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Points of Interest: Wird Twitter zum Echtzeit-Branchenverzeichnis?

Twitters nächster Vorstoß in der Lokalen Suche: Auf der Chirp-Konferenz in San Francisco hat der Zwitscher-Dienst ein neues Feature angekündigt, das die Szene als ersten Schritt in Richtung Branchenverzeichnis sehen – Points of Interest.
Ob das jetzt ein „Lokale-Suche-Tsunami“ wird oder das „Trojanische Pferd der Lokalen Suche“, wie Andrew Shotland auf Search Engine Land schon nahezu hyperventilierend orakelt, sei mal dahingestellt. Dennoch lässt das neue Feature aufmerken. Denn nach dem Geotagging von Tweets bedeuten die POIs einen weiteren, deutlichen Schritt nach vorne. Vereinfacht gesagt, kann man sich das Ganze vorstellen als Pendant zu Google Place Pages, sprich eine Seite, auf der der User alles Tweet zu einem bestimmten Ort im Überblick sehen kann.
Spannend wird die Sache, wenn man an die weiteren Konsequenzen denkt. Shotland entwickelt da ein schönes Szenario: Twitter, ist er überzeugt, wird früher oder später jedem örtlichen Anbieter seine eigene Seite zur Verfügung stellen, wo neben den Tweets von Usern vor Ort alle möglichen weiteren Infos zu sehen sind – also Fotos, Bewertungen, Tipps zum Beispiel. Und: Twitter werde Daten von den Yellow Pages einkaufen, um diese lokalen Seiten anzureichern. Damit nicht genug: Die Seiten werden indexierbar sein und könnten dann sowohl die Echtzeitsuche der großen Suchmaschinen als auch die organischen Treffer überfluten. Womit wir dann doch wieder beim Tsunami wären…

Points of Interest: Wird Twitter zum Echtzeit-Branchenverzeichnis?

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