Archiv für Dezember 2008
amAze: LocatioNet Systems und Telegate kooperieren
Das israelische Unternehmen LocatioNet Systems und die Telegate AG haben sich zusammengetan. Sie bieten nun gemeinsam amAze an – eine kostenlose Offboard-Navigationssoftware mit lokaler Suche für Mobiltelefone.
Darauf macht LocatioNet in einer Pressemitteilung aufmerksam. Der Dienst basiert auf dem bereits im letzten Jahr von LocationNet veröffentlichten Handy-Navigationsdienst amAze, und er heißt auch weiterhin so. Allerdings ist er jetzt hierzulande auch mit dem Online-Branchenverzeichnis 11880.com der Telegate AG verknüpft. Die Anwender können dadurch in dessen Datenbank nach Unternehmen in Deutschland suchen und sich direkt dahin navigieren lassen. Freilich zeigt amAze auch den Weg zu jeder anderen Adresse – wahlweise per Sprachanweisung oder visuell auf der Karte. Dafür benötigt man einen GPS-Empfänger. Der kann intern ins Mobiltelefon eingebaut oder extern über Bluetooth angeschlossen sein. Neben der Navigation stehen den Usern unter anderem auch detaillierte Kartenansichten, hochauflösende Satellitenbilder und ein Wetterbericht zur Verfügung.
Ähnlich wie vergleichbare Dienste – etwa Skobbler (wir berichteten) oder Ö-Navi (wir berichteten) – ist auch amAze kostenlos und wird über Werbung finanziert. Für den User können jedoch je nach Vertrag mit seinem Mobilfunkanbieter Kosten für den Datentransfer im Rahmen des Downloads und der Nutzung anfallen. amAze kann man sich zum Beispiel auf der mobilen Internetseite http://navi.11880.com direkt auf sein Handy herunterladen.
Handy-Ortung mit GPS-fähiger SIM-Karte
GPS für alle Handy-Besitzer? Der Chipkarten-Hersteller Sagem Orga und BlueSky Positioning, ein Entwickler von Ortungssystemen und -diensten, wollen das künftig möglich machen.
Dazu bringen sie gemeinsam eine SIM-Karte mit A-GPS (Assisted Global Positioning System) auf den Markt. Darauf weist Sagem Orga in einer Pressemitteilung hin. Diese Karte ist mit einem GPS-Empfänger und einer Antenne ausgestattet. Das soll die Ortsbestimmung möglichst genau und einfach machen.
Laut den Herstellern ist der Hauptzweck der A-GPS-SIM-Karte, bei Notrufen die Position des Telefons an die Einsatz- und Rettungsdienste weiterzuleiten. Aber auch die Kundenbasis für ortsbezogene Dienste (Location Based Services, kurz LBS) könne dadurch vergrößert werden. Wie François Blanchard, Global Account Marketing Manager bei Sagem Orga, in der Pressemitteilung erklärt, beginne für die SIM-Karte eine neue Ära, da sie nun eine echte Dienstplattform darstelle.
Wann die neuartige SIM-Karte erhältlich sein wird und was sie kostet, wurde von den Unternehmen bislang jedoch noch nicht bekannt gegeben.
Fröhliche Weihnachten!
Am 24. Dezember ist es wieder soweit: Je nach Tradition und Glaube kommen hierzulande das Christkind oder der Weihnachtsmann. In den USA schwingt sich Santa Claus in seinem Rentierschlitten durch die Lüfte, um Geschenke zu verteilen. Wer das nicht glaubt, wird eines Besseren belehrt: Dank des Ortungssystems Santa-Tracker kann man den gutmütigen Weißbart auf seiner Reise rund um den Erdball verfolgen.
Möglich macht es das North American Aerospace Defense Command, kurz NORAD . Das ist eine militärische Einrichtung der USA und Kanadas, die eigentlich für die Verteidigung des nordamerikanischen Luft- und Meeresraumes zuständig ist. An Heiligabend allerdings beobachtet sie auch mit Radar, Satelliten, Santa-Cams und Düsenjägern die Route des Weihnachtsmanns und stellt sie in Zusammenarbeit mit Google auf der „NORAD-Webseite zur Ortung des Weihnachtsmanns“ jedem zur Verfügung. Hier kann man diese dann zum Beispiel auf einer Google-Karte oder mit Google Earth verfolgen und erhält auch jede Menge weiterer interessanter Informationen rund um den dicken Geschenkeverteiler.
Schon seit 1955 wird Santas Flug vom US-Militär geortet – damals noch von dem Continental Defense Command (CONAD). 1958 übernahm dann dessen Nachfolger, das NORAD, diese wichtige Mission. Bis 1997 konnten Interessierte den jeweiligen Aufenthaltsort des Weihnachtsmannes jedoch nur telefonisch erfragen. Ein Jahr später ging das dann schon per Internet.
