Archiv für Oktober 2008
Yahoo! Websuche: Mehr lokaler Inhalt dank SearchMonkey
Durch die Einbindung von Inhalten seiner offenen Entwickler-Plattform SearchMonkey kann Yahoo! in den Ergebnissen seiner Websuche nun noch mehr lokale Informationen anbieten.
Vor rund fünf Monaten hatte Yahoo! die Plattform SearchMonkey der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Dabei handelt es sich, wie Yahoo! in einer Pressemitteilung erklärt, um eine kostenlose Open-Source-Technologie, mit der Webseiten-Betreiber den Inhalt und das Erscheinungsbild ihrer Sucheinträge selbst gestalten und kontrollieren können. Sie können damit beispielsweise Bilder, Kurzinfos und Links in das algorithmische Suchergebnis integrieren. Die auf diese Weise bearbeiteten Einträge nennt Yahoo! „Strukturierte Ergebnisse“. Den Suchenden sollen sie schnell Antworten bieten. So zeige ein solcher Treffer ohne zusätzliche Klicks bereits die wichtigsten Informationen wie etwa Preisangaben, Bewertungen oder Kontaktadressen auf einen Blick.
Die SearchMonkey Applikationen stehen den Suchenden unter anderem in der „Yahoo! Galerie“ zu verschiedenen Themenbereichen, darunter auch „Lokales“, zur Verfügung. Hier können angemeldete User die Module nach Belieben ihren Suchergebnissen hinzufügen oder sie aus ihnen entfernen.
Von Zeit zu Zeit bindet Yahoo! bewährte Anwendungen aber auch direkt in die Websuche ein. Dadurch sind sie automatisch für alle Nutzer zu sehen. Letzthin wurden in die US-Ausgabe der Yahoo! Websuche zusätzlich zu Yelp und Yahoo! Local die Applikationen der lokalen Such- und Bewertungsplattform CitySearch und des Restaurant- und Hotelführers Zagat eingefügt. Darauf weist das SearchMonkey Team im Yahoo! Search-Blog hin. Damit sei die Suche nach lokalen Unternehmen über die Yahoo! Websuche schneller und unmittelbarer denn je. So liefere die CitySearch-Applikation bei einer lokalen Suchanfrage nach Restaurants beispielsweise Bewertungen, Öffnungszeiten, Adressen und Telefonnummern von Gaststätten direkt auf die Suchergebnisseite. Auch Links zu jedem Restaurantprofil, zu den Beschreibungen der Nutzer und zu einer Karte würden angezeigt. Auf diese Weise erhalte der Nutzer direkt die Informationen, nach denen er suche.
In der deutschen Ausgabe der Yahoo! Websuche müssen die Nutzer noch selbst aktiv werden, wenn sie möchten, dass etwa lokale strukturierte Ergebnisse in ihren Resultaten angezeigt werden. In der „Such Galerie“ stehen ihnen beispielsweise SearchMonkey-Module von Qype, meinestadt.de oder dialo.de zur Verfügung.
Qype spricht Spanisch
Qype wird immer internationaler: Nach dem Deutschland-Start im Frühjahr 2006 folgte gut ein Jahr später der Launch in England und im Frühjahr 2008 der in Frankreich. Seit dem Sommer dieses Jahres gibt es länderspezifische Portale für die Schweiz und Österreich, und seit kurzem ist Qype auch mit einer spanischen Version online.
Darauf weist Qype-CEO Stephan Uhrenbacher im Unternehmensblog hin. Das ist aber nicht nur für spanische Nutzer von Vorteil, auch die Deutschen profitieren davon. Denn, wie Uhrenbacher erklärt, finde man dadurch nun auch auf der hiesigen Qype-Seite etwa Geschäfte, Hotels oder Restaurants in Barcelona, Madrid und Co.
Mit der spanischen Ausgabe ist das lokale Such- und Bewertungsportal nach der deutschen, englischen und französischen nun in der vierten Sprachversion verfügbar.
Google Maps baut verstärkt auf das Wissen der User
Vor Ort kennen sich die Anwohner am besten aus. Das weiß auch Google. Daher erlaubt der Suchmaschinenriese nun auch den Anwendern der deutschen Ausgabe von Google Maps, die Suchergebnisse zu bearbeiten.
