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Archiv für Februar 2009

Norc: Konkurrenz für Google Street View

Das Google Maps Feature „Street View“ hat in Europa Konkurrenz bekommen. Norc, ein rumänisches Unternehmen, bietet nun auch Straßenansichten von mehreren mittel- und osteuropäischen Metropolen.

Während sich Google Maps in Europa bislang auf einige Orte und Landschaften in Frankreich, Spanien und Italien beschränkt, bietet Norc vor allem Rundumansichten von osteuropäischen Städten wie Bukarest, Prag, Warschau und Moskau – aber auch Wien ist vorhanden. Dabei kann die Qualität der Fotos durchaus mit dem Wettbewerber aus Mountain View mithalten.

Die Navigation durch die Bilder ist recht einfach: Mit einem Klick auf die roten Pfeile links oben wechselt man in den Vollbildmodus, der sich über die Escape-Taste wieder verlassen lässt. Über die blauen Pfeile gibt man die Richtung an, in die man weitergehen möchte. Und über das Scrollrad der Maus kann man die Ansichten vergrößern oder verkleinern. Dabei sieht man immer auf der Karte, wo man sich gerade befindet und in welche Richtung man schaut. Über diese Karte kann man auch jederzeit seinen Standort wechseln. Als Kartenmaterial nutzen die Rumänen Google Maps. Laut eigenen Angaben haben sie rund eineinhalb Jahre an dem Projekt gearbeitet.

Android-Handys: Neue lokale Dienste

Es gibt eine neue Version des Handy-Betriebssystems Android von Google. Mit ihr wurde jetzt auch die Nutzung von Google Maps komfortabler. Außerdem hat der Suchmaschinenriese mit „My Tracks“ einen neuen ortsbezogenen Dienst für Telefone, die auf dieser Software basieren, veröffentlicht.

Android 1.1 ist seit Anfang Februar 2009 verfügbar. Darauf weisen die Entwickler der Smartphone-Plattform in ihrem Blog hin. Das Update bringt mehrere Verbesserungen und neue Features mit sich, die in der Release Note dazu beschrieben werden. Eine neue Funktion gibt es demnach unter anderem auch für Google Maps. Wer diese lokale Suche nutzt, kann sich nun auch Details und Bewertungen zu den gefundenen Treffern anzeigen lassen.

Nur wenige Tage nach diesem Release hat Google für Android-Smartphones wie etwa das Google-Handy G1 die neue Applikation „My Tracks“ veröffentlicht. Sie protokolliert mit Hilfe des eingebauten GPS-Empfängers die Wege, die ihr Anwender zurücklegt. Wozu man sie einsetzen kann, legt Dylan Casey im Official Google Blog dar. So könne man mit „My Tracks“ beispielsweise die Strecken, die man bei sportlichen Aktivitäten im Freien – wie Fahrradfahren, Joggen oder Wandern –  bewältigt, aufzeichnen und auf Google Maps (Meine Karten) wahlweise öffentlich oder privat darstellen lassen. Die Anwendung registriert auch die Durchschnittsgeschwindigkeit, die Entfernung und die Höhenunterschiede. Diese Werte könne man in die Tabellenkalkulation (Spreadsheets) von Google Docs exportieren und sich so einen Überblick über seinen Trainingsverlauf verschaffen.

Gedruckte Adressverzeichnisse sind weiterhin beliebt

Insgesamt nutzen rund 90 Prozent der Deutschen über 14 Jahren Verzeichnismedien. Trotz zahlreicher lokaler Internetdienste blättern die meisten davon – nämlich 74 Prozent –  bei ihrer Suche nach wie vor in den gedruckten Ausgaben der Telefon- und Branchenbücher.

Das ergab eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstitutes Ipsos, die im Auftrag des Verbandes Deutscher Auskunfts- und Verzeichnismedien (vdav) nun bereits zum achten Mal durchgeführt wurde. Dafür befragte Ipsos im vergangenen November 2.000 Personen über 14 Jahren. In einer Pressemitteilung stellt der vdav die neuen Zahlen der Studie vor.