Geboren ist diese Tradition aufgrund einer falschen Telefonnummer, mit der ein Kaufhaus in Colorado Springs im Jahr 1955 für eine Weihnachtsmann-Hotline geworben hatte. Statt dieser bekamen Kinder damit aber den damaligen Einsatzleiter der CONAD an die Strippe. Der nahm sich der Sache an und ließ den Weihnachtsmann mit den Radarsystemen aufspüren, um allen Anrufern Auskunft über dessen Aufenthaltsort geben zu können.
Neue Suchmaschine will konkrete Resultate liefern
Ende November ist mit WeFind ein neuer Web2.0-Suchdienst an den Start gegangen.
Wie seine Macher in einer Pressemitteilung erklären, bestehe ihr Ziel darin, den Suchenden konkrete Antworten und sauber strukturierte Informationen zu liefern. Dafür bestimme WeFind zunächst automatisch das Themengebiet (beispielsweise „Allgemein“ oder „Gesundheit“) der Suche und gliedere die Treffer in so genannte Spezialgebiete.(etwa „Aktuelle News“, „Apotheken“ oder „Cafés“).
Zu diesem Zweck seien neue Spezialsuchmaschinen zum Beispiel für die Recherche in News-Portalen und Blogs entwickelt sowie Produkte von Kooperationspartnern integriert worden. WeFind arbeitet nach eigenen Angaben mit nationalen und internationalen Suchpartnern zusammen. Der Nutzer finde etwa Bücher und weitere Produkte von Amazon, öffentliche Ausschreibungen vom Deutschen Auftragsdienst, Arztbewertungen von DocInsider oder Unternehmensinformationen von Firmenwissen.de.
Auch eine lokale Suche ist dem Betreiber zufolge möglich. Gebe der Nutzer beispielsweise „Naturheilverfahren in 10435“ ein, finde WeFind automatisch Ärzte, deren Fachgebiet Naturheilverfahren beinhaltet und deren Praxis sich in Berlin, Prenzlauer Berg befinde. Das funktioniert für eine Websuche ganz gut, wie unsere Testrecherchen ergaben.
Ab Mitte Januar 2009 will WeFind dann passend zum Thema der Suchanfrage auch Personen finden. Das Besondere daran ist, dass der User zu den gefundenen Personen dann mittels der WeFind-Community direkt Kontakt aufnehmen kann. “Dann wird sich erstmals der Kreislauf von Suche und Community schließen: Informationen können gesucht werden, WeFind zeigt automatisch passende Experten zum Thema an und stellt den Kontakt her. Nach einer Diskussion mit den Experten kann der Suchende auf Wunsch neue Erkenntnisse in WeFind publizieren, um selbst zum Experten zu werden”, kündigt Helmut Hoffer von Ankershoffen, Initiator und CEO der WeFind AG.in einer anderen Pressemitteilung an. Das erklärt dann auch, warum sich WeFind als Web2.0-Dienst sieht.
Betrieben wird der neue Suchservice von der WeFind AG, einer Tochterfirma der neofonie Technologieentwicklung und Informationsmanagement GmbH.
DasTelefonbuch fürs iPhone
Viele Anbieter lokaler Suchdienste haben inzwischen spezielle iPhone-Versionen im Programm (wir berichteten). Auch von DasTelefonbuch gibt es Software für das Mobiltelefon von Apple.
Laut einer Pressemitteilung des Frankfurter TVG-Verlages, der zusammen mit der DeTeMedien GmbH die Münchner, Hamburger und Berliner Exemplare von DasTelefonbuch herausgibt, finden die User damit unter anderem Telefonnummern und Adressen von Privatpersonen und Gewerbetreibenden auf lokaler Ebene ebenso wie bundesweit. Eine Internetverbindung sei hierfür nicht erforderlich, da Software und Datenbank auf dem Gerät liegen.
Das Design von „DasTelefonbuch. Deutschland für iPhone“ füge sich in die gewohnte Optik des Kulthandys ein. Bei der Suche könne man Name, Vorname, Ort, Postleitzahl und Straße beliebig kombinieren. Mit der phonetischen Suche finde die Software ähnlich geschriebene oder gesprochene Namen. Überdies gebe es auch eine Freitext-, eine Umkreis und eine Rückwärtssuche. Gefundene Einträge könne man direkt aus dem Programm heraus anrufen, per E-Mail anschreiben oder in die Kontaktdatenbank des iPhone übernehmen.
