Archive for September, 2009
suchen.de stellt auf Bing um
Die lokale Suchmaschine suchen.de hat ihre Karte auf Microsoft Bing umgestellt. Damit werde der Dienst „noch interaktiver, schneller und nutzerfreundlicher“, sagen die Münchner in einer Pressemitteilung.
Die Kartendaten bezieht suchen.de vom Nürnberger Anbieter Map and Route. Neu ist nach Aussagen des Suchmaschinenbetreibers Searchteq neben der größeren Usability, dass der Nutzer jetzt auch Haltestellen von U- und S-Bahn in der Karte findet. Und: Die Karte – die unter anderem Luftbilder in Schrägansicht bietet – ist deutlich schneller geworden. Weitere Features sind geplant, um das Sucherlebnis „noch attraktiver zu machen“. Dazu zähle zum Beispiel die schnelle Einbindung von Zusatzinformationen, heißt es.
Localist: Party in der Nachbarschaft
Event-Planer im Internet gibt es genug. Aber einen Social-Media-Event-Planer für die eigene Stadt? Da hat Localist eine Lücke geschlossen.
Zwar gibt es den Dienst bislang erst für die US-Städte Baltimore und Washington, D. C., aber der Ansatz klingt vielversprechend. Wer auch immer ein Event anzubieten hat, kann hier die entsprechenden Daten direkt einstellen und trägt somit zum lokalen Event-Verzeichnis für seine Stadt bei. Der Nutzer kann nach Kriterien wie Standorten, Art des Events, Altersbeschränkung oder Datum suchen, über Facebook und Twitter Bewertungen abgeben und sich die Termine mit Google Calendar, iCal oder per RSS Feed merken. Darüber hinaus kann man den Termin weiterempfehlen oder auch sehen, ob bereits Freunde das betreffende Event besuchen wollen.
11880: Jetzt auch mit lokaler Suche fürs iPhone
Einer geht noch: Nachdem bereits Auskunftsmedien wie DasTelefonbuch oder die GelbenSeiten eine eigene App fürs iPhone entwickelt haben, mischt jetzt auch die 11880 von Telegate mit.
Wie seine „Vorgänger“ ist auch diese App kostenlos. Laut Pressemitteilung hat der Nutzer Zugriff auf 30 Millionen Adressdaten und kann außerdem nach Standorten wie Geldautomaten, Fast-Food-Restaurants, Notapotheken oder Kaffeebars im Umkreis suchen. Auch sonst bietet 11880 alle Features, die man von einer lokalen Suche erwarten kann, zum Beispiel: Direktanruf des privaten Teilnehmers oder Dienstleisters, Speicherung des Kontakts im persönlichen Adressbuch, Routenplanung und Rückwärtssuche. Hinzu kommen aktuelle Verkehrsinfos.
Communities: Nach dem Chatten jetzt auch Schnattern
Social Networks und Telefonie – das geht auf einmal wie selbstverständlich zusammen. Twitter und Facebook ermöglichen ihren Communities jetzt das Telefonieren via Internet, nach bewährtem Skype-Vorbild. In Deutschland steigen wer-kennt-wen und Lokalisten ein, allerdings mit speziellen Handy-Tarifen.
Innerhalb nur rund einer Woche gaben damit also gleich vier Community-Plattformen ihren Start ins Telefoniegeschäft bekannt. Twitter bietet zusammen mit dem IP-Telefonie-Spezialisten Jahjah zwei Gratisminuten zum Internet-Telefonieren an, Facebook geht mit Vivox ins Rennen. Deutschlands Communities versuchen es mit Tarifangeboten für Handys: wer-kennt-wen kooperiert dabei ab Oktober mit Vodafone, hat aber noch keine Preisdetails bekannt gegeben. Auch die Lokalisten, die ebenfalls im Oktober ihr Angebot mit O2 starten wollen, halten sich vorerst bedeckt. Die Rede ist von einem Prepaid-Tarif zu “sehr attraktiven Freundschaftspreisen“.
