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Archiv für Januar 2009

Klicktel fürs iPhone

Viele lokale Suchdienste bieten inzwischen Anwendungen für das iPhone (wir berichteten). Auch von Klicktel gibt es nun mit „klickTel for iPhone“  eine spezielle Version für das Apple-Handy.

Wie der Betreiber des Online-Verzeichnisses, die telegate Media AG, in einer Pressemitteilung erläutert, bietet dieser Dienst dem iPhone-User Zugriff auf rund 30 Millionen Adressdaten und Telefonnummern von privaten und gewerblichen Teilnehmern. Die Suchergebnisse können für verschiedene Aktivitäten weiterverwendet werden – so könne man direkt bei der gefundenen Adresse anrufen, den Kontakt im persönlichen Adressbuch speichern oder die Anschrift für die Routenplanung nutzen. Außerdem gebe es eine Rückwärtssuche, mit der sich ein verpasster Anrufer ermitteln lasse, sowie aktuelle Verkehrsinformationen. Über eine Umkreissuche könne man sich überdies beispielsweise Geldautomaten, Fast-Food-Restaurants, Notapotheken oder Kaffeebars in der Nähe anzeigen lassen. Die integrierte GPS-Funktion ermittle dabei den aktuellen Standort des Nutzers.

Aber nicht nur den iPhone-Besitzern bietet Klicktel Neues – auch die Nutzer von BlackBerry-Geräten können jetzt sämtliche Funktionen der lokalen Suche nutzen. Laut Telegate Media bietet „klickTel for BlackBerry 3.2“ gegenüber den Vorgängerversionen eine vereinfachte Nutzerführung, erweiterte Kartenfunktionen und eine Rückwärtssuche.

Beide Dienste kann man sich unter http://mobile.klicktel.de herunter laden. „KlickTel for iPhone“ steht außerdem auch im iTunes App Store zur Verfügung.

t-info heißt jetzt Searchteq

Der Betreiber der lokalen Suchmaschine suchen.de hat seinen Namen geändert: Die Münchner t-info GmbH nennt sich fortan Searchteq. Das verkündete das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

“Mit dieser Umbenennung wollen wir die Kompetenz unseres Hauses stärker hervorheben”, erklärte darin Geschäftsführer Andreas Arndt diesen Schritt. Wie schon t-info ist auch Searchteq ein Beteiligungsunternehmen deutscher Telefonbuchverlage und der Deutschen Telekom Medien GmbH, DeTeMedien.

Zum Portfolio gehören neben suchen.de laut eigenen Angaben auch die auftragsbezogene Suche von Web-Inhalten für Firmenkunden, die Suchmaschinenoptimierung sowie innovative Technologien, wie zum Beispiel Software für den Schutz vor unerlaubtem Datenabzug.

Qype gibt API frei und ernennt neuen CEO

Bei Qype jagt derzeit eine Neuigkeit die andere: Neben einem neuen Chef gibt es jetzt auch eine API (Application Programming Interface) – die besten Anwendungen werden sogar prämiert.

Kürzlich ist der Qype-Gründer und bisherige CEO Stephan Uhrenbacher zurückgetreten. Er wechsle in den Vorsitz des Beirates, meldete das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Der neue Geschäftsführer sei Stephen Taylor, der den Angaben zufolge zuvor unter anderem Regional Vice President und Managing Director von Yahoo! Europa sowie Managing Director von Overture Europa war.

Nur wenige Tage vor dem Führungswechsel hatte das Unternehmen die API freigegeben. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, ließen sich damit Inhalte von Qype – wie etwa Plätze, Bewertungen, Locators (Städte), Platzkategorien oder Fotos – auslesen. Auch die kürzlich veröffentlichte iPhone-Applikation „Qype Radar“ (wir berichteten basiert beispielsweise auf dieser Programmierschnittstelle.