Beim aktuellen iPhone 3G arbeitet DasTelefonbuch laut TVG-Verlag zudem auch mit den Map- und Routingfunktionen zusammen. So könne man sich das Suchergebnis direkt im iPhone-Programm „Karten“ anzeigen lassen und als Ziel an die Routenberechnung übergeben.
Zu kaufen gibt es die Software über iTunes im App Store von Apple für 14,95 Euro.
Google Maps geht unter die Literaten
Google Maps dient nicht nur dem banalen alltäglichen Leben, sondern kann durchaus auch in der Kunst Verwendung finden.
Bewiesen hat das der Wiener Christoph Benda mit seinem außergewöhnlichen Web-Roman „Senghor on the rocks“. Außergewöhnlich ist er deshalb, weil alle Orte des Geschehens gleichzeitig auf Google Maps dargestellt werden.
Dafür seien laut der Projektbeschreibung erstmals alle Handlungselemente eines literarischen Textes mit geografischen und zeitlichen Koordinaten versehen und so im chronologischen Verlauf auf einer Karte darstellbar gemacht worden. Dadurch kann der Leser über animierte Satellitenbilder der Handlung folgen. Das ergibt ein ganz neues und bislang einmaliges Lesevergnügen.
Google peppt „Street View“ auf
Google hat seinem Google Maps Feature „Street View“ einige Verbesserungen spendiert und es stärker in den Mittelpunkt der lokalen Suche gerückt. Neben einer umgestalteten Navigation gibt es für die Straßenansichten auch ein paar neue Funktionen.
Davon berichten die Google-Mitarbeiter Stephane Lafon und Andy Szybalski im Google Lat Long Blog. Durch das Update wurde das gelbe Street-View-Männchen, der so genannte Pegman, prominent über dem Zoom-Schieberegler links in der Kartenansicht platziert. Es ist dadurch jetzt immer zur Nutzung parat. Möchte man sich 360°-Aufnahmen eines Ortes ansehen, zieht man es mit der Maus per Drag-and-Drop einfach auf die gewünschte Stelle in der Karte. Noch beeindruckender ist es allerdings, wenn man in eine Stadt, von der es Straßenansichten gibt, ganz hineinzoomt. Dann nämlich befindet man sich plötzlich in einem Straßenzug, den man vorher von oben betrachtet hat. Street View ist in diesem Fall die letzte Vergrößerungsstufe.
Von welchen Plätzen aber gibt es überhaupt Rundumfotos? Diese sind nämlich nicht mehr mit dem Kamera-Icon versehen. Man erkennt sie erst, indem man das Männchen über die Karte bewegt. Sie sind dann blau gekennzeichnet. Wenn man den Pegman kurz über eine solche Markierung hält, erscheint ein kleines Vorschaufenster. Lässt man ihn an dem gewünschten Ort los, taucht man direkt in die Straßenaufnahmen ein. Diese sind nun übrigens genauso groß wie die komplette Karte.
Damit man den Überblick nicht verliert, gibt es eine Mini-Map in der rechten unteren Ecke der Street-View-Ansicht. Sie zeigt die Umgebung des Ortes, an dem man sich gerade befindet. Außerdem kann man über sie auch den Pegman an eine andere Stelle setzten. Mit einem Klick auf die Pfeile links oben kann man diese Karte vergrößern beziehungsweise verkleinern.
Praktisch sind auch die neuen Bedienungselemente in der Straßenansicht. Mit dem Navigationsrädchen oder den Pfeiltasten links oben lassen sich die Ansichten drehen, und mit Klick auf Plus oder Minus kann man sie vergrößern oder verkleinern.
suchen.de mit neuem Gewand
Moderner und funktionaler: Die lokale Suchmaschine suchen.de präsentiert sich seit ein paar Tagen mit frischem Design und neuen Features.
Damit wolle man den Nutzern ein optimales Maß an Funktionalität und Flexibilität bieten, heißt es in einer Pressemitteilung des Betreibers, der t-info GmbH.
So steht die Kartensuche durch den Relaunch nun deutlich stärker im Mittelpunkt als zuvor. War sie bisher nur über einen extra Reiter erreichbar, ist sie jetzt direkt in die lokale Suche integriert. Dadurch kann man sich nun beispielsweise nach einer Suchanfrage je nach Wunsch die gefundenen Ergebnisse als Textversion oder in der Kartenansicht anzeigen lassen. Dabei ist es möglich, zwischen den beiden Varianten hin und her zu wechseln, ohne jeweils eine neue Suchanfrage starten zu müssen. Das geht ganz einfach über den Klick auf eines der beiden Icons in der neuen grauen Navigationsleiste über den Suchergebnissen.