GoYellow: Lokale Suche „zieht um“
GoYellow will seinen Nutzern jetzt den Umzug erleichtern. Zusammen mit der Vermittlungsplattform umzugshelden.de bietet der Internet-Auskunftsdienst jetzt einen eigenen Umzugsservice an.
Wie die Umzugshelden in einer Pressemitteilung bekanntgeben, erleichtern dabei nicht nur Preisvergleiche dem potenziellen Auftraggeber die Entscheidung, sondern auch frühere Bewertungen, ein eigener Qualitätsindex und zusätzliche Faktoren wie die Nähe des Dienstleisters zum Wohnort. Insgesamt 2.000 Dienstleister sind über den Service zu finden.
Callis Tipps: Lokale Suche mit Reiner Calmund
Golocal, soziale Empfehlungsplattform und Partner von DasÖrtliche, lockt iPhone-User jetzt mit Ex-Fußball-Schwergewicht Reiner Calmund. „Calli“ tritt in der neuen App als Restaurant-Experte auf.
Die eigentlichen Tipps rund ums Essen und Trinken stammen wie im Web von den golocal-Usern, aber präsentiert werden sie in der App von einer Animationsversion des ehemaligen Managers von Bayer 04 Leverkusen. Der tritt dann schon mal als Elvis oder als Pizzabäcker auf und erklärt im O-Ton die einzelnen Restaurantkategorien. „Keine 1:1-Umsetzung des golocal-Portals sollte es werden, wir wollten eine Applikation entwickeln, die in erster Linie Spaß macht, mit der man spielen kann und die dennoch nützliche Funktionen hat“, schreiben die Macher in ihrem Blog.
Eine Demo-Version im Internet zeigt, wie die App auf dem iPhone funktioniert.
Neue iPhone-App: Lokale Suche mit Falk
Immer mehr Anbieter entdecken das iPhone als Multitalent für Navigation und lokale Suche. Falk legt jetzt nach.
Falk bietet seine Dienste jetzt für das iPhone 3 G und 3 GS an. Eine echte Navigationssoftware gibt es zwar schon, sie läuft aber noch in der Beta-Version und soll Ende des Jahres auf dem Markt sein, teilt das Unternehmen mit. Unterdessen bietet Falk für insgesamt 28 Städte Offline-Reiseführer an, die pro Stadt 3,99 Euro kosten und auf eine Datenbank mit insgesamt 44.000 Points of Interest zugreifen – Detailinfos und Bildmaterial inklusive. Mit dem iPhone 3 G oder 3 GS kann sich der Nutzer seinen aktuellen Standort und interessante Punkte in der Umgebung zeigen und ans gewünschte Ziel führen lassen. Für ausgewählte Städte bietet Falk außerdem Nahverkehrspläne, Audio-Informationen und stündliche RSS-Feeds zu den Lieblingsplätzen der Community an.
Mobiles Internet wird heimisch
Das mobile Internet, Hoffnungsträger für die lokale Suche, wird offenbar vor allem zuhause genutzt. Das legt zumindest eine aktuelle Studie der Unternehmensberatung Accenture nahe.
Demnach haben 62 Prozent der Befragten E-Mails und Nachrichten über ihr Mobiltelefon von zuhause abgerufen (2008: 41 Prozent). Nur 55 Prozent sind ins mobile Netz gegangen, während sie unterwegs waren (2008: 64 Prozent).
Grund dürfte laut Accenture sein, dass Handys und insbesondere Smartphones aufgrund ihrer zunehmend einfachen Bedienbarkeit immer mehr zum Ersatz für den heimischen PC werden. Will heißen: Bevor sie den Rechner hochfahren, um im Internet eine Suche zu starten oder E-Mails abzurufen, greifen viele lieber zum Mobilgerät. “Smartphones, aber auch Netbooks sowie Spielkonsolen und Fernseher mit Internetzugang weichen alte Grenzen auf”, resümiert Nikolaus Mohr von Accenture in einer Pressemitteilung. Kein Wunder somit, dass der Absatz bei PCs und Laptops sinkt, während Netbooks zulegen.
