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Archiv für März 2009

Google Maps: Weitere 360°-Bilder online

Ob entlang der Grachten in Amsterdam oder über die Tower Bridge von London – mit Google Maps kann man nun virtuell durch noch mehr europäische Städte bummeln.

Bei einem Relaunch Mitte März hat der Suchmaschinenriese seiner lokalen Suche zahlreiche neue Straßenansichten hinzugefügt. Das verkündet Kenzo Fong Hing im Google Lat Long Blog.

Erstmals zu sehen sind damit nun auch Bilder von mehreren britischen und niederländischen Städten – etwa von London, Liverpool und Manchester oder von Amsterdam und Rotterdam. Aber auch das Angebot von Panoramafotos in Frankreich, Italien und Spanien wurde erweitert: So kann man jetzt per Mausklick zum Beispiel durch die Straßen von Straßburg, Reims und Cannes oder Genua und Parma sowie Saragossa ziehen.

Um herauszufinden, von welchen Regionen bereits Rundum-Ansichten vorhanden sind, muss man das gelbe Männchen oberhalb der Zoom-Skala, den so genannten Pegman, mit der Maus über die Karte ziehen. Die Regionen, in denen Street View bereits funktioniert, sind dann blau markiert.

Weitere Gebiete werden wohl in absehbarer Zeit hinzukommen: Laut dem Schweizer Tagesanzeiger sind Street-View-Autos derzeit in Ballungszentren der Schweiz unterwegs, um Aufnahmen zu machen. In deutschen Großstädten waren die Fahrer bereits im letzten Jahr aktiv (wir berichteten).

Mit diesem Feature kann man mittlerweile ganz bequem etwa vom heimischen Rechner aus oder per Mobiltelefon zahlreiche Orte auf der ganzen Welt entdecken. Doch die Reaktion auf den Service bleibt zwiespältig (siehe auch Diskussionsbeitrag): Vor allem in Großbritannien häuften sich Medienberichten zufolge schon bald nach dem die Aufnahmen im Netz waren die Beschwerden. Der Suchmaschinenriese musste daraufhin zahlreiche Fotos wieder entfernen. Das meldete beispielsweise die britische Tageszeitung The Independent.

OSM-3D Germany: Neue 3D-Karte von Deutschland

Im Zuge eines Forschungsprojekt namens „OSM-3D Germany“ haben Wissenschaftler der Universität Bonn ein dreidimensionales Deutschland-Modell geschaffen.

Dafür nutzen die Forscher laut eigenen Angaben die Geodaten der freien Wiki-Weltkarte OpenStreetMap, kurz OSM – daher auch der Name des Projektes. Diese kombinieren sie mit den ebenfalls frei verfügbaren Höhendaten der Shuttle Radar Topography Mission (SRTM), eines Fluges des Space Shuttle Endeavour im Februar 2000, bei dem ein großer Teil der Erdoberfläche topographisch vermessen wurde.

Ein erstes Ergebnis dieses Unterfangens kann man auf der Webseite des Projektes osm-3d.org begutachten. Es ist eine Karte, in der neben Bergen und Tälern beispielsweise auch Gebäude dreidimensional dargestellt werden. Um sie ansehen zu können, muss der Nutzer das hier zur Verfügung stehende Java-Programm XNavigator starten. Mit diesem so genannten Web Viewer kann man dann zum Beispiel durch das 3D-Modell navigieren, Adressen abfragen oder verschiedene Points of Interest in die Karte einblenden. Besonders pfiffig: Über zwei Regler lässt sich die Beleuchtung der Karte abhängig von Datum und Uhrzeit einstellen. Weitere Features sollen übrigens noch folgen, so beispielsweise eine 3D-Routenplanung.

Da den Wissenschaftlern zufolge sämtliche Daten an den eigenen Rechner übertragen und dort berechnet werden, benötigt man bei der Nutzung des Dienstes eine gute Internetanbindung sowie einen leistungsfähigen Rechner mit eigener Grafikkarte.

Online-Kartendienste im Test

Die Leute vom Landkartenblog haben einige Kartendienste, Anbieter von Luftbildern sowie Routenplaner, die im Internet zur Verfügung stehen, mal ganz genau unter die Lupe genommen – mit teilweise recht ernüchternden Ergebnissen.

So schnitten die meisten der inspizierten Routenplaner eher schlecht als recht ab. Sie seien fehlerhaft, routen und lesen sich schlecht und seien unübersichtlich, finden die Autoren. Google Maps lieferte zwar noch die besten Ergebnisse, erhielt aber dennoch nur ein Befriedigend.

