Archive for August, 2009
GelbeSeiten starten semantisches Targeting
Die GelbenSeiten steigen ins semantische Targeting ein. Das Tool iSense des Online-Werbevermarkters Ad Pepper Media pickt sich aus dem Web genau die Seiten heraus, die zu definierten Themenwelten des Branchenverzeichnisses passen.
Wie Ad Pepper Media mitteilt, haben sich die GelbeSeiten und die betreuende Mediaagentur GFMO.OMD für das mehrfach prämierte Tool entschieden, weil es in der Lage ist, “in Sekundenbruchteilen den tatsächlichen Bedeutungszusammenhang des Werbeplatzumfeldes zu analysieren”.
Die aktuelle Kampagne zielt auf die Themen Gesundheit und Fitness, Auto und Verkehr, Bauen, Renovieren und Einrichten, Einkaufen sowie Hotels und Gastronomie. Passt das Umfeld einer Website zu einem dieser Themen, werden dort Display-Ads der GelbenSeiten jeglichen Formats platziert. Das erhöht die Relevanz und damit die Wirkung der eingeblendeten Werbung.
iSense nutzt Sense-Engine, eine Erfindung des britischen Linguisten David Crystal. Die Technologie analysiert die Wörter einer Website in ihrer Beziehung zueinander und zu ihrem Umfeld mit Hilfe von mehr als 3.000 hierarchisch gegliederten Kategorien.
Twitter startet lokale Suche
Eigentlich war es nur eine Frage der Zeit: Twitter steigt jetzt auch in die lokale Suche ein. Wer in Zukunft tweetet, der kann seine Geokoordinaten automatisch mit aussenden.
Die neue Funktion soll im ersten Schritt App-Entwicklern als Programmierschnittstelle dienen, bevor sie dann für die Community freigeschaltet wird, erklärt Twitter-Gründer Biz Stone in seinem Blog. Sobald ein Nutzer dann eine Kurznachricht abschickt, wird auch der Längen- und Breitengrad seines Standortes übermittelt – sein Einverständnis vorausgesetzt. So bietet sich in Zukunft zum Beispiel die Möglichkeit, gezielt nach Tweets aus der eigenen Umgebung zu suchen. Biz Stone meint dazu: „Man kann sich leicht vorstellen, wie interessant das bei einem Event wie einem Konzert sein könnte oder etwas Dramatischerem wie einem Erdbeben.“
Yelp auf Blackberry: Bing statt Google
Für das iPhone hat Yelp inzwischen Version 3 seiner App gelauncht. Jetzt gibt es den US-Dienst für die
lokale Suche und Bewertung von Geschäften und Anbietern auch auf Blackberry, wie der Yelp Blog wissen ließ.
Die Karten stammen allerdings nicht wie bei der iPhone-App von Google, sondern von Bing. Nach Worten von Yelp gegenüber TechCrunch hat das schlicht und einfach damit zu tun, dass Bing Zugriff auf die sogenannten Map Tiles oder Kartenkacheln gewähre, was für die Darstellung beweglicher Karten in der App unverzichtbar sei. Die Anwendung lokalisiert das Endgerät und ermöglicht dem Nutzer so, nach Geschäften in seiner Umgebung zu suchen und Bewertungen zu lesen. Vorerst gibt es die App nur in den USA, Kanada und Großbritannien.
Lokale Suche treibt mobiles Internet an
Das mobile Internet ist den meisten Deutschen laut Umfrage zwar noch deutlich zu teuer (wir berichteten) – die Experten aus Telekommunikation und IT glauben trotzdem fest daran, dass das Medium sich bald schon allseits als nützlicher Helfer durchsetzen wird.
Location Based Services gehören dann neben E-Mails und Instant Messaging zu den Treibern auf dem Markt. So sagt es zumindest der jüngste „Mobile Outlook“, den der Internet-Fachverband eco nun schon zum dritten Mal veröffentlicht hat. Mit 100 Teilnehmern gilt die Studie laut eco als die bedeutendste Umfrage in der deutschen Branche, wenngleich es sich nicht um eine repräsentative Erhebung handelt.
Von den 100 Befragten jedenfalls rechnen 63 Prozent ortsbezogene Dienste in Zukunft zu den wichtigsten massentauglichen Funktionen im mobilen Internet. Auch das Web 2.0 hat demnach gute Chancen: 38 Prozent meinen, dass Facebook, Flickr oder StudiVZ sich auch mobil durchsetzen werden. „Das Web 2.0 ist im mobilen Sektor angekommen“, sagt Bettina Horster vom Dortmunder IT-Haus Vivai. Sie leitet bei eco den Arbeitskreis M-Commerce.
Bizwiki: Lokales Branchenverzeichnis als Wiki
Bizwiki will das Branchenverzeichnis neu erfinden. Der frisch gegründete Dienst organisiert die lokale Suche nach Anbietern und Geschäften als eine sich selbstorganisierende Community – eben als Wiki fürs Business.
Laut einer Pressemitteilung auf WebWire haben sich mit Keith Hinde, Matt Aird, Craig Sefton und Arthur Jenkins ein paar echte Verzeichnisveteranen bei dem Service zusammengetan. Die Herren stehen für Verzeichnismarken wie Infospace, Thomson Directories, TradePage und Webcrawler. Zentral für Bizwiki ist die kostenlose Editierfunktion. Jedes Unternehmen kann ohne Extragebühr seinen Eintrag um Informationen wie Öffnungszeiten, Preisaktionen oder neue Filialen erweitern – auch wenn die Firma selbst keine eigene Internet-Präsenz hat. Umgekehrt können natürlich auch die User einen Eintrag ergänzen, etwa mit ihren eigenen Erfahrungen. Wie jedes Wiki hat auch Bizwiki dafür seine eigenen Autorenrichtlinien. Den Service gibt es zurzeit für die USA und Großbritannien. Im nächsten Schritt soll er auf andere englischsprachige Länder ausgedehnt werden.