Einträge bewerten und beurteilen dürfen Besitzer eines Google-Accounts bereits seit Juni 2007. Jetzt haben sie aber auch die Möglichkeit, diese zu ändern – etwa, wenn die Adressangabe nicht richtig beziehungsweise unvollständig oder die Markierung auf der Karte falsch positioniert ist. Ein veralteter Treffer kann überdies auch vollständig gelöscht werden. All diese Funktionen findet man im jeweiligen Infofenster eines Suchresultates mit Klick auf den Link „Bearbeiten“. Das geht allerdings nur, solange der Inhaber des Unternehmens nicht bereits Anspruch auf den Brancheneintrag erhoben und die Angaben damit selbst verifiziert hat.
Fehlt eine Location, können registrierte Anwender außerdem nun auch die Ergebnisse komplettieren. Dazu klickt man links unter der Trefferliste auf „Ort zur Karte hinzufügen“.
Diese Features bietet Google übrigens den Nutzern anderer Länderausgaben von Google Maps – wie beispielsweise der US-Version – schon seit März dieses Jahres (wir berichteten).
pointoo lässt Pilotphase endgültig hinter sich
Bereits im Juli 2006 war pointoo offiziell an den Start gegangen. Ende Mai 2007 verließ das Portal dann den Beta-Status. Nach einem Relaunch präsentiert sich die lokale Suchplattform aus dem Hause der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck seit kurzer Zeit mit mehr Inhalt, neuen Funktionen und einer verbesserten Benutzerführung.
Das erklärt der Betreiber in einer Pressemitteilung.
Anders als ortsbezogene Such- und Bewertungsplattformen wie Qype, Dialo.de und Co. ist pointoo in erster Linie ein „location bookmark service“. Das heißt, hier können die Nutzer nach „Plätzen“ wie etwa Restaurants, Museen, Einkaufsmöglichkeiten, Ärzten oder Handwerkern an einem bestimmten Ort suchen und – so sie angemeldet sind – ihre persönliche Sammlung interessanter Locations anlegen. Dennoch hat pointoo auch einige Ähnlichkeiten mit den erwähnten Beurteilungsdiensten. Denn es erlaubt seinen Mitgliedern, die Plätze, die sie in ihre Sammlung aufgenommen haben, mit Kommentaren zu versehen und diese zu veröffentlichen. Und wer beispielsweise seine Stammkneipe oder den Lieblingsbäcker um die Ecke über die Suchfunktion nicht gefunden hat, kann auch neue Locations anlegen. Durch den jüngsten Relaunch ist es den Usern überdies nun möglich, allen Einträgen noch mehr Informationen – wie etwa Öffnungszeiten oder Bilder – hinzuzufügen.
Neu ist auch, dass der Inhalt nicht mehr nur von den Anbietern selbst oder den Usern stammt, sondern auch von anderen Bewertungsplattformen. Dabei arbeite der Service laut eigenen Angaben jetzt mit renommierten Partnern zusammen – wie zum Beispiel mit Helpster.de im Bereich der Arzt-Bewertungen oder Autoplenum.de, wenn es um die Beurteilung von Autowerkstätten geht. Mit weiteren Portalen stehe man schon in Verhandlungen. Die Daten der gefundenen Plätze harmonieren dem Betreiber zufolge mit gängigen mobilen Navigationsgeräten und sollen schnell und einfach auf diese übertragen werden können.
pointoo ist aber nicht nur eine Such- und Bookmarkingplattform, sondern es besitzt seit dem Relaunch auch noch mehr Community-Charakter. Über die Möglichkeit der Kontaktaufnahme der Nutzer untereinander entstehe zusätzlich zu der reinen Information ein Netzwerk von Menschen, die sich für die gleichen Dinge oder Orte interessieren, so die Macher des Dienstes. So gebe es deutschlandweit vielleicht nur wenige hundert Menschen, die nach den besten Motocross-Strecken suchen – dank der Funktionalitäten bei pointoo.de könnten sie sich finden.
Google Maps rückt lokale Anzeigen mehr in den Mittelpunkt
Schon seit Längerem kann man in den Suchtreffern bei Google Maps ortsbezogene Werbung buchen. Nun erscheinen einige dieser Anzeigen zusätzlich an prominenter Stelle – nämlich direkt unter der Karte.