Entwickler können unter www.qype.com/developers/api die Version 1.0 der Qype-API downloaden und Applikationen damit basteln. Die besten Anwendungen werden sogar prämiert: Dabei erhält der erste Platz 3.500 Euro, der zweite 1.000 Euro und der dritte 500 Euro. Um teilnehmen zu können, muss man seine selbst entwickelte Applikation bis zum 28. Februar 2009 verfügbar machen und bei Qype melden.

Doch bei dieser ersten Version wird es nicht lange bleiben. Wie Stephan Uhrenbacher im Unternehmensblog ankündigt, soll noch im ersten Quartal 2009 „Qype-API 2.0“ starten. Damit soll es dann auch möglich sein, Inhalte wie Bilder oder Beiträge in Qype einzuspielen.

Yelp startet in Großbritannien

Im Juli 2004 war das lokale Such- und Bewertungsportal Yelp in den USA gegründet worden. Seitdem ist es kontinuierlich gewachsen, hat im August des vergangenen Jahres eine kanadische Version gestartet und kommt nun auch nach Europa – genauer gesagt nach Großbritannien.

Darauf macht Yelp-CEO und Mitgründer Yeremy Stoppelman im Unternehmensblog aufmerksam. Auch in London und Umgebung könne man demnach bei Yelp nun nach Unternehmen suchen und Bewertungen zu Anbietern verfassen.

In einer Presseerklärung weist Stoppelman überdies darauf hin, dass die Yelp-Macher schon immer eine britische Präsenz der Seite geplant hatten, denn London sei schließlich das Herz der englischsprachigen Welt. Außerdem sei die Ausweitung aufs Vereinigte Königreich auch eine Antwort auf die Wünsche seiner britischen User.

Yelp gilt als einer der Marktführer im Bereich der lokalen Web2.0-Portale in den USA. Laut eigenen Angaben haben seine Nutzer inzwischen mehr als 4,5 Millionen Bewertungen geschrieben. Allein im Dezember 2008 zählte die Webseite insgesamt 16,5 Millionen Unique Visitors (Einzelbesuche). Doch wird es seine Erfolgsgeschichte in England genauso fortsetzen können? Schließlich hat die Konkurrenz auf der Insel nicht geschlafen. Yelp trifft hier zum Beispiel auf Brownbook, Trusted Places oder auch auf das deutsche Such- und Bewertungsportal Qype, das auch in Großbritannien bereits seit Juni 2007 recht erfolgreich vertreten ist.

GelbeSeiten.de: Führendes Online-Branchenverzeichnis

“GelbeSeiten bleibt klar die Nummer 1 der Branchenverzeichnisse – online und offline.”, meldete kürzlich die GelbeSeiten Marketing GmbH in einer Pressemitteilung. Sie stützt sich dabei, was den Online-Bereich betrifft, auf die aktuellen Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung, kurz AGOF.

Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss der führenden Online-Vermarkter in Deutschland. Die AGOF veröffentlicht vierteljährlich die Markt-Media-Studie “internet facts“. Die letzte Auswertung erschien Mitte Dezember und umfasst das dritte Quartal 2008.

Dieser Untersuchung zufolge wurden für GelbeSeiten zwischen Juli und September des vergangenen Jahres durchschnittlich 3,05 Millionen Unique User (einzelne Nutzer) pro Monat gezählt. Das sind 19 Prozent mehr als im zweiten Quartal 2008 (2,56 Millionen Unique User). Insgesamt landete das Online-Branchenbuch dadurch auf Rang 33 der Auswertung und war damit in diesem Zeitraum von den untersuchten Webseiten die meist genutzte ihrer Art – zumindest im engeren Sinne. Diesen erläutert Uwe Frigg, Geschäftsführer der GelbeSeiten Marketing GmbH, in der Pressemitteilung: “Anders als mancher Wettbewerber beteiligen wir uns nicht an einer Marktverschleierung und kombinieren darum nicht Reichweiten von gewerblichen Branchenverzeichnissen und Telefonverzeichnissen mit Privatkundennummern”.

