Archiv für April 2009
Google Maps zeigt Webcam-Bilder
Wie ist das Wetter momentan in New York, Berlin, Tokio oder Moskau? Bei Google Maps können sich die User nun aktuelle Aufnahmen von Webcams in aller Welt ansehen und sich ein Bild von der Lage vor Ort machen.
Dazu hat der Suchmaschinenriese eine neue Ebene (Layer) in seine lokale Suche eingebaut. Aktivieren kann man diese – wie seit längerem auch schon etwa den Foto-, den Video- oder den Wikipedia-Layer – über den „Mehr“-Button in der Kartenansicht. Klickt man hier den Menüpunkt „Webcams“ an, erscheinen an Orten, wo Live-Aufnahmen verfügbar sind, kleine Vorschaubilder in der Karte. Diese lassen sich per Mausklick vergrößern und ansehen.
Für diesen Service kooperiert Google mit Webcams.travel. Wie der Betreiber der Webcam-Community in seinem Blog erklärt, sind durch diese Zusammenarbeit sämtliche bei dem Portal angemeldeten Live-Kameras in Google Maps verfügbar. Das dürften jetzt schon mehr als 9.000 Webcams sein. Denn wie es in einem früheren Posting in dem Blog heißt, hatte das Portal diese Zahl bereits Mitte März erreicht – Tendenz steigend.
Vollbildmodus bei Street View
Eine weitere Neuerung bei Google Maps ist der Vollbildmodus bei „Street-View“. Damit kann man sich die 360°-Aufnahmen jetzt in ihrer vollen Pracht ansehen. Er lässt sich über den quadratischen Button in der rechten oberen Ecke der Straßenansicht aktivieren und auch wieder darüber oder durch Drücken der Esc-Taste beenden.
GoYellow hat an seiner Kartensuche gefeilt
Das Online-Branchenbuch GoYellow hat seine Kartensuche ausgebaut. Dabei wurde vor allem der Routenplaner aufgepeppt.
Darauf weist die GoYellow Media AG in einer Pressemitteilung hin. Auch bei einer Streckenplanung kann man sich dadurch nun interessante Punkte – von Tankstellen und Parkhäusern über Cafes, Restaurants, Hotels oder Lebensmittelläden bis hin zu Ärzten oder Apotheken – zusätzlich zu der Route in die Karte einblenden lassen. Dazu klickt man nach einer Routenplanung auf „Kartensuche“ und wählt unter „Interessante Punkte“ die gewünschten Plätze aus. Allerdings wird die Karte schnell unübersichtlich, wenn man zu viele davon aussucht. Und der Punkt „Sehenswürdigkeiten“ funktioniert offensichtlich noch nicht – davon werden nämlich fast keine ausgewiesen.
In den nächsten Monaten sollen laut GoYellow weitere Serviceangebote in der Kartensuche dazukommen.
Google: Lokale Ergebnisse ohne Ortseingabe
Gibt man bei der normalen Websuche von Google eine Branchenbezeichnung und einen Ortsnamen ein, werden schon seit geraumer Zeit häufig auch Ergebnisse von Google Maps samt Karte in die Trefferliste eingeblendet (wir berichteten). Das funktioniert jetzt in vielen Fällen auch ganz ohne jede Ortsangabe.
Wie die beiden Softwareingenieure Jenn Taylor und Jim Muller im offiziellen Google Blog erläutern, errate Google dafür den Standort des Users und zeige ihm Ergebnisse in seiner Nähe an. Dazu nutze der Suchmaschinenriese die IP-Adresse des verwendeten Computers. Wer aber lokale Ergebnisse aus einer anderen Stadt möchte, kann dies über den Link „Ort ändern“ – ganz rechts über der Kartenansicht – angeben. Hier kann man auch die Ergebnisse präzisieren, indem man eine Postleitzahl eingibt.
Yelp: Unternehmen können künftig auf Kritik antworten
Das amerikanische Bewertungsportal Yelp, das inzwischen auch über eine englische Präsenz verfügt (wir berichteten), will Unternehmen bald die Möglichkeit bieten, zu User-Bewertungen öffentlich Stellung zu nehmen.
