrt wurden laut Ratner auch die neuesten Features von “Street View” umgesetzt – wie etwa eine bessere Bildqualität oder die “Face-Blurring”-Technologie, mit der Gesichter und Autokennzeichen unkenntlich gemacht werden (wir berichteten).

Tour de France- Street ViewDamit gibt es nun erstmals Panoramabilder aus Europa in Google Maps. Bislang konnten die User nur US-amerikanische Städte, Nationalparks und Erholungsgebiete mit der Straßenansicht betrachten. Die Tour-de-France-Strecke ist jedoch nur der Anfang: Wie Google bereits angekündigt hat, sollen auch Ansichten anderer europäischer Städte und Gegenden folgen (wir berichteten.) In Deutschland werden derzeit bereits Aufnahmen von Großstädten gemacht, wie dem Google Watch Blog zu entnehmen ist. Demnach sollen erste Street-View-Cars (Autos, die mit speziellen Kameras ausgestattet sind) in München und Berlin gesichtet worden sein. Das bestätigt auch ein Bericht des Tagesspiegel , wonach von Google außerdem auch in Frankfurt am Main fotografiert wird. Wann diese Bilder im Internet zu sehen sein werden, ist allerdings bislang noch nicht bekannt.

Nokia ersteht ortsbezogenen „Social-Acitivity“-Dienst Plazes

Der finnische Handyhersteller Nokia kauft das im August 2004 gegründete Berliner Start-up Plazes. Er will dadurch seine ortsbezogenen Dienste um Funktionen der zeitbezogenen Aktivitätsplanung erweitern, erklärt der Konzern in einer Pressemitteilung.

PlazesDenn Plazes ergänze Social Networking um die Elemente “Ort” und “Zeit”. Dabei gehe es im Wesentlichen um die Frage, in welchem Zusammenhang jemand zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort ist. Oder einfacher ausgedrückt: Die User können über Plazes.com andere Mitglieder ständig darüber informieren, was sie gerade wo machen. Dies ist in Echtzeit wahlweise für alle oder nur für den eigenen Freundeskreis sichtbar. Und – ob privates Date oder offizielles Business-Meeting – die Nutzer können sich auch untereinander verabreden.

“Die Akquisition ist ganz im Sinne unserer Service-Strategie und hilft Nokia dabei, die Vision, Menschen und Orte näher zusammenzubringen, zu beschleunigen”, begründet Niklas Savander, Head of Nokia Services & Software die Übernahme.

Der Kauf wird Nokia zufolge voraussichtlich im dritten Quartal 2008 abgeschlossen sein. Über den Preis machten die Unternehmen keine Angaben.

meinestadt.de mit Karten von Virtual Earth

meinestadt.de hat sich für Microsoft entschieden. Es bietet jetzt für alle 12.241 deutschen Städte und Gemeinden neben lokalen Informationen auch virtuelle Stadtpläne und Luftbildansichten auf Basis der Technologie von Microsofts virtuellem Globus Virtual Earth.

meinestadt.deDas teilt der Softwareriese in einer Pressemeldung mit. Dadurch kann man sich nun auch bei dem Städteportal eine gefundene Adresse wahlweise im Luftbild oder Stadtplan anzeigen und mit dem Routenplaner den Weg dahin weisen lassen. Außerdem lassen sich verschiedene interessante Orte oder Einrichtungen einblenden – wie etwa Krankenhäuser, Parkplätze, Hotels oder Theater. Für über 120 deutsche Städte gebe es überdies bereits die Bird’s-Eye-Ansicht (Vogelperspektive).

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