Bei der Überprüfung der Online-Kartendienste überzeugte überraschenderweise vor allem die Wiki-Weltkarte OpenStreetMaps. Sie ist nach Ansicht der Autoren der aktuellste Kartendienst für Deutschland, allerdings fehlen bei ihr noch so manche Straßen in kleineren Ortschaften.

Des Weiteren wurden auch Luftbilder untersucht. Dabei kamen die Tester zu dem Schluss, dass es zwar einige gute Anbieter wie etwa Microsoft Live Search Maps, Map24 oder Google Maps gibt – insgesamt seien allerdings bei allen Diensten viele Bilder veraltet, vor allem von ländlichen Regionen.

Alle drei Tests sind ausführlich auf dem Landkartenblog erläutert. Hier erfährt man auch, wie die Autoren zu ihren Ergebnissen gelangen und welche Kriterien sie der Bewertung der Dienste zu Grunde gelegt hatten.

Yahoo! Maps ist jetzt mehrsprachig

Die US-Version von Yahoo!Maps, des lokalen Such-, Karten- und Routenportals von Yahoo!, spricht jetzt unter anderem auch Deutsch.

Bereits im vergangenen Dezember hatte Yahoo! die internationale Abdeckung der US-Ausgabe seines lokalen Suchdienstes ausgebaut (wir berichteten). Und wie damals schon angekündigt, sollten im Jahr 2009 weitere Neuerungen in dieser Richtung folgen.

Nun ist es so weit: Seit einem Update Ende Februar können sich die Nutzer diese Seite in verschiedenen Sprachen anzeigen lassen. Darauf weist Yahoo!-Mitarbeiter Gus Maldonado im Yahoo! Geo Technologies Blog hin. Zur Auswahl stehen unter dem Menü-Punkt „Language“ (rechts in der Kartenansicht) jetzt neben Englisch auch Französisch, Italienisch, Spanisch und Deutsch. Außerdem kann man sich die Entfernungen bei einer Routenplanung nun wahlweise in Meilen (Miles) oder Kilometern anzeigen lassen.

Allerdings ist dieser Dienst auch nach dem Update für die Anwendung zum Beispiel in Deutschland noch nicht wirklich brauchbar. Der Routenplaner kennt hierzulande nur wenige Orte und auch die lokale Suche funktioniert für Deutschland nicht. Besser fährt der Yahoo!-User mit den eigens kreierten deutschen Versionen der lokalen Suche und des Routenplaner von Yahoo!.

KlickTel für Android-Handys

Neben anderen lokalen Suchdiensten wie Google Maps oder Qype wartet nun auch KlickTel mit einer speziellen Applikation für Android-Geräte – etwa das Google-Smartphone G1- auf.

Mit “klickTel for Android” könne der G1-Nutzer unterwegs auf Adressen und Telefonnummern sowie auch auf Branchen- und Verkehrsinformationen zugreifen, erklärt die Telegate Media, der Betreiber von KlickTel, in einer Pressemitteilung. Auch eine GPS-gestützte Umkreissuche sei möglich. Damit könne man sich beispielsweise Geldautomaten, Fast-Food-Restaurants oder Notapotheken in seiner Nähe anzeigen lassen. So bietet diese Anwendung also die gleichen Funktionen wie der im Januar gestartete KlickTel-Service für das iPhone (wir berichteten).

Laut Telegate Media könne man sich “klickTel for Android” im Android Market kostenlos herunterladen.

Metasuche
Neuerungen gibt es aber auch auf der Webseite von KlickTel. Hier können die Nutzer nun die so genannte Metasuche verwenden, verkündet die Telegate Media in einem Newsletter. Statt viele einzelne Eingabefelder ausfüllen zu müssen, könne man dank der Metasuche mit einer Anfrage ganz klicktel.de durchforsten. Dazu gibt man das gewünschte Suchwort auf der Startseite in das „Wen/Was suchen Sie?“-Feld und den Ort in das „Wo suchen Sie?“-Feld ein.

Nürnberg: Handy-Ortung per WLAN startet

Rund zwei Jahre lang hat das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen (IIS) ein spezielles WLAN-basiertes Handy-Ortungssystem in Nürnberg getestet (wir berichteten). Offensichtlich mit Erfolg – denn demnächst soll es in Kombination mit ersten Anwendungen auch für den Endnutzer an den Start gehen.