Das berichtete kürzlich die amerikanische Tageszeitung The New York Times. Demnach sollen Unternehmen diese neue Kommentar-Funktion allerdings nur nutzen dürfen, um Falschaussagen zu korrigieren, ihre Sicht der Dinge zu schildern oder darzulegen, wie sie ein Problem behoben haben. Werbung oder persönliche Attacken seien nicht erlaubt. Yelp habe allerdings nicht vor, die Stellungnahmen zu sichten, ehe sie veröffentlich werden. Halte ein Nutzer einen solchen Kommentar für unangemessen, könne er ihn jedoch markieren und dem Yelp-Team zur Überprüfung vorlegen.
Bislang konnten Unternehmen die User, die eine Kritik über sie verfasst hatten, lediglich privat per E-Mail kontaktieren und – bei einer negativen Bewertung – nur hoffen, dass diese dadurch ihre Meinung und damit ihre Beurteilung auf Yelp ändern. Die neue Funktion, die laut New York Times schon in den nächsten Tagen starten soll, gibt ihnen nun auch eine öffentliche Möglichkeit der Mitsprache.
MySpace startet lokalen Such- und Bewertungsdienst
Die Internet-Community MySpace bietet ihren Mitgliedern demnächst auch einen lokalen Such- und Bewertungsdienst. Er soll „MySpace Local“ heißen und bereits in wenigen Wochen öffentlich an den Start gehen – zunächst jedoch nur für die USA.
Wie MySpace in einer Pressemitteilung erklärt, kooperiere es dabei mit dem Online-Dienst Citysearch. Das lokale Such- und Städteportal liefere bei dieser Zusammenarbeit die Adressdaten etwa von kleinen Unternehmen der wichtigsten US-Metropolen.
Über spezielle Städte-Seiten in MySpace Local („City hubs“) sollen die Nutzer des Online-Netzwerkes künftig nach verzeichneten Unternehmen suchen, sie beschreiben und bewerten sowie die Einträgen durch weitere Inhalte wie Fotos, Videos oder Öffnungszeiten ergänzen können. Außerdem sei es ihnen möglich, ihre Lieblingsunternehmen mit Lesezeichen zu versehen (bookmarken) oder diese ihrem Profil hinzuzufügen.
Anfang April startete MySpace Local als geschlossene Test-Version. Bereits in wenigen Wochen soll es dann für alle US-Nutzer geöffnet werden – jedoch nur mit vorläufig drei Branchenkategorien: Restaurants, Bars und Nightlife. Die sollen allerdings in den kommenden Monaten erweitert werden – dann soll man hier beispielsweise auch nach Ärzten, Reinigungen, Hotels oder Sehenswürdigkeiten suchen können.
Auch die deutschen MySpace-Nutzer können wahrscheinlich über kurz oder lang mit einem ähnlichen Angebot rechnen. Wie Mats Wappmann, Sprecher von MySpace Deutschland, auf Nachfrage der Nachrichtenagentur pressetext erklärte, werde MySpace Local voraussichtlich noch dieses Jahr auch in Europa gelauncht. Die Bewertung und Weiterempfehlung von Shops und Restaurants auf MySpace werde bis dahin noch mit zusätzlichen Funktionen ausgestattet und auch über MySpace Mobile nutzbar sein.
Schluss mit Wikia Search
Vor etwas mehr als einem Jahr war die Web2.0-Suchmaschine Wikia Search gestartet (wir berichteten). Ohne den erwarteten Durchbruch zu schaffen – denn nun wurde sie wieder eingestellt.
Das verkündete Jimi Wales, Gründer unter anderem von Wikia Search und Wikipedia, in seinem Blog. Hier erläutert er auch das Motiv für diesen Schritt. So habe die Community-Suche nicht den erhofften Erfolg gebracht. Bei einer anderen Wirtschaftslage hätte man laut Wales die Finanzierung der Suche fortgeführt, doch nun wolle man sich auf andere Projekte wie etwa Wikianswers konzentrieren.
YellowMap-Applikation für das iPhone3G
Das Online-Branchenbuch YellowMap bietet bereits seit November 2007 eine speziell auf das iPhone ausgerichtete mobile Suche (wir berichteten). Nun gibt es auch eine Applikation des Online-Verzeichnisses für das jüngste Apple-Handy – das iPhone3G.
Die können sich iPhone-Nutzer im AppStore kostenlos herunterladen, wie es in einer Pressemitteilung der YellowMap AG heißt.