Demnach ist neben den Büchern auch die Telefonauskunft noch immer ziemlich beliebt: 37 Prozent der Interviewten rufen auch schon mal dort an, wenn sie Adressinformationen brauchen. Online-Verzeichnisse rangieren dagegen erst an dritter Stelle – etwas mehr als ein Viertel der Umfrage-Teilnehmer geht laut vdav ins Internet, wenn Firmen, Dienstleister und Personen gesucht werden.

Freunde orten mit Google Latitude

Latitude (zu Deutsch Breitengrad) nennt sich ein brandneues Google-Produkt. Damit kann man anderen Personen in Echtzeit mitteilen, wo man sich gerade befindet und im Gegenzug dazu auch deren derzeitigen Standort erfahren.

Die Anwendung ist laut einer Pressemitteilung des Suchmaschinenriesen ein Feature von „Google Maps for mobile“ und „iGoogle“. Während das iGoogle-Gadget für den PC bislang nur in der US-Version der Google Suche funktioniert, ist die mobile Variante jedoch auch hierzulande bereits nutzbar. Dazu braucht man einen Google-Account und ein passendes Handy, auf dem die Latitude-Software installiert ist. Die steht unter google.com/latitude zum Download bereit.

Ist das geschehen, kann man andere Leute einladen, auch an dem Dienst teilzunehmen. Sobald sie dieses Angebot akzeptieren, erscheint ihr Profilbild auf einer Karte. Es zeigt den Ort an, wo sie sich gerade befinden. Mit Klick darauf, kann man mit ihnen dann beispielsweise per Telefonanruf, E-Mail oder SMS Kontakt aufnehmen. Außerdem erhält man – falls man sich treffen möchte – eine Wegbeschreibung zu ihrem Standort. Google ortet die Personen dabei auf Wunsch automatisch per GPS, WLAN oder über Handymasten. Aber auch eine manuelle Eingabe der Position ist möglich.

Wer nun um seine Privatsphäre fürchtet, den beruhig Google. Der Nutzer habe jederzeit die Kontrolle darüber, ob überhaupt, von wem, wie genau und wann er gefunden werden möchte. Dennoch erheben sich bereits kritische Stimmen. So warnt die britische Datenschutzorganisation Privacy International, dass nicht alle Mobilfunkgeräte in der Lage seien, die Nutzer, wenn der automatische Ortungsdienst aktiviert ist, regelmäßig auch daran zu erinnern – wie es Google eigentlich vorgesehen hat. Damit könnten sich laut Privacy International erschreckende Szenarien ergeben: Böswilligen Menschen sei es damit ein Einfaches auf den Geräten anderer Personen Latitude ohne deren Wissen zu installieren und sie somit zu überwachen.

„Google Latitude“ für „Google Maps for mobile“ steht derzeit für 27 Länder und in 42 Sprachen zur Verfügung. Auf welchen Geräten es funktioniert, erfährt man auf der Webseite des Dienstes.

DasÖrtliche und HRS: Kostenlos Hotels per Handy buchen

DasÖrtliche bietet seinen Anwendern ein praktisches neues Feature. Über sein Mobilportal können Handy-Nutzer sich nun Hotelzimmer reservieren lassen – und zwar über einen kostenlosen Telefonanruf.

Möglich macht dies eine Kooperation des Telekommunikationsverzeichnisses mit dem Hotelbuchungsdienst „Hotel Reservation Service“ kurz HRS.

User, die beispielsweise unterwegs mit ihrem internetfähigen Mobiltelefon unter mobil.dasoertliche.de nach einer zeitweiligen Unterkunft suchen, werden dadurch nun automatisch auf HRS-Hotels hingewiesen. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, stelle der Service auf Wunsch mit einem Klick bei solchen Hotels eine kostenlose Telefonverbindung zum HRS-Callcenter her. Dort könne das Hotel dann direkt gebucht werden. Sollte das gewünschte Gästehaus jedoch bereits voll sein, könne man bei HRS eine passende Alternative auswählen.