Darauf weist das Institut in einer Pressemitteilung hin. Der Vorteil der WLAN-Ortung gegenüber anderen Lokalisierungslösungen wie etwa per GPS liege dem IIS zufolge vor allem darin, dass sie auch in Gebäuden funktioniere. GPS biete im Gegensatz dazu in diesen Fällen nur unzureichende Genauigkeit oder gar keine Position. Die WLAN-Positionierung helfe also nicht nur in der Fußgängerzone weiter, sondern auch im Einkaufszentrum, in U-Bahn-Stationen, Flughäfen und Tiefgaragen. Dabei sei ein Wechsel zwischen Innen- und Außenbereich problemlos möglich. Da diese von dem Fraunhofer IIS entwickelte Lokalisierungstechnologie autark auf dem Endgerät – etwa einem WLAN-fähigen Smartphone oder PDA – arbeite, finde überdies keine zentrale Ortung statt. Folglich kenne also nur der Nutzer  seine Position.

Das IIS arbeitet bei diesem Projekt auch mit IT2media, einem Tochterunternehmen des Nürnberger Telefonbuchverlags Hans Müller, zusammen. Wie deren Geschäftsführer Dr. Gerhard Baier in der Pressemitteilung erklärt, soll ab April bereits eine ganze Palette von Applikationen zum Download zur Verfügung stehen: So etwa allgemeine Ortsinformationen, die in Abhängigkeit vom Lokalisierungspunkt nächstgelegene Geschäfte wie Cafés, Restaurants, aber auch Banken mit Hintergrundinformationen, wie etwa Rufnummern mit direkter Anwahl, bieten.

Laut Fraunhofer IIS wird die Testumgebung zur WLAN-Lokalisierung derzeit auf München und Berlin ausgeweitet. Weitere Städte sollen folgen – auch außerhalb von Deutschland.

Rundum-Erneuerung bei Qype

Die Macher von Qype haben ihrer lokalen Such- und Bewertungsplattform ein neues Kleid verpasst. Die komplett überarbeitete Version ging Ende Februar online.

Bei der Betrachtung des „neuen“ Qype fallen freilich als erstes die äußerlichen Umgestaltungen der Seite auf. Statt wie bisher in dezentem Oliv und Orange ist die Seite nun vorwiegend in hellem Rot, Blau und Grau gehalten. Außer dem Farbschema wurden auch das Logo und das Motto geändert. Wie Community Manager Stephan ‘Moe’ Mosel in einem Blogbeitrag erläutert, soll der neue Slogan „Entdecken, Empfehlen“ (vorher: „Das Beste der Stadt“) das Portal nun in zwei Worten auf den Punkt bringen. Das neue Markenzeichen in handgeschriebenem Stil repräsentiere passend dazu die Community.

Neben diesen rein ästhetischen Veränderungen hat die Seite jetzt aber auch eine ganz neue Struktur und einige neue Funktionen erhalten. So sind zum Beispiel die zentralen Reiter „Plätze“, „Guides“, „Gruppen“ und so weiter verschwunden. Stattdessen stehen nun in der waagrechten grauen Hauptnavigationsleiste spezielle Kategorien wie „Essen und Trinken“, „Shopping“ oder „Nachtleben“. Damit rückt die Suche an sich noch stärker in den Mittelpunkt als zuvor. Der Clou daran ist, dass die Nutzer den Inhalt dieser Leiste nach Belieben selbst konfigurieren können: Unter „Alles“ findet man sämtliche Kategorien, von denen man sechs auswählen kann. Die Links zu „Guides“, „Gruppen“ und „Menschen“ findet man nun übrigens rechts unter dieser Leiste beziehungsweise über dem neuen Modul „Mein Verlauf“. Das hält auf Wunsch die Aktivitäten des Users auf der Seite fest.

Des Weiteren hat Qype laut einer Pressemitteilung auch die Regionalität stärker in den Vordergrund gerückt. In der neuen Version seien Suchanfragen in einzelnen Stadtteilen möglich, heißt es da. Das funktioniert aber wohl noch nicht richtig – zumindest bei unseren Testsuchen fiel das Ergebnis nicht gerade befriedigend aus.

MyHammer jetzt auch mit Branchenbuch

MyHammer hat kürzlich ein eigenes Branchenbuch gestartet. Dadurch sollen auf der Auktionsplattform für Handwerk und Dienstleistung die Auftraggeber (sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen) und Auftragnehmer noch einfacher zueinander finden.

