Archiv für September 2008
Europäische Allianz für grenzenlose LBS
Ortsbezogene Dienste (engl: Location Based Services; kurz: LBS) sowie die mobile Ortung sollen künftig auch über Ländergrenzen hinweg angeboten werden können. Zu diesem Zweck hat sich der deutsche LBS-Anbieter Mecomo mit drei europäischen Partnern aus dem Bereich der mobilen lokalen Suche zusammengetan und Anfang September die „Open Location Alliance“ gegründet.
Darauf weist das Unterschleißheimer Unternehmen in einer Pressemitteilung hin. Die Gründungsmitglieder dieses Bündnisses seien neben Mecomo, das lokale Inhalte und mobile Dienste für Deutschland, Österreich und die Schweiz anbietet, Mobile Commerce für das Vereinigte Königreich, Visibilly aus Schweden, die auch Norwegen und Finnland abdeckten, und Deveryware für Frankreich.
Durch diese Kooperation wolle man ortsbezogene Anwendungen und Informationen in mehreren europäischen Ländern vom eigenen Handy aus zugänglich machen, erklärt Mecomo. Außerdem beabsichtige man, im Rahmen der Allianz gemeinsame Richtlinien zur Zusammenarbeit sowie Geschäftsmodelle und Technologien zu entwickeln, die den Markt mobiler ortsbezogener Services weiter vorantreiben. Zudem sei geplant, weitere Partner in den Zusammenschluss aufzunehmen, um eine möglichst breite geographische Abdeckung anbieten zu können
Ipoki.com – Soziales Netzwerk mit GPS-Funktionalität
Vor rund zwei Jahren wurde im spanischen A Coruña ein GPS-basiertes soziales Netzwerk gegründet. Sein Name lautete ursprünglich hipoqih und wurde später in Ipoki umbenannt – das ist einfacher zu buchstabieren und auszusprechen.
Ipoki ermöglicht seinen Mitgliedern, ihren derzeitigen Standort anderen Usern in Echtzeit mitzuteilen. Dabei wird der aktuelle Aufenthaltsort des Nutzers in der Regel per GPS ermittelt. Im Gegenzug dazu kann man sehen, wo sich zum Beispiel seine Freunde gerade aufhalten und ihre Spur auf einer Google Map oder in Google Earth verfolgen – und zwar weltweit. Wie die Ipoki-Macher auf dem Portal erklären, helfe der Dienst, Leute zu finden, ihre Schritte zu verfolgen und in Verbindung mit ihnen zu bleiben, wo auch immer sie sind – von A Coruña bis nach San Francisco, von Stockholm bis nach Cape Town.
Das funktioniert mittels des Ipoki-Plugins, einer kleinen Applikation, die man auf einem GPS-fähigen mobilen Gerät, wie einem Handy, Smartphone, PDA oder Pocket PC installiert. Aber auch ohne solch einen Apparat ist es möglich, die GPS-Community zu nutzen. Denn man kann seinen Standort auf der Netzwerk-Webseite auch manuell eingeben. Egal, ob die Daten automatisch oder per Hand aktualisiert werden – man hat den Betreibern zufolge jederzeit die totale Kontrolle darüber, wer auf seine Positionsdaten zugreifen kann: alle, nur die Freunde oder niemand.
Wer möchte, kann mit Ipoki auch Flickr-Fotos sowie mit dem Handy aufgenommene und mit Qik ins Netz übertragene Live Videos verorten
RottenNeighbor.com – die negative Seite des Web2.0?
Sachliche Beurteilungen von Unternehmen oder Dienstleistern durch Internetnutzer, wie sie bei dialo.de, kennstdueinen.de oder Qype.com und Co. möglich sind, sind die eine Sache – Portale, die regelrechtes Cybermobbing gestatten, eine ganz andere.
RottenNeighbor.com (was übersetzt werden kann mit „mieser Nachbar“) ist so eine Seite. Sie wurde vor etwas mehr als einem Jahr von dem US-Amerikaner Brant Walker ins Leben gerufen, und sie sieht sich selbst als weltweit erste Suchmaschine, die es Usern erlaubt, Nachbarn zu beurteilen und zu bewerten – positiv wie negativ. Dadurch soll man sich schon vor dem Kauf einer Wohnimmobilie über die potenzielle neue Nachbarschaft informieren oder andere Nutzer vor schlechten Nachbarn warnen können.
