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Dornröschen erwacht: Google Latitude greift Foursquare an (oder auch nicht)

Hoffentlich kein spätes Erwachen: Google öffnet seinen Lokalisierungs-Dienst Latitude über eine API anderen Entwicklern. Damit macht Mountain View (endlich) den Weg frei für Check-in-Features nach dem Vorbild von Hauptkonkurrent Foursquare.
Bis heute dümpelt Latitude mit schätzungsweise drei Millionen Usern weltweit vor sich hin. Das sind zwar immer noch fast dreimal so viel wie Neuling Foursquare zu verzeichnen hat, aber der fing bei Null an und konnte auf keinen Nutzerstamm zurückgreifen. Wie bei anderen Neuerungen rund um das Thema Lokale Suche so hatte Google auch mit Latitude Anfang 2009 eine geniale Idee, die aber gleich im Ansatz stecken blieb. Immer zu wissen, wo die Freunde sich gerade aufhalten – klingt spannend, aber als reiner Selbstzweck kommt das bestenfalls als Big-Brother-Versatz rüber und ist wahrscheinlich eher noch stinklangweilig.
Der Erfolg von Foursquare, Gowalla und Co. scheint den Suchmaschinenriesen wachgerüttelt zu haben. Mit der neuen API könnte der Veteran wieder Schwung bekommen und sich von dem erfolglosen Modell der kontinuierlichen Standortbestimmung lösen. Alles steht und fällt damit, ob sich jetzt die Check-in-Idee durchsetzt und dann mit den Daten und der Reichweite von Google Maps im Gepäck durchstarten kann. Nicht zu vergessen die Kombination mit Google Places, das ebenfalls über eine API geöffnet ist.
Wohin der Zug nach Meinung von Google selbst gehen sollte, hatte
Produktmanager Steve Lee bereits Anfang Mai auf der Web 2.0 Expo in San Francisco angedeutet, als er von einem „Hybrid-Modell“ aus Check-ins und Always-on sprach.
Nach Ansicht von MG Siegler vom Fachblog TechCrunch müssen sich nicht nur die mobilen Konkurrenten warm anziehen, sollte der Neuansatz von Latitude durchschlagen. Er warnt: „Wenn ich Facebook wäre, würde ich den ortsbezogenen Eintrag so schnell wie möglich fertigstellen.”

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