Kunstwerke entdecken bei Google Maps

Kürzlich meldete Clara Rivera Rodriguez im Google Lat Long Blog, dass es nun auf Google Earth eine ganz neue Ebene (Layer) zum Museo del Prado gebe. Damit könne man vierzehn berühmte Gemälde aus dem  Madrider Kunstmuseum aus nächster Nähe betrachten. Das funktioniert aber auch bei Google Maps.

Hier kommen dadurch auch Nutzer, die Google Earth nicht installiert haben, auf den vollen Kunstgenuss. Die Meisterwerke wurden laut Rivera Rodriguez in sehr hoher Auflösung fotografiert. Sie enthalten ihren Angaben zufolge bis zu 14 Gigapixel. Dadurch kann man die Bilder sehr stark vergrößern und sich auch die kleinsten Details ansehen.

Zoodango-com – lokale Suche ohne Worte

Im Dezember 2006 war das US-Portal Zoodango.com als eine Art ortsbezogenes soziales Business-Netzwerk an den Start gegangen – ohne großen Erfolg. Daher wurde es im letzten Jahr komplett umgestaltet und ist nun ein lokaler Web2.0-Suchdienst mit Community-Eigenschaften.

Die Suche basiert auf einer Google Karte. Nach der Eingabe eines Ortsnamens in die Suchmaske werden darauf diverse Symbole eingeblendet, die auf interessante Plätze oder Unternehmen – wie Restaurants, Hotels oder Kinos – hinweisen. Indem man mit der Maus über solch eine Markierung fährt, erhält man deren genaue Adresse samt Bewertung.

Diese Art der Suche – die nicht über die Eingabe eines speziellen Schlagwortes funktioniert – sei es, was den Dienst laut einer Pressemitteilung des Betreibers von vergleichbaren Angeboten unterscheide. Im Gegensatz zu ihnen müsse der Nutzer bei Zoodango nämlich nicht genau wissen, wonach er suche, sondern könne alle Orte in einer bestimmten Region durchstöbern. Dadurch stolpere er mitunter auch über Plätze, von denen er vielleicht bislang gar nichts wusste. Aus diesem Grund sei Zoodango auch eine effektive Marketingplattform für Unternehmen, die hier nicht nur dann gefunden würden, wenn ein bestimmtes Stichwort eingegeben werde. Diese Suche funktioniere allerdings bislang nur in Seattle, Spokane, Portland, San Francisco und Oakland. Und so einzigartig, wie sie dargestellt wird, ist sie gar nicht. Erinnert sie doch beispielsweise stark an das deutsche Suchportal Geoflags.de (wir berichteten).

Interessanter ist dagegen die neuartige Bewertungsmethode für die verschiedenen Plätze. Viele Beurteilungsplattformen wie Yelp oder Citysearch nutzen laut Zoodango ein absolutes System von einem bis fünf Sternen. Dadurch finde der User nicht selten viele Anbieter mit der gleichen Punktzahl aber sich widersprechenden Beschreibungen. Zoodango dagegen vergleicht die Beliebtheit eines Platzes mit ähnlichen Plätzen in der Gegend und vergibt dadurch automatisch Punkte von Null bis Zehn. Dazu wird die Anzahl der durch die User vergebenen Empfehlungen (Recommendations) ausgewertet. Neben dieser Community-Bewertung bietet Zoodango für registrierte Mitglieder zusätzlich eine persönliche Auswertung der Plätze, bei der es die individuellen Vorlieben der Nutzer berücksichtigt.

Neues bei meinestadt.de

Das Städteportal meinestadt.de hat neue Partner gefunden und sein Angebot dadurch in den letzten Wochen erweitert.