Allerdings verwenden die meisten User diesen Dienst vor allem, um mit ihnen verhassten Menschen abzurechnen, sie zu diskriminieren, denunzieren und zu verleumden – egal, ob Nachbar, Kollege, Ex-Partner oder Konkurrent. Und so trifft dieser Online-Pranger mittlerweile Privatpersonen ebenso wie Geschäftsleute. Dazu nutzt RottenNeighbor.com das Kartenmaterial von Google Maps. Nach der Eingabe einer Adresse in die Suchmaske erscheint der gewünschte Ort auf der Karte. Die Anschrift jeder bereits beurteilten Person ist mit einem Haussymbol versehen – dabei steht rot für „mieser Nachbar“ und grün für „guter Nachbar“. Bei einem Klick auf das Zeichen öffnet sich ein Fenster mit einem meist völlig niveaulosen Eintrag eines nicht identifizierbaren Users zu den Bewohnern des markierten Hauses.
Ganz abgesehen davon, dass man dadurch die genaue Adresse der beschimpften Personen ohne weiteres feststellen kann, schrecken viele Nutzer auch nicht davor zurück, den vollen Namen des Beschuldigten zu nennen, während sie selbst anonym bleiben. Auch Bilder oder Videos von der denunzierten Person können eingestellt werden. All dies wird von dem Betreiber nicht redaktionell bearbeitet, sondern landet ungeprüft im Web.
Seit ein paar Monaten erfreut sich RottenNeighbor.com auch in Deutschland stetig wachsendem Interesse. Die Zugriffszahlen stiegen in den letzten Wochen so sehr, dass die Server Anfang September überlastet waren, und das Portal von Deutschland aus für einige Tage nicht mehr zu erreichen war. Mit den Zugriffen wuchs auch die Zahl der Kommentare zu deutschen Mitbürgern enorm. Inzwischen gibt es kaum noch eine deutsche Stadt auf der virtuellen Landkarte, in der man nicht ein paar grüne und mehrere rote Häuschen mit zumeist beleidigenden Kommentaren findet.
Wer auf dieser Webseite diffamiert wird, und das kann jeden treffen, kann sich im Grunde nicht wehren. Auch wenn man dagegen wegen Rufschädigung und übler Nachrede vorgehen und sogar auf Schadensersatz oder Schmerzensgeld pochen könnte, ist es äußerst schwierig, den jeweiligen Denunzianten herauszufinden. Denn zum einen werden die Beschuldigungen anonym abgegeben und zum anderen sitzt der Betreiber des Portals in den USA, und dort gelten andere Datenschutzrichtlinien und Ansichten zur Meinungsfreiheit als hier. Zwar kann man einen Beitrag entfernen lassen, aber das dauert seine Zeit und schützt nicht vor neuen Beleidigungen.
Während es bei anderen Bewertungsplattformen um sachliche Kritik an Angeboten oder Produkten, Dienstleistungen oder Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Funktion der beurteilten Person geht, stehen bei RottenNeighbor.com vor allem Privatpersonen im Zentrum des Interesses. Hier werden Streitigkeiten und Rachegelüste öffentlich ausgelebt. Der Nutzen dieser Plattform ist daher mehr als fragwürdig, zudem der Wahrheitsgehalt der Kommentare als recht gering einzuschätzen ist. Der persönliche Schaden, der mit dem Portal angerichtet werden kann, ist dagegen vielleicht unermesslich groß.
Online-Pranger oder wertvolle Informationsplattform – was halten Sie von RottenNeighbor.com
GelbeSeiten.de ganz vorn
„GelbeSeiten.de war mit mehr als sieben Millionen Visits und über 44 Millionen Page Impressions im August 2008 erneut das deutsche Online-Branchenverzeichnis mit den meisten Besuchen.“ Das meldet die GelbeSeiten Marketing GmbH in einer Pressemitteilung.
Bereits im Juli habe das Portal mit über sieben Millionen Visits unter den Online-Branchenverzeichnissen ganz vorne gelegen und diesen Vorsprung auch im August beibehalten können, so das Unternehmen weiter. Es beruft sich dabei auf die aktuellen Zahlen zur Online-Mediennutzung, die von der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (kurz IVW genannt) in Berlin veröffentlicht wurden.
Bei der IVW handelt es sich um eine unabhängige Einrichtung, die von Medienunternehmen, Werbungtreibenden sowie Werbe- und Media-Agenturen getragen wird. Sie ermittelt und prüft die Verbreitung von Werbeträgern und liefert dadurch Daten, die für Verbraucher, Werbende und Wettbewerber von Interesse sind. Dabei werden für Online-Medien unter anderem die Anzahl der von Nutzern abgerufenen Seiten (PageImpressions) sowie die Summe der einzelnen zusammenhängenden Nutzungsvorgänge (Visits beziehungsweise Besuche) ermittelt.