Die bei Google Maps geschalteten Anzeigen werden in die Trefferliste links eingefügt – und zwar über oder unter den Suchergebnissen. Um die Reklame deutlich von den organischen Resultaten abzugrenzen, unterlegt der Suchmaschinenriese sie blau und versieht sie mit dem Wort „Anzeige“. Außerdem blendet Google sie auch direkt in die Kartenansicht ein. Während die natürlichen Suchtreffer hier mit roten Markierungen versehen sind, können die werbenden Unternehmen dafür ein spezielles Symbol auswählen, das mit ihnen oder ihrem Angebot in Zusammenhang steht.
Pro Ergebnisseite werden insgesamt nur vier Adwords-Anzeigen dargestellt, wobei über den Resultaten eine und darunter drei geschaltet werden können. Neu ist, dass die unteren drei Anzeigen nun auch unter der Kartenansicht und damit in der Mitte der Seite gezeigt werden. Allerdings ist dabei immer nur eine Annonce sichtbar. Über die Pfeiltasten rechts kann der User sich auch die anderen ansehen.
Der Grund für diese Maßnahme könnte der sein, dass zahlreiche User sich wahrscheinlich nur die oberen Suchergebnisse ansehen. Dadurch nehmen viele die Anzeigen am Ende der Seite vermutlich gar nicht mehr wahr. Mit der zusätzlichen Einblendung unter dem Kartenfeld versucht Google vielleicht, dem entgegenzuwirken.
skobbler – Handy-Navi und lokale Suche mit UGC
Seit Ende September befindet sich skobbler im „Public Beta“-Status und ist somit nun auch für die breite Öffentlichkeit verfügbar.
Entwickelt hatte es ursprünglich der Hamburger Navigationsanbieter Navigon. Im September wurde es jedoch ausgegründet und wird nun von der skobbler GmbH in Hamburg betrieben. Sein Name – skobbler – leitet sich, wie Oliver Kühn, Mitglied der Geschäftsführung, im Unternehmensblog erläutert, von dem lateinischen Wort „copula“ ab. Das bedeutet Band, Seil oder auch Verbindung. Und Letzteres will skobbler nach eignen Angaben auch sein – es will Menschen zusammenführen.
skobbler hat zwei Schwerpunkte. Der eine ist ein so genanntes Offboard-Navigationsystem für Handys, bei dem die benötigten Daten nur auf Anfrage vom Server auf das Gerät gesendet werden. Dabei entstehen dem User Kosten für die Datenübertragung, die je nach Netzbetreiber und Vertrag unterschiedlich hoch sind. Ansonsten ist skobbler aber kostenlos. Um den Service zur Navigation nutzen zu können, braucht man ein Mobiltelefon mit integriertem oder externem GPS-Empfänger und die Software „skobbler mobil“, die auf der Webseite zur Verfügung steht. Welche Handymodelle unterstützt werden, kann man da ebenfalls nachlesen.
Soweit unterscheidet sich skobbler nicht sehr von anderen vergleichbaren Systemen, wie etwa dem Ö-Navi (wir berichteten). Eine Besonderheit bei skobbler ist jedoch, dass es neben einer Wegbeschreibung für Autofahrer bei Strecken unter fünf Kilometern auch eine spezielle Navigation für Fußgänger anbietet.
Der andere Schwerpunkt von skobbler ist eine ortsbezogene Such- und Bewertungsplattform mit Community-Charakter im Internet. Hier kann, wer registriert ist, über eine Suchmaske nach lokalen Anbietern wie etwa Cafés oder Friseuren an einem bestimmten Ort fahnden oder sie beispielsweise bewerten und mit Fotos ergänzen. Der Dienst, so Oliver Kühn im Gespräch mit dem Lokale Suche Blog, verwende unter anderem Datenmaterial von Navteq und Mecomo sowie von den Nutzern eingestellte Inhalte (User Generated Contend, kurz UGC). Recht praktisch ist auch das SMS-Feature. Damit lässt sich die Adresse eines über die lokale Suche gefundenen Anbieters als Kurznachricht kostenlos aufs Handy senden. Sämtliche Inhalte der Webseite sind aber auch mit der mobilen Anwendung über die Umkreissuche abrufbar.
Meinestadt.de: Veranstaltungskalender wächst und wächst
Schon seit geraumer Zeit bietet die Städteseite meinestadt.de ihren Nutzern auch einen Veranstaltungskalender, mit dem man Feste, Konzerte und Co. vor Ort finden kann (wir berichteten). Der wurde in letzter Zeit mehrfach erweitert.
