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De bello gallico streetviewensis

Ganz Deutschland ist im Griff von Google Street View. Ganz Deutschland? Nein! Ein von unbeugsamen Ratsherren regiertes Städtchen hört nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten.

Besagtes Städtchen heißt Ratingen, liegt gleicht neben Düsseldorf und will für jeden gefilmten Kilometer Straße von Google in Zukunft Wegezoll in Höhe von 20 Euro kassieren. Ob sich das große Mountain View davon beeindrucken lässt? Rechnet man alle 309 Kilometer Straße zusammen, über die die 90.000-Seelen-Stadt verfügt, würde Google am Ende eine Rechnung von 6.180 Euro ins Haus flattern.

Dort lächelt man nur müde. Die Fotoaufnahmen für Street View werden bei der regulären Teilnahme am Straßenverkehr gefertigt, zitiert dpa die Sprecherin Lena Wagner. Ratingen kontert und droht mit Paragraph 18 des nordrhein-westfälischen Straßen- und Wegegesetzes, demzufolge die Aufnahmen genehmigungspflichtig seien und die Stadt eine Sondernutzungsgebühr verlangen dürfe.

In Ratingen ist übrigens bislang noch nicht ein einziger Kilometer von Google fotografiert worden.

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