Schaut man sich diese Daten bei der IVW noch etwas genauer an, sieht man, dass GelbeSeiten.de im Juli 2008 mit 7.060.898 die meisten Besuche seit deren Erfassung im August 2004 überhaupt verbuchen konnten. Im August ging diese Zahl wieder leicht zurück. Die Seitenaufrufe dagegen lagen mit 66.958.342 im März 2006 schon mal wesentlich höher als derzeit.
Die bei der IVW verzeichneten Wettbewerber können da nur schwerlich mithalten. So wurden für Klicktel.de im August gute 4,8 Millionen Visits und circa 30 Millionen Seitenaufrufe gezählt. GoYellow.de konnte im gleichen Zeitraum nur knappe drei Millionen Besuche und etwa 16 Millionen PIs aufweisen und das Web2.0-Banchenbuch Qype.com rund 3,5 Millionen Nutzungsvorgänge und fast 12,5 Millionen aufgerufene Seiten
Scharfe Bilder für Google Maps
Seit Anfang September wird unser Globus von einem weiteren wachsamen Auge beobachtet – und zwar von dem Satelliten GeoEye-1 des amerikanischen Unternehmens GeoEye. Der soll künftig aktuelle Bilder von der Erde unter anderem an Google liefern.
Wie GeoEye in einer Pressemeldung erklärt, kann der neue künstliche Erdtrabant, der in einer Höhe von 681 Kilometern unseren Planeten umkreist, Fotos mit der derzeit besten Auflösung im zivilen Bereich erstellen. Diese betrage bei schwarz-weiß Bildern 0,41 Meter und bei Farbfotos 1,65 Meter. Das heißt, man erkennt auf den Aufnahmen Objekte auf der Erdoberfläche ab einer Größe von 41 beziehungsweise 165 Zentimetern.
Einem Bericht des Online-Magazins CNet zufolge haben Google und GeoEye einen Vertrag geschlossen, wonach der Suchmaschinengigant der einzige Anbieter von Online-Kartendiensten sei, der diese Bilder verwenden dürfe. Google wolle sie für seine Internetanwendungen Google Maps und Google Earth nutzen. Allerdings wird Google seinen Usern wohl nicht die beste Auflösung der Bilder zur Verfügung stellen können. Denn US-Bestimmungen erlauben laut GeoEye für den kommerziellen Bereich nur Fotos mit einer Auflösung von 0,5 Metern und schlechter
Dialo.de: Neuer Look und veränderte Navigation
Bei dem lokalen Such- und Beurteilungsservice dialo.de gab es Ende August einen Relaunch. Dabei wurde das Design des Internetauftritts etwas aufgehübscht und die Navigation optimiert.
Das soll den Nutzern eine schnellere Orientierung ermöglichen, erklärt der Betreiber, die Dialo GmbH & Co. KG, in einer Pressemitteilung. Durch die Renovierung des Auftritts erhielt die Kartensuche eine prominentere Platzierung weiter oben auf der Startseite. Auch die Städteinformationen (City Guides) wurden dabei verstärkt ins Zentrum des Portals gerückt. Der Link dahin findet sich nicht mehr nur in der rechten Navigationsleiste, sondern zusätzlich auch in der Mitte der Seite als Reiter neben der Branchensuche. In diesen „City Guides“ erhalten die User zu einigen deutschen Großstädten allgemeine Informationen, Fotos und eine Auswahl von lokalen Top-Anbietern.
Die Suchmöglichkeit „Name zu Nummer“ gibt es dagegen nun nicht mehr. Damit konnte man bislang über eine bekannte Telefonnummer den Namen und die Anschrift des Anschlussinhabers herausfinden. Ebenso verschwunden aus der Suchmaske ist der Reiter „Personensuche“. Diese Suchoption existiert allerdings noch – nur erscheint sie jetzt erst, nachdem man eine Suchanfrage gestartet hat in der Trefferliste.
Auch für die verzeichneten Unternehmen bietet der Web2.0-Dienst etwas Neues: Laut der Dialo GmbH haben Firmen, Handwerker und Dienstleister nun die Möglichkeit, auf der Bewertungsplattform über Wallpaper und Banner Werbung zu schalten
Vier Jahre OpenStreetMap
Die Mitmach-Weltkarte OpenStreetMap, kurz OSM, erfreut sich derzeit stetig wachsender Beliebtheit. Zum gegenwärtigen Zeitpunk, ein paar Wochen nach ihrem vierten Geburtstag, umfasst die OSM-Gemeinde bereits rund 60.000 registrierte Mitglieder.