Bei einer lokalen Suche mit diesem Dienst werde dem Unternehmen zufolge automatisch der gegenwärtige Standort des Users ermittelt. Er könne sich dann lokale Informationen zu verschiedenen Kategorien wie „Reisen/Unterwegs“, „Einkaufen“, „Notfall“ oder „Essen & Trinken“ anzeigen lassen. Auch aktuelle Verkehrsmeldungen seien abrufbar, ebenso die Adressen der nächstgelegenen Geldautomaten, WLAN-Hotspots, Tankstellen (mit aktuellen Preisen) oder Apotheken – häufig mit zahlreichen Detailinformationen wie etwa Öffnungszeiten.
Neben dieser automatischen Umkreissuche sei auch eine Suche mit freier Ortseingabe möglich, mit der man auf sämtliche gewerbliche Einträge und Telefonnummern, die auf YellowMap.de verfügbar sind, zugreifen könne.
Meinestadt.de mit umfangreichen Fußball-Infos
Auf meinestadt.de können Fußballfans und -spieler nun jede Menge Informationen zum Thema Fußball in Deutschland abrufen. Das Besondere daran ist, dass das Städteportal sich dabei nicht auf die Bundesliga beschränkt, sondern auch alle kleinen Vereine einbezieht.
Zu finden ist das neue Angebot bei meinestadt.de für jede deutsche Stadt und Gemeinde mit Klick auf den neuen „Fußball“-Channel unter dem Reiter „Freizeit“. Wie die Allesklar.com AG, der Betreiber von meinestadt.de, in einer Pressemitteilung verlauten lässt, erhält man hier aktuelle Ergebnisse, Spieltermine, Tabellen und Statistiken der laufenden Saison für mehr als 18.000 Fußballvereine und damit für mehr als 30.000 Mannschaften aus allen Fußball-Ligen. Auch Direktvergleiche einzelner Teams mit den Gegnern aus der jeweiligen Liga oder mit anderen Mannschaften des Vereins seien möglich.
GelbeSeiten.de: Bewegte Bilder jetzt noch prominenter
Bei dem Online-Branchenverzeichnis GelbeSeiten.de kann man nun gezielt nach Einträgen mit Firmenvideos suchen.
Multimediale Inhalte sind ein großer Vorzug von Online-Verzeichnismedien: Mit Bildern und vor allem mit eigenen Videos können Unternehmen ihren Service oder ihre Waren werbewirksam darstellen und potenziellen Kunden einen ersten Eindruck ihres Angebotes vermitteln. Daher bieten mittlerweile einige lokale Suchdienste die Möglichkeit, Bracheneinträge mit Kurzfilmen aufzupeppen – etwa Google Maps , 11880.com oder Klicktel.de.
Auch GelbeSeiten.de hat solch einen Service schon seit längerem im Programm. Damit die User derartige Einträge noch schneller finden, hat das Online-Verzeichnis nun eine spezielle Suchseite dafür eingerichtet. Diese findet man unter dem neuen Reiter „Firmenvideos“. Wie der Greven’s Adreßbuch-Verlag, einer der zahlreichen GelbeSeiten-Verlage in Deutschland, auf seiner Webseite erklärt, seien hier allein von Anbietern aus seinem Verlagsgebiet jetzt schon rund 4.000 Videos einsehbar.
dukudu gibt’s nicht mehr
dukudu – die Microblogging-Plattform der Allesklar.com AG (Betreiber unter anderem von meinestadt.de) – wurde kürzlich ohne großes Aufhebens abgeschaltet.
Von dem Aus des Dienstes berichtet das Blog deutsche-startups.de. Laut diesem Beitrag erklärte die Allesklar.com dem Blog gegenüber, es habe kein Potenzial mehr in dem Twitter-Klon gesehen – das Unternehmen wolle sich nun vielmehr auf seine Kernkompetenz, die lokale Suche, konzentrieren.
Ende Juni 2007 hatte die Allesklar.com AG dukudu bei eBay für rund 43.000 Euro ersteigert und einige Monate später unter eigener Regie neu gestartet (wir berichteten). Das Besondere an dem Service war damals seine lokale Komponente. Die Nutzer konnten in ihrem Profil verschiedene Plätze speichern und ihren jeweils aktuellen Aufenthaltsort über den so genannten Geolocator in einer Karte anzeigen lassen.