So gab die allesklar.com AG, der Betreiber von meinestadt.de, Ende September in einer Pressemitteilung zunächst die Kooperation mit dem deutschen Ticketanbieter CTS Eventim bekannt. Durch diese Zusammenarbeit verstärke das Portal sein Angebot an beliebten Top-Veranstaltungen, heißt es da. Außerdem könne man seine Eintrittskarte nun über einen Link zu eventim.de auch gleich bestellen.
Nur rund eine Woche später gab es dann noch einen Nachschlag in Sachen Events. Einer Presseerklärung zufolge hat meinestadt.de mit drei weiteren Partnern Abmachungen geschlossen. So sollen der Kulturinformationsdienst kulturkurier.de sowie die beiden Partyportale tilllate.com und nachtausgabe.de den Veranstaltungskalender nun mit weiteren interessanten Terminen füllen.
Die neuen Kooperationspartner unterscheiden sich laut der allesklar.com AG insbesondere in ihrer inhaltlichen Ausrichtung. Bei kulturkurier.de handele es sich um den größten Online-Informationsservice von hochkarätigen Kulturveranstaltungen in Deutschland. Zahlreiche Partytermine bestimmten hingegen den Inhalt der Seiten von tilllate.com und nachtausgabe.de.
Zu finden ist der Veranstaltungskalender von meinestadt.de unter dem Menüpunkt Freizeit mit Klick auf Veranstaltungen. Hier kann man übrigens auch Events kostenlos eintragen.
„Talking Points“ – Lokale Informationen für Blinde und Sehende
Man stelle sich vor, man ginge durch eine Straße in einer Stadt und erhielte zu Gebäuden, Geschäften oder Restaurants, an denen man soeben vorbei geht, alle möglichen Informationen geradewegs auf sein Handy gesendet. Mit einem neuem Bluetooth-System könnte dies vielleicht einmal funktionieren.
Es heißt „Talking Points“ und wurde von Wissenschaftlern an der Universität von Michigan in der US-amerikanischen Stadt Ann Arbor entwickelt.
Einer Pressemitteilung zufolge ist dieses System in erster Linie für sehbehinderte Menschen erdacht worden, um ihnen unterwegs Auskünfte über ihre direkte Umgebung zu vermitteln. Denn Blinden sei es zwar möglich, von Punkt A nach Punkt B zu kommen. Aber woran sie dabei vorbei gingen, bleibe ihnen nicht selten verborgen, erklärt James Knox, einer der Entwickler des Dienstes. „Talking Points“ soll dies ändern. Außerdem könnte es sehbehinderten Menschen dabei helfen, beispielsweise öffentliche Toiletten, Polizeistationen, Haltestellen von Bussen und Bahnen oder Restaurants mit Speisekarten in Brailleschrift zu finden.
Aber nicht nur für Sehbehinderte könnte dieser Service sehr nützlich sein, sondern auch für Sehende, fügt Knox hinzu. Denn über das System könnte man zum Beispiel im Vorbeigehen auch auf aktuelle Sonderangebote von Geschäften aufmerksam gemacht werden. Vorstellbar sei ebenso die Möglichkeit, Kritiken und Bewertungen von anderen Kunden zu den Läden oder Restaurants, vor denen man gerade steht, abzurufen.
Funktionieren soll dies über Bluetooth-Sender, die den Forschern zufolge weniger als 20 US-Dollar kosten und überall dort angebracht werden könnten, wo jemand den Passanten Auskünfte geben möchte – also beispielsweise an Geschäften, Restaurants, Parks, Sehenswürdigkeiten, städtischen Einrichtungen oder anderen wichtigen Orten. Ein mobiles Endgerät soll die davon ausgehenden Bluetooth-Signale dann empfangen und die dadurch erhaltenen Informationen entweder – je nach Nutzer – vorlesen oder auf dem Display anzeigen. Angedacht ist, dass die Eigentümer der Sender die ausgestrahlten Mitteilungen über eine Webseite jederzeit bearbeiten und aktualisieren können. Außerdem sollen alle Nutzer die Möglichkeit erhalten, die mit Sendern ausgestatteten Orte im Internet zu kommentieren und zu bewerten.
Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass zwar bereits vergleichbare Systeme existieren. „Talking Points“ sei jedoch der erste Dienst, der Bluetooth nutze, der sowohl sehbehinderte als auch sehende Menschen anspreche, der es ermögliche, gänzlich über Sprache bedient zu werden, und der auch von Nutzern erstellte Inhalte (user generated content) anbiete.
Google Maps: Mit Bus und Bahn durch New York
Im Oktober des vergangenen Jahres wurde Google Transit in den Routenplaner von Google Maps integriert (wir berichteten). Seit dem kann man mit diesem Dienst Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln in immer mehr Städten und Ländern planen. Kürzlich kam New York hinzu.
Darauf macht Google-Mitarbeiter Chris Harrelson im offiziellen Unternehmensblog aufmerksam. Er wertet dies als einen gigantischen Schritt. Denn immerhin könnten nun mehr als 20 Millionen Menschen, die in und um New York lebten, ebenso wie mehrere Millionen Besucher jährlich Informationen zu Bussen und Bahnen einfach per Mausklick abrufen.
Insgesamt gibt es Google Transit nun laut Harrelson weltweit für über 170 Städte und Länder, darunter befänden sich über 70 in Nordamerika und 81 in China. Außerdem sei der Dienst für einige Orte in Europa und Australien verfügbar sowie für ganz Japan, die Schweiz und Österreich.
Auch wenn darunter bislang noch keine deutschen Gebiete vertreten sind, kann man über die deutsche Google Maps-Version diesen Dienst in den Städten beziehungsweise Ländern, wo er vorhanden ist, abrufen. Dann nämlich erscheint im Routenplaner neben der Auswahl „mit dem Auto“ und „Fußweg“ auch die Option „Öffentliche Verkehrsmittel“ (engl. „By public transit“).
GeoGraffiti: Lokale Informationen zum Anhören
Ende April dieses Jahres startete die lokale Sprachplattform GeoGraffiti den Probelauf. Offensichtlich mit Erfolg, denn kürzlich hat sie die Beta-Phase verlassen. Das meldet der Betreiber in einer Pressemitteilung.
GeoGrafitti ist ein lokales Bewertungsportal für die USA, dessen Inhalt ausschließlich von seinen Nutzern erstellt wird. Man kann hier ortsbezogene Informationen etwa zu Restaurants, Geschäften oder Parks erhalten oder selbst Orte jedweder Art beschreiben und bewerten.
Das klingt nicht neu. Im Unterschied zu anderen lokalen Empfehlungsdiensten liegen diese Beurteilungen bei GeoGrafitti jedoch nicht in Schriftform vor, sondern ausschließlich als Sprachnachrichten – als so genannte Voice Marks. So steht denn auch das Telefon im Mittelpunkt dieses Web2.0-Dienstes. Das heißt, wer hier mitmachen möchte, kann den Service beispielsweise direkt unterwegs über sein Mobiltelefon anrufen und seine Nachricht einfach aufs Band sprechen. Diese wird laut GeoGrafitti dann mittels Postleitzahl oder den geografischen Koordinaten (Längen- und Breitengrad) mit einem Ort verbunden. Ebenso kann man sich per Handy auch die „Voice Marks“ anderer User zu seinem derzeitigen Aufenthaltsort anhören.
Freilich steht dieser Dienst aber nicht nur per Telefon zur Verfugung, sondern auch im Internet. Hier kann man über eine Google-Map („Search Map“) den Ort eingeben oder heranzoomen, über den man Informationen erhalten oder loswerden möchte. Die Plätze, zu denen bereits Sprachnachrichten existieren, sind mit einem blauen Lautsprechersymbol versehen. Mit Klick darauf kann man sie sich anhören und – so man registriert ist – sie bewerten oder darauf antworten. Will man Letzteres tun, muss man, ebenso wie beim Anlegen einer neuen „Voice Mark“, seine Telefonnummer angeben und wird dann von dem Dienst zurückgerufen.
Die Idee ist an sich nicht schlecht. Allerdings lässt die Qualität der Nachrichten schon rein akustisch nicht selten zu wünschen übrig, manche sind kaum verständlich. Das liegt zum Teil vermutlich an der Telefonverbindung, aber auch an der Sprechweise der User. Überdies ist der Inhalt bislang noch recht dürftig – es gibt nur relativ wenige „Voice Marks“. Das mag sich mit der Zeit ändern, je nachdem, wie erfolgreich der Dienst wird.