Laut der Statistik der Community sind dies fast doppelt so viele wie noch im April dieses Jahres. Das hängt sicherlich auch mit an dem massiven Popularitätszuwachs, den das Projekt in letzter Zeit erfuhr. Seit dem Frühjahr verging kaum eine Woche, in der in den Medien – zumindest in Deutschland – nicht in irgendeiner Form darüber berichtet wurde. Vor allem liegt es aber wohl an dem Konzept des Web2.0-Projekts.
Das nämlich wurde im Sommer 2004 von dem Briten Steve Coast ins Leben gerufen mit dem Ziel, gemeinsam mit anderen Usern eine frei verfügbare Geodatenbank zu erstellen. Weltweit kann sich seitdem jeder an der Neuvermessung des Globus beteiligen und beispielsweise auf Spaziergängen oder Fahrradtouren mit einem GPS-Gerät Geodaten etwa von Straßen, Flüssen, Wäldern, Wanderwegen oder Gebäuden sammeln und diese danach bei OSM eingeben. Aufnehmen kann man dabei alles, was in einer Karte von Interesse sein könnte. Mapping nennt sich diese Tätigkeit. Aber auch wer nicht über ein GPS-Gerät verfügt, ist in der Community willkommen – etwa um Daten zu kontrollieren und zu vervollständigen, um dafür zugelassene Luftbilder abzuzeichnen oder um bei der Softwareentwicklung mitzuarbeiten.
Da die Community auf diese Weise sämtliche Geoinformationen selbst erhebt, hat sie auch die Rechte daran und kann sie daher frei zur Verfügung stellen. Das heißt, jeder darf diese Daten lizenzkostenfrei einsetzen und beliebig weiterverarbeiten – auch zu kommerziellen Zwecken. Das veränderte Material muss lediglich ebenfalls frei sein und OSM als Quelle erwähnt werden. Das Besondere daran ist, dass man hierbei nicht nur die Karten nutzen kann, sondern auch die Geodaten in ihrer Rohform. Darin liegt neben der Kostenfreiheit ein weiterer großer Unterschied zu anderen Kartendiensten wie etwa Google Maps. Wie OSM in den FAQs erklärt, stelle Google zwar Karten kostenlos zur Verfügung, nicht aber die zugrunde liegenden Geodaten. Man könne die Karten also nur so nutzen, wie sie angeboten werden.
Innerhalb der vergangen vier Jahre ist das Projekt erstaunlich weit gediehen. Freilich gibt es in der Erfassung der Daten regional extreme Unterschiede. Das liegt in der Natur eines Projektes, das allein auf die Mitarbeit der Nutzer setzt. So sind in Deutschland viele größere Städte bereits detaillierter erfasst als bei der Konkurrenz. Man findet hier mitunter sogar beispielsweise Briefkästen, Bushaltestellen, Altglascontainer oder Cafés verzeichnet. In ländlichen Gebieten dagegen gibt es noch reichlich „weiße Flecken“. Viele Straßen fehlen oder enden bisweilen im Nirgendwo, kleine Ortschaften sind nicht verzeichnet und auch in Kleinstädten sind häufig nur die größeren Durchgangsstraßen vorhanden. Noch leerer sind die Karten von zahlreichen anderen Gegenden dieser Welt. In Deutschland und weiteren reichen Industrienationen wird die Datenmenge vermutlich in den nächsten Jahren wesentlich ansteigen – im Gegensatz zu armen Ländern, in denen kaum jemand einen Computer geschweige denn einen Internetzugang oder ein GPS-Gerät besitzt
Qype jetzt auch mit Events
Die lokale Such- und Bewertungsplattform Qype hat in der letzten Augustwoche ihr Angebot um eine neue Funktion erweitert: Unter dem Reiter „Events“ können die User nun zum Beispiel Veranstaltungen an einem bestimmten Ort finden, bewerten, kommentieren oder selbst eintragen und angeben, ob sie hingehen.
Darauf macht Qype-CEO Stephan Uhrenbacher im Unternehmensblog aufmerksam. Er sieht diesen neuen Veranstaltungskalender als die wichtigste Erweiterung des Portals. Sie sei geradezu zwingend gewesen, denn schon früher hätten Qype-Nutzer Feuerwehrfeste, Rockkonzerte und Co. empfohlen.