Diese Leiste fungiert nun übrigens quasi als zentrales Bedienelement. In ihr sind jetzt alle wichtigen Funktionen zur Nutzung der Suchresultate und der Karteansicht vereint. Dadurch gewinnt der Dienst an Übersichtlichkeit. Hier finden sich die Links zu den verschiedenen Darstellungen als Karte, Hybrid oder Luftbild ebenso wie das Dropdown-Menü „Interessante Punkte“, über das man sich wichtige Orte in die Karte einblenden lassen kann. Auch die Funktionen zur individuellen Anpassung der Suchergebnisse durch die Features „Suche verfeinern“ und „Ergebnisse sortieren“ stehen jetzt hier zur Verfügung.
Daneben wurde auch die Trefferanzeige mit verbesserten Icons aufgepeppt, was laut t-info die Nutzerführung optimieren soll. Damit erkennt man nun auf einen Blick, ob zum Beispiel Informationen zu Öffnungszeiten vorliegen oder der Anbieter gratis angerufen werden kann. Leider gibt es jedoch keine Möglichkeit mehr, sich alle Ergebnisse oder einzelne Treffer ausdrucken zu lassen. Das aber soll sich noch ändern. Wie Benjamin Broshi von t-info dem Lokale Suche Blog mitteilte, seien die vorgenommenen Neuerungen nämlich nur die erste Stufe des Relaunches. Einige weitere Features – wie etwa eine Druckfunktion – sollen in absehbarer Zeit nachgereicht werden.
Auf Empfehlung – TestMyBIZ
Wer bei seiner Suche nach Unternehmen oder Dienstleistern vor Ort ausschließlich Anbieter zur Auswahl haben möchte, die von anderen Kunden als gut befunden wurden, kann ja mal bei dem Empfehlungsportal TestMyBIZ recherchieren.
Wie der Betreiber der Plattform, die TestMyBIZ GmbH in Bergisch Gladbach, in einer Pressemitteilung darlegt, können registrierte Kunden hier ihre Lieblingsgeschäfte beziehungsweise BIZ – abgeleitet vom englischen Wort business – eintragen und anderen weiterempfehlen. Daher sind hier auch nur positive Beurteilungen möglich, im Gegensatz zu anderen Bewertungsportalen wie beispielsweise Qype oder Dialo.de.
Für ihre Kritik stehen den Usern fünf Bewertungsstufen zur Verfügung – von „über Durchschnitt“ bis hin zu „absolute Spitze“. Das Ranking der Ergebnisse ergibt sich TestMyBIZ zufolge allein aus diesen Kundenbewertungen und ist vom Unternehmen selbst in keiner Weise beeinflussbar. Damit ein Anbieter hier allerdings vollständig und mit all seinen Bewertungen erscheint, muss er seinen Eintrag selbst frei schalten. So ein Basiseintrag ist kostenlos, soll er werbewirksamer gestaltet sein – also etwa mit weiteren Informationen zum Geschäft oder mit Bildern – muss man dafür jedoch zahlen.
Obwohl das Portal bereits seit September 2007 online ist, lässt die Anzahl der Einträge – zumindest bei unseren Testsuchen – noch ziemlich zu wünschen übrig.
mySonar: Lokale Community mit eigener Währung
Mit mySonar – einer lokalen Web-Gemeinde – können Mitglieder per Handy und PC neben Freunden, Flirts und Partys auch Locations wie Restaurants, Cafés, Fitness-Studios oder Tankstellen in der Umgebung finden.
Das erklärt der Betreiber, die mySonar GbR, in einer Pressemitteilung. Dazu reiche es, seinen Standort anzugeben und den gewünschten Umkreis zu wählen. Bereits zum Start der Community im Juli 2008 habe mySonar fast 30.000 solcher Orte in der Datenbank geführt. Inzwischen findet der Service eigenen Angaben zufolge schon mehr als 61.000 Plätze bundesweit.
Und sollte die eigene Lieblingslocation noch nicht dabei sein, kann man sie einfach melden. Dafür wird man sogar belohnt. Nämlich mit so genannten $onars. Das ist eine Community-Währung, mit der die Nutzer SMS versenden oder bei mySonar-Partnern vor Ort real bezahlen können. Gerade Letzteres ist eigentlich eine recht gute Werbeidee, denn Unternehmen, die $onars akzeptieren, können damit neue Kunden gewinnen und überdies Werbeplätze bei mySonar buchen.
Wer mySonar nutzen möchte, muss sich anmelden und braucht einen PC oder ein internetfähiges Handy. Der Dienst muss nicht installiert werden und ist an sich kostenlos. Allerdings fallen freilich die üblichen Verbindungsgebühren an.







