Archive for October, 2009
Localyte: Sherpa in der Hosentasche
Der Reisedienst Localyte hat mit Pocket Sherpa einen neuen lokalen Suchdienst fürs iPhone gestartet. Wer privat oder geschäftlich unterwegs ist, kann mit der kostenlosen App Ortskundige nach Infos zum Reiseziel fragen.
Localyte (Motto: „Travel Like A Local“) verbindet Reisende mit Menschen vor Ort, die sich als virtuelle Stadtführer oder Ratgeber zur Verfügung stellen. Das Spektrum reicht von der kostenpflichtigen Führung bis hin zum Gratis-Tipp von Teilnehmern, die einfach nur helfen wollen. Ob jedoch Reaktionszeiten von „wenigen Stunden“, wie es Localyte-Chef Guillermo Baensch auf TechCrunch ausdrückt, für die Nutzer ausreichend sind, sei dahingestellt. Nach eigenen Angaben umfasst der Service inzwischen 40.000 Stadtführer an mehr als 10.000 Zielen in 160 Ländern. Viele davon hat Localyte via Social Networking gewonnen, zum Beispiel über ein eigenes Facebook-Profil und einen Twitter-Account.
Goby: Neue lokale Suchmaschine am Start
Und wieder eine lokale Suchmaschine: Goby heißt das Start-up aus Boston, das seinen Nutzern verspricht, in bislang einmaliger Weise „neue Wege zu finden, wie man seine Freizeit verbringen kann“.
Wer bei Goby sucht, muss drei Fragen beantworten: „What“, „Where“ und „When“. Das Ergebnis, versprechen die Betreiber, seien Treffer von höchster Relevanz und Qualität. Nach eigener Aussage durchsucht Goby Hunderte ausgewählter Websites sowie Datenquellen wie die Bewertungs-Community Yelp, um seinen Nutzern Informationen über „Millionen von Attraktionen, Aktivitäten, Events, Restaurants und weiteren interessanten Locations quer durch die USA” zu bieten. Die Trefferliste wird flankiert von Google Maps – bis die Treffer zu sehen sind, braucht die derzeitige Beta-Version allerdings noch recht viel Zeit.
Hinter dem Projekt stehen ein paar ausgemachte Namen der Branche, wie Elisabeth Osmeloski auf Search Engine Land berichtet: Mit von der Partie sind unter anderem Mark Watkins vom Suchtechnologie-Anbieter Endeca Technologies oder Professor Michael Stonebraker vom Massachusetts Institute of Technology.
Place Pages: Ein Standort, eine Seite
Google Maps bohrt die lokale Suche weiter auf: Jetzt kann man sich zu einem konkreten Standort alle Ergebnisse aus dem Web direkt auf einer Übersichtsseite, der „Place Page“, anschauen.
Der Weg dorthin führt über die bekannte Info-„Blase“, die sich beim Anklicken eines Treffers auf der Karte von Google Maps öffnet. Wenn man dort jetzt auf „mehr Infos“ klickt, gelangt man zu der Übersichtsseite. „Eine Place Page ist eine Webseite für jeden Ort auf der Welt, die jede weltweit verfügbare Information zu diesem Ort zusammenstellt“, schreibt Avni Shah im Google Lat Long Blog. Sein bevorzugter Schoko-Shop ist das Burdick Chocolate Cafe in Boston, an dessen Beispiel er den neuen Service zeigt. Kontaktdaten, Öffnungszeiten, Fotos, Routenplaner, Bewertungen – das alles kann man auf der Place Page auf einen Blick sehen. Verfügbar ist das Feature ebenso für Sehenswürdigkeiten, Städte oder auch geografische Ziele.
Augmented Reality erobert die dritte Dimension
Layar gibt es jetzt dreidimensional: Der Browser ermöglicht es Entwicklern, echte Objekte vor der Handy-Kamera mit Texten oder Bildern in 3 D anzureichern.
Auf der Picnic Conference in Amsterdam, stellte die niederländische SPRX Mobile – Betreiber von Layar – ihr neues Feature vor. Wer die Augmented-Reality-Plattform mit seinem Smartphone nutzt, sieht in Zukunft mitunter dreidimensionale Hinweistexte, die beispielsweise vor einem Geschäft schweben. Oder es fliegt ein virtuelles Flugzeug vor dem Auge der Kamera durchs Bild und macht etwa auf ein Reisebüro aufmerksam. Alles, was ein Entwickler dafür tun muss, ist, ein 3-D-Objekt in die betreffenden Inhalte einzubetten und mit Geokoordinaten zu versehen.
Wie das dann für den Betrachter aussieht, demonstriert Layar in zwei Videos auf YouTube:
Layar3D Augmented Reality Engine Trial: Venue Tagging
Layar3D Augmented Reality Engine Trial: Flyby of a Boeing 747







