Trubel um Google: EU leitet Kartellverfahren gegen Google ein

Weil sich einige Konkurrenten bei der Platzierung der Suchergebnisse benachteiligt fühlen, hat die Europäische Kommission eine formelle kartellrechtliche Untersuchung gegen Google eröffnet. Sollten die Wettbewerbshüter feststellen, dass der Suchmaschinenriese tatsächlich seine marktbeherrschende Stellung missbraucht und gegen die europäischen Kartellgesetze verstoßen hat, droht Google eine Geldbuße von bis zu zehn Prozent seines Umsatzes. So könnte sich die Strafe auf 2,4 Milliarden Dollar belaufen.
Bereits im Februar dieses Jahres hatten konkurrierende Suchdienste Beschwerde bei der EU-Kommission eingelegt. Ihr Vorwurf: Google benachteilige ihre Dienste in den unbezahlten und bezahlten Suchergebnissen. Zudem seien Googles eigene Angebote besser platziert als die der Konkurrenz. Nun folgt die EU-Kommission mit der Einleitung der Untersuchung diesen Beschwerden.
Das Verfahren allein unterstelle laut EU-Kommission jedoch noch keine Zuwiderhandlung, sondern nur, dass sie der eingehenden Untersuchung des Falles Vorrang einräumt. Google hat erklärt, dass es gegen keine Kartellgesetze verstoßen habe. Der Nachweis des Gegenteils könnte eine Herausforderung für die Wettbewerbshüter sein. Denn dazu müssten sie den Algorithmus der Google-Suche kennen, der die Relevanz von Webseiten für die Auflistung der Ergebnisse einstuft. Wie weit Google hier mit den Behörden zusammenarbeiten und sich ins Herz ihrer Suchmaschine blicken lassen wird, gilt es abzuwarten.
Trubel um Google: EU leitet Kartellverfahren gegen Google ein






