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„Fire Eagle“ vermittelt ortsbezogene Userdaten

Im März dieses Jahres hatte Yahoo!  seinen neuen Lokalisierungsdienst „Fire Eagle“ als geschlossene Beta-Version gestartet. Vor kurzem wurde er freigegeben und steht nun der Öffentlichkeit zur Verfügung – bislang allerdings  nur auf Englisch.

Fire EagleEiner Pressemitteilung von Yahoo! zufolge ist Fire Eagle eine offene Plattform, die es ihren Mitgliedern ermöglicht, ihren aktuellen Aufenthaltsort im Internet mitzuteilen. Entwickler können auf diese Daten zugreifen und sie in ihre eigenen Dienste integrieren. Sie sparten sich laut Yahoo! auf diese Weise den kostspieligen und komplizierten Aufbau eigener ortsbezogener Services.

Im Klartext heißt das: Fire Eagle ist nicht etwa ein eigenständiges Netzwerk, sondern vielmehr eine zentrale Schnittstelle für ortsbezogene Userdaten, die von anderen Applikationen genutzt werden können – egal ob Web- und Desktop-Anwendungen oder mobile Dienste. Der Nutzer kann dabei genau bestimmen, welche Services auf seine Daten zugreifen dürfen. Laut Yahoo! wurde Fire Eagle inzwischen in über 50 Dienste eingebaut – darunter Dopplr, Pownce, Movable Type oder Outside.in. Ändert der User seinen Aufenthaltsort wird das, wenn er möchte, automatisch zum Beispiel per Handy an Fire Eagle übermittelt. Man kann seinen Ortswechsel aber auch manuell bekannt geben – über die Fire Eagle Webseite oder per SMS. Danach werden alle vom User zugelassenen Anwendungen über dessen neuen Aufenthaltsort informiert. Sie können nun darauf reagieren und ihr Angebot dementsprechend anpassen.

Zwar können die Nutzer frei entscheiden, wie viele und welche Informationen sie den von ihnen ausgesuchten Diensten mitteilen möchten, sie können sich jederzeit verstecken, die Dienste wechseln oder ihre gespeicherten Daten bei Fire Eagle löschen – dennoch schlagen Datenschützer laut einem BBC-Bericht Alarm. Denn auch wenn die Daten bei Fire Eagle gelöscht werden können, so könnten sie doch von den Drittanbietern gespeichert und weiterverarbeitet werden. Auch Yahoo! sieht diese Gefahr und rät den Nutzern auf der Hilfeseite eindringlich, ihre Daten nur Diensten zu überlassen, denen sie vertrauen

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