In dem Branchenbuch können die User nun gezielt nach Handwerkern und Dienstleitern in ihrer Nähe suchen, die passenden Anbieter kontaktieren und zur Angebotsabgabe auffordern. Laut Angaben der Betreiber umfasse das Verzeichnis bereits jetzt schon die Adressen der rund 180.000 Handwerker und Dienstleister, die sich bisher auf dem Online-Marktplatz angemeldet haben. Hinzukommen sollen alle Auftragnehmer, die sich in Zukunft registrieren werden.

Das sind zwar im Vergleich mit anderen Online-Branchenverzeichnissen bisher nicht gerade viele Adressen, dafür können die Auftraggeber aber bereits bei ihrer Suche erfahren, welche Qualifikationen ein Handwerker oder Dienstleister hat und wie er von bisherigen Kunden bewertet wurde.

Die Anbieter haben im Gegenzug dazu die Möglichkeit in dem neuen Branchenbuch, ihr Profil anschaulich zu gestalten – etwa mit Anzeige der Einzelbewertungen, eigenem Logo, erläuternden Texten oder ihren Kontaktdaten. Das allerdings kostet dann: Wer mehr als einen einfachen Basiseintrag möchte, zahlt zwischen 19,90 Euro pro Monat für das „ProPartner Paket“ und 59,90 Euro im Monat für das „BusinessPartner Flat Paket“.

Navteq Global LBS Challenge: Skobbler ist Sieger

Der lokale Such-, Bewertungs- und Navigationsdienst Skobbler (wir berichteten) hat den ersten Preis der Navteq Global LBS Challenge für Europa, den Mittleren Osten und Afrika (EMEA) gewonnen.

Dieser Wettbewerb fand in diesem Jahr bereits zum vierten Mal in der EMEA-Region statt. Die Initiative ruft Unternehmen dazu auf, innovative ortsbezogene Lösungen (Location Based Services, kurz LBS) für mobile Endgeräte zu entwickeln. Diese Anwendungen sollen auf dynamischer Positionserkennung und auf Karten von Navteq – einem Anbieter digitaler Kartendaten für Fahrzeugnavigation und ortsbezogener Lösungen – basieren.

In diesem Jahr stellten Navteq und weitere Sponsoren laut eigenen Angaben Preise im Wert von rund vier Millionen Euro zur Verfügung. Das deutsche Startup, als Gewinner des Wettbewerbes, habe davon 472.000 Euro sowie Datenlizenzen erhalten. Neben Skobbler wurden noch drei weitere ortsbezogene Handy-Dienste ausgezeichnet: City Guide – eine LBS-Lösung von PH Informática SA aus Portugal, der englische CO2-Emissions-Rechner Carbon Diem und die ungarische 3D-Navigationssoftware NaviGenie von Kishonti Informatics Bt.

Die Auswahlkriterien für die Sieger waren Navteq zufolge neben der wirtschaftlichen Umsetzbarkeit auch die Funktionalität, eine einfache Handhabung und das Design der jeweiligen Lösung.

Meinestadt.de: Lokale Suche jetzt auch fürs iPhone

iPhone-Besitzer können sich glücklich schätzen. Werden doch extra für das Apple-Handy derzeit laufend neue spezielle Anwendungen entwickelt – beispielsweise  im Bereich der lokalen Suche (wir berichteten). So ist kürzlich auch meinestadt.de mit einer solchen an den Start gegangen.

Mit diesem Dienst erhalte man aber nicht nur Branchenadressen, sondern erfahre auch die Standorte von Geldautomaten, Bahnhöfen, Krankenhäusern und Apotheken sowie Veranstaltungstermine, das Stadt-Wetter und das Kinoprogramm, erläutert der Betreiber in einer Pressemitteilung. Dabei erkenne die meinestadt.de-Applikation durch die GPS-Technologie des iPhones automatisch den aktuellen Standort des Nutzers. Der Dienst steht übrigens im App-Store von Apple kostenlos zum Download bereit.

Kooperation mit blauarbeit.de
Aber nicht nur im mobilen Sektor war meinestadt.de in letzter Zeit aktiv. Wie einer anderen Meldung des Unternehmens zu entnehmen ist, hat es auch seine Webseite weiter aufgepeppt – und zwar durch eine Kooperation mit dem Dienstleistungsauktionshaus blauarbeit.de. Dieser Service, der kostenlos Dienstleister beispielsweise aus den Bereichen Haushalt, Transport und Pflege vermittelt, wurde nun auch in die Städteseite integriert. Zu finden ist er in der Rubrik „Marktplatz“ unter dem Stichwort „Handwerkermarkt“.

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