Insgesamt, so die Studie, verwende heute jeder dritte befragte Mobile-Web-Nutzer sein Handy täglich, um online zu sein (33 Prozent). 2008 waren es 22 Prozent. Besonders intensiv surfen Befragte, die ein Touchscreen-Handy besitzen. 41 Prozent davon gehen täglich ins Netz. Auch die günstigen Flatrates für mobiles Surfen fördern den Trend. 35 Prozent der befragten Mobil-Surfer gehen laut Accenture mit einer Daten-Flatrate ins Netz.
meinestadt.de erweitert lokale Suche fürs iPhone
Die kostenlose iPhone-App von meinestadt.de bietet jetzt mehr Suchmöglichkeiten: Die neue Volltextsuche ermöglicht dem User, lokale Informationen noch schneller zu durchforsten, sagen die Siegburger.
So könne der User zum Beispiel mit Hilfe der Volltextsuche in den Bereichen Kino und Veranstaltungen bequemer recherchieren. Ausgebaut wurde laut der Pressemitteilung auch der Wetterchannel, der jetzt neben der 5-Tage-Vorhersage aktuelle Unwetterwarnungen für jede Gemeinde in Deutschland liefert. “Rund 200.000 Mal wurde unsere Umkreisradar-Applikation seit dem Start heruntergeladen, die Zugriffe steigen von Tag zu Tag rasant an”, freut sich Philipp Stegger, Senior Manager Corporate Development von meinestadt.de. “Der Bedarf, lokale Infos unterwegs abzurufen, ist also sehr groß.”
Augmented Reality: Neuer Hype bei lokaler Suche
Zu Jahresbeginn machte die österreichische Mobilizy mit Wikitude für Android Schlagzeilen. Jetzt legen die Salzburger bei ihrem Browser nach, aber auch weitere Apps katapultieren die lokale Suche ins Zeitalter der Augmented Reality.
Mobilizy hat jetzt die Plattform Wikitude.me in den Browser integriert. Damit hat jeder User die Möglichkeit, direkt über Wikitude ortsbezogene Informationen in seinen Facebook-, Twitter-, Google- oder Yahoo-Account zu integrieren und für andere Nutzer zugänglich zu machen, die sich vor Ort aufhalten.
Wer in Paris mit dem iPhone 3 GS unterwegs ist, kann sich mit “Metro Paris Subway” von Presselite nicht nur durch das U-Bahn-Netz navigieren, sondern erhält auch Infos zu Buslinien, Restaurants, Coffeeshops, Fast-Food-Ketten, Hotels und Erholungsorten. Dabei blendet das Programm erklärende Avatare ins Live-Bild der iPhone-Kamera ein.
Auch das Branchen-Empfehlungsportal Yelp ermöglicht jetzt Augmented Reality, hat das neue Feature jedoch in einem so genannten Osterei versteckt. Wer sich die Yelp-App aufs iPhone lädt, muss sein Gerät erst dreimal schütteln, dann startet das “Monocle”. Yelp blendet dann Zusatzinformationen zu bestimmten Standorten in die iPhone-Kamera ein.
Das Programm ARound von Sequence Point Software, entwickelt für das Symbian-Betriebssystem S60 von Nokia, bezieht seine Zusatzinfos von Wikipedia und geonames.org, einer freien Datenbank mit Namen von über 6,5 Millionen topografischen Orten, und zeigt darüber hinaus Twitter-Einträge aus der Umgebung an.
Und natürlich darf Google nicht fehlen, wenn auch erst einmal mit einer eher nicht waschechten Lösung. Street View zeigt dem User am PC beim virtuellen Gang durch die Straßen einer Stadt jetzt Zusatzinformationen in Form der von Google Maps bekannten Pop-ups. Man kann sich auch von Maps aus, je nach Verfügbarkeit der Informationen, direkt zu Street View durchklicken.