Das neue Feature wurde laut Uhrenbacher zeitgleich in der deutschen, englischen und französischen Ausgabe von Qype frei geschaltet. Bereits zu seinem Start seien damit insgesamt über 150.000 Veranstaltungen abrufbar gewesen. Woher diese Daten stammen, erklärt Uhrenbacher allerdings nicht
Live Search Maps: Update bringt einige Neuerungen
Vor ziemlich genau einem Jahr hat Microsoft in Zusammenarbeit mit suchen.de den lokalen Suchservice Live Search Maps in Deutschland gestartet (wir berichteten). Seit dem hat sich einiges bei diesem Dienst getan. Erst kürzlich gab es ein weiteres Update.
Neu sind zum Beispiel die so genannten Collections, die Microsoft Business Manager Toni Pelg im Windows Live Blog als eine Sammlung interessanter Orte, wie Sehenswürdigkeiten, Plätze in Parks oder gute Restaurants beschreibt. Diese Collections sind entweder über den gleichnamigen Link oder den Menüpunkt „Erkunden Sie die Welt“ auf der Startseite zu jedem beliebigen Kartenausschnitt abrufbar – sofern man tief genug in die Karte gezoomt hat. Es erscheinen dann links in der Liste neben der Kartenansicht die gefundenen Treffer. Sie stammen von den unterschiedlichsten Webseiten, und man kann sie sich nach Entfernung, Relevanz oder Datum sortiert anzeigen lassen. Gleichzeitig werden diese Einträge in der Karte mit Icons lokalisiert und lassen sich hier per „Mouse-over“ öffnen.
In einer Pressemitteilung von Microsoft heißt es hierzu, dass diese Collections von Usern aus der ganzen Welt stammten. Das merkt man, denn man erhält Einträge in allen möglichen Sprachen, was – sofern man nicht äußerst sprachbegabt ist – nicht sehr hilfreich ist. Anders als Microsoft angibt, wird der Inhalt allerdings nicht ausschließlich von anderen Nutzern erstellt, sondern es werden auch nicht selten Treffer von Webseiten geliefert, die keinen User Generated Content bieten, beispielsweise tagesschau.de. Anzumerken ist daneben, dass – zumindest bei unserem Test – der Link „Mehr Info“, über den man eigentlich auf „externe Quellen mit weiterführenden Informationen“ gelangen sollte, häufig ins Leere führt. Das heißt, es öffnet sich lediglich eine weitere Kartenansicht. Überdies werden viele Treffer mehrfach gelistet. Alles in allem wirkt dieses neue Feature eher unausgegoren.
Viel praktischer sind da schon die anderen Neuerungen auf Live Search Maps. So kann man sich nun auch in der Vogelperspektive Beschriftungen – also Straßennamen und Gebäudebezeichnungen – anzeigen lassen, was die Orientierung wesentlich vereinfacht. Ziemlich gut funktioniert auch das neue Fußweg-Feature im Routenplaner. Damit können sich bei Strecken bis zu 30 Kilometern nun auch Fußgänger den Weg weisen lassen. Live Search Maps berücksichtigt dabei in vielen Fällen auch Wege durch Parks und Grünanlagen. Auch bei der lokalen Suche nach Unternehmen, deren Treffer suchen.de liefert, hat sich einiges getan. So werden unter anderem nun auch Detailinformationen wie Öffnungszeiten gelistet. Und der Nutzer kann die gefunden Anbieter jetzt kostenlos anrufen sowie ihre Kontaktdaten mit wenigen Mausklicks in sein Outlook [Windows] oder Entourage/Mail [Mac] übernehmen.
11880.com mit Bewertungen aus anderen Portalen
Schon seit Januar dieses Jahres bietet die 11880.com ihren Usern die Möglichkeit, Beurteilungen anderer Nutzer zu den gefundenen Anbietern zu lesen oder eigene abzugeben (wir berichteten). Nun wurde dieses Web2.0-Feature erweitert.
Dazu arbeitet das Auskunftsportal jetzt mit einigen anderen Portalen zusammen und bindet deren User-Bewertungen in die eigene Webseite ein. Einem Eintrag im Unternehmensblog zufolge sind diese Partner die Informations- und Bewertungsplattform für Autofahrer Autoplenum.de, das Patientenportal DocInsider.de sowie die Gastronomie-Seiten Hotel.de und Restaurant-Kritik.de.
Durch diese Kooperationen seien nun insgesamt über 80.000 Bewertungen auf der 11880.com zu finden, heißt es im Blog weiter. Und damit nicht genug – das Unternehmen will eigenen Angaben zufolge nach und nach versuchen, noch weitere Partner zu finden