So erhalten die User dort nun viel Wissenswertes zu jeder der 12.241 deutschen Städte und Gemeinden. Dabei bieten diese Stadtportraits laut einer Pressemitteilung neben historischen und politischen Fakten auch Informationen zur Wirtschaftslage, zu Sehenswürdigkeiten und bekannten Persönlichkeiten der jeweiligen Stadt. Die Inhalte stammen von der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia. Zu finden ist dieses „Lexikon“ auf der Startseite und in jedem einzelnen Stadtportal von meinestadt.de unter der Rubrik „Bürger“.

Außerdem hat sich der lokale Suchdienst auch mit der Autobörse motoso.de zusammengetan. Wie meinestadt.de in einer Pressemitteilung erklärt, erweitere es durch diese Zusammenarbeit sein Angebot im lokalen Automarkt um Anzeigen von Gebraucht- und Neufahrzeugen. Künftig werde diese Kooperation allerdings noch weiter ausgebaut. In den kommenden Monaten sollen mehr als fünf Millionen Anzeigen von Kfz-Ersatzteilen und automobilen Servicedienstleistungen hinzukommen.

Rabattmarken bei Qype

Preisnachlässe oder Zwei-für-eins-Angebote – mit Gutscheinen lassen sich Kunden locken. Das hat auch Qype erkannt. Registrierte Anbieter können daher bei dem lokalen Such- und Bewertungsportal seit kurzer Zeit zu ihrem Eintrag zusätzlich Gutscheine einstellen.

Auf Plätze, die mit Rabatten aufwarten, wird dann bereits in der Trefferliste durch einen rot abgesetzten Hinweis aufmerksam gemacht. Im Eintrag selbst findet man in diesem Fall den Gutschein rechts über der Kartenansicht. Mit Klick darauf kann der User sich das Angebot ansehen, ausdrucken und dann bei dem jeweiligen Unternehmen oder Dienstleister einlösen.

In einem Posting im Unternehmensblog weist der Community Manager von Qype, Stephan ‘Moe’ Mosel, auf diese neue Funktion hin, und er zeigt auch ein paar anschauliche Beispiele. Da die Anwendung ganz neu ist, sind allerdings noch nicht viele Gutschein-Angebote zu finden.

In den USA gibt es diese Form der Werbung bei mehreren lokalen Suchservicen schon seit geraumer Zeit (wir berichteten. Hierzulande war das Online-Branchenbuch glenglobe.de dagegen bislang der einzige lokale Dienst, der etwas Vergleichbares anbot.

Google Maps integriert U- und S-Bahnlinien

Bei Google Maps wurde in die Kartenansicht nun auch eine Ebene für den öffentlichen Personennahverkehr (engl.: Transit Layer) eingebaut. Damit kann man sich für derzeit mehr als 50 Metropolen weltweit die Linienverläufe von Straßen-, U- und S-Bahnen einblenden lassen.

Auch einige deutsche Großstädte sind dabei – nämlich Berlin, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Essen, Frankfurt, Hamburg, Köln und München. Zoomt man bei diesen Orten tief genug in die Karte hinein, erscheint bei Klick auf den „Mehr“-Button neben „Fotos“, „Videos“ und „Wikipedia“ jetzt auch „Verkehrsmittel“. Indem man dort ein Häkchen setzt, kann man die neue Ebene aktivieren. Besonders praktisch ist diese Funktion, wenn man beispielsweise einen Anbieter – etwa ein Restaurant oder Café – sucht und dann wissen möchte, ob und welche Linien des Nahverkehrs dort in der Nähe verlaufen.

Eine Liste jener Städte, bei denen dieses Feature bereits funktioniert, gibt es in einem Beitrag im Google Lat Long Blog. Darin erläutert Raphael Leiteritz auch den Sinn der neuen Funktion. Ihm zufolge ist der Transit Layer ein Teil von Google Transit (wir berichteten). Während dieses das Ziel habe, sämtliche Informationen zu Fahrplänen und Streckennetzen zur Verfügung zu stellen, wolle man mit dem Transit Layer vor allem die Linien visuell in Google Maps sichtbar machen.

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