Twitter wird zur lokalen Shopping-Suche
Für viele ist Twitter nach wie vor nichts anderes als eine virtuelle Quasselbude. Wie sich der Echtzeit-Dienst jedoch in ein wirklich nutzbringendes Tool umwandeln lässt, zeigt jetzt Justbought.it.
Der noch junge Service will mit Hilfe von Twitter das Shoppen vor Ort erleichtern. Wer also gerade in einer Stadt in einem Laden eingekauft hat und darüber einen Tweet absetzt, der kann diese Kurznachricht auch an Justbought.it weiterleiten. Dort werden die Tweets zu einer Location als Tipps für diejenigen zusammengestellt, die gerade in der Nähe sind und nach Empfehlungen fürs Einkaufen suchen. Das geht ziemlich einfach: Man loggt sich ein und sieht, wer rund um seinen Standort – der über Google Maps definiert wird – gerade in welcher Kategorie etwas gekauft hat. Die Idee ist spannend, aber es hapert noch an der Umsetzung – die magere Befüllung des Dienstes kann man bislang kaum als Shopping-Hilfe bezeichnen.
Google Street View jetzt auch mit Picasa
Nachdem Google bereits seit Februar Ansichten auf Street View mit geokodierten Fotos der Community Panoramio anreichert (wir berichteten), ergänzt die Suchmaschine den Dienst jetzt auch mit öffentlich zugänglichen, geokodierten Bildern aus Picasa.
Dies „hilft den Nutzern von Google Maps, von einem Standort einen besseren Eindruck zu bekommen, vor allem dort, wo wir vielleicht nicht über Panoramio-Fotos verfügen“, schreibt Daniel Cotting im Google Lat Long Blog. Aufnahmen mit erkennbaren Gesichtern würden ausgefiltert, versichert das Blog. Außerdem sorge ein vorheriger Bildabgleich dafür, dass die veröffentlichten Fotos auch wirklich relevant für den User seien. Das Feature gibt es zunächst für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten rund um die Welt.
Bing: Lokale Suche mit der Scorecard
Bing prischt jetzt auch bei der lokalen Suche vor. Die „neue“ Suchmaschine von Microsoft hat laut einer Nielsen-Studie inzwischen einen Marktanteil von weltweit rund neun Prozent erobert.
Damit hat Bing mehr Bewegung auf den Markt gebracht als dieser in den letzten Jahren jemals hatte. Kein Wunder, dass die Suchmaschine ihren Usern immer mehr Features und Anwendungsmöglichkeiten präsentiert. Wer auf das Bing Search Blog geht, findet dort jetzt eine ausführliche Anleitung zur lokalen Suche. Im Mittelpunkt steht dabei die „Scorecard“, zu Deutsch also die Wertungsliste, die es vorerst nur für die USA gibt.
Wer zum Beispiel ein Restaurant in einer bestimmten Stadt sucht und auf einen Treffer klickt, bekommt in einer Übersicht alles zusammengestellt, was ihn zu diesem Restaurant interessieren könnte – sprich also neben den Standard-Kontaktangaben auch Öffnungszeiten, Fotos, Berichte von Gästen und eben die Scorecard, die die Wertungen von Besuchern nach Kategorien wie Atmosphäre, Qualität des Essens und Service als Balkendiagramm zusammenfasst.
Der Routenplaner von Bing Maps führt danach ans gewünschte Ziel, das man sich auf der Karte oder auch aus der Vogelperspektive anschauen kann. Was meint das Blog selbst über die lokale Suche? „Das Ding rockt.
Mobiles Internet ist den meisten zu teuer
Lokale Suche bewährt sich vor allem unterwegs mit dem Handy. Glaubt man den Hamburger Marktforschern von Fittkau & Maß, dann sind die heutigen Kosten für die Nutzung des mobilen Internets dabei jedoch ein ganz klarer Hemmschuh.
Teure Tarife sind der Studie zufolge mehr als 70 Prozent der Befragten ein Dorn im Auge und demzufolge die Hauptursache dafür, dass die Deutschen mit ihrem Handy das Internet nach wie vor eher meiden. Nur jeder vierte Befragte geht überhaupt mal mit seinem Mobilfunkgerät ins Netz. Neben den hohen Preisen ist immerhin noch für 44 Prozent die mangelnde Usability mobiler Internetseiten ein Hinderungsgrund.
Twittern und lokal suchen
Tupalo.com, ein österreichischer Web-2.0-Suchdienst, der sich selbst als Social Yellow Pages bezeichnet, ist jetzt auch über Twitter zu erreichen.
Laut einer Pressemitteilung können die „Tupaleros“ künftig über den Login bei Twitter direkt auf Tupalo.com gehen und dessen Services nutzen. Dazu gehören, ähnlich dem in Deutschland bekannteren Dienst qype, unter anderem die Suche nach interessanten Anbietern aus unterschiedlichsten Branchen, die der User bewerten kann, die Anzeige auf der Karte von Google Maps inklusive Routenplanung oder auch das Hochladen von Fotos einer Location. Auch umgekehrt funktioniert das Angebot: Tupalo-User können ihre Berichte automatisch auf Twitter posten.