Doch es ist von den untersuchten lokalen Suchdiensten auch der einzige, der ausschließlich die Suche nach gewerblichen Adressen anbietet. Im Vergleich mit anderen von der AGOF gelisteten lokalen Suchdiensten im weitesten Sinne wurde GelbeSeiten von DasTelefonbuch (Rang 15), DasÖrtliche (Rang 16) und meinestadt.de (Rang 17) geschlagen. Qype schnitt dagegen schlechter als GelbeSeiten ab. Das lokale Such- und Bewertungsportal landete mit durchschnittlich 1,49 Millionen Unique Usern auf Platz 58, direkt gefolgt von Klicktel mit ebenfalls 1,49 Millionen Unique Usern. GoYellow findet sich noch weiter hinten wieder – nämlich auf Platz 65 und pointoo liegt auf Rang 101.

Bei Brownbook Webseiten erstellen

Das lokale Such- und Beurteilungsportal Brownbook aus Großbritannien (wir berichteten) bietet Unternehmen seit Mitte Dezember die Möglichkeit, ihre eigenen Online-Auftritte zu gestalten.

Der Grund: Noch immer gebe es zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen, die keine eigene Webseite besitzen. Das erklärt Brownbook in einer Pressemitteilung zu dem neuen Feature. Die neue Funktion heißt “Web Site Creator”, und sie ist den Anbietern zufolge einfach zu bedienen. Innerhalb von wenigen Minuten soll man damit sein persönliches Internetportal gestalten können. Wie das geht, beschreibt Brownbook-Mitgründer Marc Lyne im Unternehmensblog in einem kurzen Video.

Kostenlos ist das Ganze jedoch nicht. Laut Lyne muss man dafür einen Pauschalpreis von 98 Dollar pro Jahr zahlen. Darin soll dann allerdings alles enthalten sein – wie etwa die Hostingkosten. Außerdem gebe es keinerlei Begrenzungen der Seitenanzahl oder der Updates.

Google Maps macht den Dolmetscher

Bei Google Maps kann man sich seit kurzer Zeit Beurteilungen von Anbietern, die User in anderen Sprachen verfassten haben, automatisch in die seine übersetzen lassen.

Dieses neue Feature befindet sich nach einer Suchanfrage über der linken Ergebnisliste oder auf der Übersichtsseite der gefundenen Unternehmen (“mehr Infos”) unter “Bewertungen” und heißt “Beurteilungen übersetzen”. Es ist vor allem dann sehr praktisch, wenn man zum Beispiel für eine Reisevorbereitung in ausländischen Städten nach Anbietern fahndet. Hier sind die meisten Kritiken in der jeweiligen Landessprache verfasst. Zwar klingen die automatischen Übersetzungen mitunter recht eigenwillig – aber man erfährt im Großen und Ganzen, worum es geht.

Die neue Funktion findet sich auch in zahlreichen anderen Länderausgaben von Google Maps. Neben der deutschen und der US-Version gibt es sie beispielsweise auch in der italienischen, der französischen, der russischen und der spanischen Ausgabe der lokalen Suche von Google.

Lokale Suche 2009. Wohin geht’s?

Am Anfang eines Jahres werden in der Regel Vorhersagen über die Trends der kommenden Monate getroffen – so auch im Bereich der lokalen Suche. Den Prognosen zufolge soll sich vor allem im mobilen Sektor einiges tun.

Das zumindest orakelt Greg Sterling von Screenwerk. Den Grund dafür sieht er darin, dass große Bereiche des Internets wie etwa soziale Netzwerke künftig auch mobil zur Verfügung stehen werden, und die Menschen immer mehr Laptops, Netbooks und andere mobile Geräte kaufen und nutzen. Auch Michael Boland von Localsearchnews ist dieser Meinung. Für ihn spielt unter anderem das iPhone eine wichtige Rolle in der Entwicklung des mobilen Internets – der lokale Bereich sei dabei der große Gewinner. Denn es gebe einen engen Zusammenhang zwischen lokaler Suche und mobiler Anwendung.

