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Archive for February, 2010

Augmented Reality: Jetzt auch als Handy

Viel wurde in den letzten Monaten über neue Dienste für Augmented Reality (AR) geschrieben. Völlig neu ist jedoch die Ankündigung eines Start-ups mit dem sperrigen Namen QderoPateo, ein spezielles Handy für AR auf den Markt zu bringen. Die Branche ist voller Erwartung.

Der Chinese Steve Chao, einer der Väter des Angebotes und laut „Business Week“ Asiens bester Unternehmer 2009, will mit dem Projekt zweifellos auch Geld verdienen, aber offiziell geht es ihm darum, den Ruf der AR zu retten. Denn die Technologie ist für Chao weit mehr als zum Beispiel das Ablesen von Strichcodes auf irgendwelchen Plakaten. Ihm geht es um echte Bilderkennung, und genau das soll das neue Handy auch können. Damit nicht genug: Das Wunder-Werkzeug soll die Position seines Nutzers auch zehnmal genauer bestimmen können als herkömmliche GPS-Geräte, weil es neben der Satellitenpositionierung unter anderem auch Beschleunigungssensoren verwendet.

Das Örtliche geht auf Android

Die mobile App von Das Örtliche ist inzwischen nicht nur fürs iPhone erhältlich, sondern auch für Android-Smartphones. Die Features für Android sind die gleichen wie beim iPhone.

Die App ermittelt nach dem Okay des Users automatisch seinen Standort und lässt sich dann auf individuelle Wünsche zuschneiden. Der Nutzer kann sich so informieren, was ihn rings um seinen Aufenthaltsort interessieren könnte. Das funktioniert so: Lieblingsthemen als Favoriten direkt auf den Startbildschirm legen, zum Beispiel Sport, Kultur, Nachtleben. Ein Klick, und man hat zum gewünschten Thema die passenden Einträge aus seinem Umkreis, wahlweise auf einer Karte oder als Luftbild -  Adresse und Telefonnummer inklusive. Die mehr als 500.000 Gewerbeeinträge lassen sich mit einem weiteren Klick direkt kostenfrei anrufen. Eigentlich praktisch, wenn man im Restaurant oder Kino gleich reservieren will. Der Routenplaner erklärt den schnellsten Weg ans Ziel.

Twitter zeigt lokale Trends

Twitter geht weiter in Richtung Location Based Services: In den USA hat das Kurznachrichten-Portal sein neues Feature „Local Trends“ herausgebracht.

Vor wenigen Tagen haben Ryan Sarver sowie Raffi Krikorian vom Twitter-Team mitgeteilt, dass der neue Service „Local Trends“ in den USA an den Start gegangen ist. Dank geokodierter Daten kann sich der User damit zeigen lassen, was in seiner direkten Umgebung in der Twitter-Community gerade besonders angesagt ist. Noch können nur wenige den neuen Service nutzen, aber das soll sich schnell ändern.

Mit der Einführung der „Local Trends“ verfolgt Twitter seinen jüngst durch den Kauf von Mixer Labs (wir berichteten) eingeschlagenen Weg, in Zukunft verstärkt auf Standort basierte Dienste zu setzen.

Nokia: Welt-Navi für lau

Konkurrenz für Google: Seit 21. Januar dieses Jahres bietet Nokia seinen Navigationsdienst Ovi Maps mit Kartenmaterial zu mehr als 180 Ländern für seine GPS-fähigen Smartphones kostenlos an. Zunächst steht die Gratissoftware für zehn solcher Geräte zur Verfügung, weitere folgen in Kürze.

Der finnische Handy-Riese Nokia antwortet mit seiner kostenlosen Navigationslösung Ovi Maps auf den Vorstoß des Internet-Riesen Google, der im November vergangenen Jahres mit seiner Map Navigation (wir berichteten) eine Gratis-App für Android-Smartphones herausbrachte. Das Google-Angebot gibt es bislang nur für die USA. Nokia hingegen bietet seine Fahrzeug- und Fußgängernavigation für 74 Länder und in 46 Sprachen an. Laut Nokia steht bereits für 180 Länder – nahezu für die ganze Welt – das Kartenmaterial zur Verfügung.

Google wird deshalb nicht zittern, sondern schnell nachlegen. Unter Druck geraten könnten jedoch Hersteller klassischer mobiler Navigationsgeräte.

Bing Maps zeigt lokale Events

Die neue App von Bing Maps zeigt dem Nutzer auf der Karte, welche Veranstaltungen in seiner Nähe stattfinden.

Chris Pendleton vom Bing-Team hat ein neues Feature im Blog der Suchmaschine vorgestellt: Wer sich die neue Applikation „Local Events“, die kostenlos zum Download auf der Site bereit steht, auf seinen Rechner lädt, dem werden auf der Karte Veranstaltungen zum gewünschten Ort gezeigt. Die Ergebnisse lassen sich nach Art und Zeitpunkt filtern. Mit einer Merkfunktion kann der User favorisierte Events speichern oder auch anderen mitteilen.

Lokale Suche in Online-Verzeichnissen weiter gestiegen

Die neueste Nutzerstudie vom VDAV (Verband Deutscher Auskunfts- und Verzeichnismedien) belegt, dass der Trend hin zur Lokalen Suche am PC und per Handy anhält.

Die mobile und die Online-Nutzung für die lokale Suche nach Privatpersonen oder gewerblichen Adressen ist gegenüber dem Vorjahr um 12 auf 38 Prozent gestiegen. Dies ergab die repräsentative Studie, die das Marktforschungsinstitut Ipsos im Auftrag des VDAV durchführte. Die Umfrageergebnisse machen aber auch deutlich, dass die Verzeichnissmedien insgesamt – ob gedruckt oder online – eine Wachstumsbranche bleiben: Auch im harten Wettbewerb mit Google & Co. werden sie von 93 Prozent der Deutschen genutzt. Selbst die gedruckten Verzeichnisse sind beliebter geworden: 79 Prozent der Befragten, und damit fünf Prozent mehr als im Vorjahr, greifen zum klassischen Buch, um Adressen zu finden.

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