Neben der mobilen Entwicklung des Internets soll sich laut Sterling aber auch die Erkennung des Nutzerstandortes bei PCs künftig behaupten. Und im Marketingbereich setze sich die bisherige Entwicklung weiter fort: Kleine und mittlere Unternehmen nutzen Sterling zufolge immer häufiger neue Werbewege wie etwa Video- und Online-Marketing. Das gehe allerdings zu Lasten der Printmedien: den Zeitungen und gedruckten Branchenverzeichnissen.

Die meisten lokalen Suchdienste haben sich bereits für die Zukunft gerüstet. Sie setzen nicht nur aufs Internet, sondern auch schon seit längerer Zeit auf die mobile Welt. So bieten viele, wie etwa DasTelefonbuch, Goyellow, Qype oder die 11880.com bereits mobile Applikationen. Und DasÖrtliche ist mit dem “Ö-Navi” als Pionier im Bereich der werbefinanzierten und für den Nutzer kostenlosen mobilen Navigation unterwegs.

Yahoo! Maps: Internationale Abdeckung ausgeweitet

Egal ob Irland, Vietnam, Oman oder Brasilien – bei der US-Version von Yahoo! Maps, dem Karten- und Routenportal von Yahoo!, kann man sich nun Karten von noch mehr Ländern weltweit ansehen und  dort auch Routen berechnen lassen.

Wie Gus Maldonado von Yahoo! im Yahoo! Geo Technologies Blog erläutert, wurden bei einem Relaunch Mitte Dezember 2008 Kartendaten von 45 Staaten ganz neu hinzugefügt und die Daten von 30 bereits bestehenden Ländern erneuert. So erhalte man nun auch detailreiche Karten und Routenbeschreibungen beispielsweise von Schweden, Russland, Malaysia, Vietnam, Australien, Botswana oder Argentinien – um nur einige wenige zu nennen.

Doch bei diesen Erweiterungen von Yahoo! Maps wird es nicht bleiben. Laut Maldonado hat das Yahoo! Geo Technologies Team für 2009 bereits zahlreiche weitere Neuerungen in petto.

Qype-Applikation fürs iPhone ist da

Angekündigt hatte sie Qype-CEO Stephan Uhrenbacher schon vor längerer Zeit (wir berichteten), nun ist sie da: Die neue geosensitive Applikation von Qype speziell für das iPhone.

Wie Uhrenbacher im Unternehmensblog bekannt gibt, heißt sie Qype Radar. Sie kenne dank GPS oder Ortung der nächsten Mobilfunkzellen die Position des Users und zeige ihm automatisch die besten Adressen in seiner Nähe – inklusive der Bewertungen anderer Qyper. Dabei habe man die Möglichkeit, aus etlichen Kategorien wie Restaurants, Bars, Geschäften, Hotels oder Clubs zu wählen. Dank der Integration in Google Maps könne man sich überdies mit einem Klick auf die Adresse des gewählten Anbieters dessen Lage auf einer Karte anzeigen lassen und eine Routenplanung durchführen.

Besitzer des Apple-Handys finden Qype Radar zum Beispiel im App-Store , wo man die Anwendung kostenlos herunterladen kann.

Aber nicht nur im mobilen Bereich hat sich bei Qype einiges getan, sondern auch im herkömmlichen Web. Hier setzt das lokale Bewertungsportal seinen Kurs in Richtung Internationalität fort (wir berichteten). Nach einer deutschen, englischen, französischen und spanischen Version wurde nämlich im November auch eine brasilianische Ausgabe gestartet. Seit Mitte Dezember gibt es zudem auch eine polnische Fassung.

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