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ILM East 2011: Konferenz rund um die lokale Suche

„Die wirkliche Welt ist immer lokal“, so eins der Zitate von David Weinberger, Autor und Forscher beim Berkman Center for Internet & Society an der Harvard Universitiy, zum Auftakt der vergangener Woche in Boston stattgefundenen Konferenz Interactiv Local Media East (ILM East) 2011. Drei Tage lang drehte sich alles rund um den lokalen Online-Media-Bereich.
Vom 21. bis 23. März lauschten knapp 500 Teilnehmer den Vorträgen der Local-Media-Experten von Unternehmen wie AOL, Constant Contact, Facebook, Foursquare, Google, LivingSocial und anderen Granden der Szene. Die Sprecher referierten und diskutierten über die Zukunft und die Erfolgsaussichten der sozialen und lokalen Internetbranche. Das Local-Media-Watch-Blog, dessen Betreiber BIAKelsey die ILM veranstaltet hat, hielt uns mit x Postings letzte Woche auf dem Laufenden. Wir geben eine kurze Zusammenfassung der in unseren Augen wichtigsten Aussagen und Neuigkeiten.

Sozialer Nutzen erfordert Lokalität und User-Kontakt

Weinberger sagte, dass das Internet einen einzigartigen Schatz an Verknüpfungen von Information, Kommunikation und Geselligkeit böte. Für den sozialen Nutzen des Netzes sei das Lokale allerdings unumgänglich. Der Forscher riet zudem allen aus der Branche, die eigenen Interessen an die der Verbraucher anzupassen, mit ihnen zu kommunizieren und ihnen zu ermöglichen, das Angebot zu bewerten.

Coupons: Mehr Targeting nötig

In der Diskussion zwischen den Online-Marketingexperten Brian Costello von der Valassis Communications, Jere Doyle von Prospectiv und James Grenn von Travidia ging es um das große Geschäft des Couponings: Eines der Ergebnisse war, dass dieser Bereich zwar zukunftsträchtig ist, jedoch mehr auf die Zielgruppen abgestimmt sein sollte. Hier müsse man einen Kontext um die lokalen Inhalte schaffen, um die Relevanz für lokale Rabattangebote für den Verbraucher bei seinem Einkauf hervorzuheben, die Ansprache der Zielgruppe müsse dabei wiederum ortsbezogen sein.

LivingSocial testet Instant Deals

Diese Richtung hat LivingSocial, eine der führenden Gruppenrabatt-Plattformen, bereits in Teilen eingeschlagen, wie Eric Eichmann, Leiter des operativen Geschäfts des Unternehmens, aufzeigte. LivingSocial werde seine Schnäppchenangebote weiter regionalisieren und auch für kleine Orte oder Gegenden anbieten, da der Verbraucher dazu neige, direkt im Laden vor Ort einzukaufen. Momentan testet das Unternehmen so genannte Instant Deals, also Rabattangebote, die gerade in Echtzeit Gültigkeit haben. Solche Aktionen könnten laut Eichmann die Händler über eine mobile App hochladen und ihre speziellen Waren oder Services in einem bestimmten Zeitfenster anbieten (z. B. „In den nächsten drei Stunden: Mittagessen zum halben Preis“).

Hyperlokale Infos für Mamis und das Bürgertum

In einer anderen Gesprächsrunde behandelten die Teilnehmer das Thema „Hyperlokalität“ und wie das auf den genauen Standort des Users zugeschnittene Angebot effektiv und profitabel ausfallen kann. Mike DeLuca von AOL Local, zuständig unter anderem für das AOL-Portal Patch, einem Netzwerk hyperlokaler Seiten, für das lokale freie Texter schreiben, gab ein paar Tipps für diese Sparte. „Der Schlüssel für erfolgreiche Werbung auf Seiten wie Patch ist, sich zu vergewissern, dass sie wirklich lokal ist“, erklärte DeLuca. Und fuhr fort, dass beispielsweise eine Anzeige der Bank of America für Patch deshalb uninteressant sei. Ein weiterer Garant für ein aussichtsreiches hyperlokales Angebot sei die Ansprache der Mütter, sie seien eine große Zielgruppe, ebenso sehr sozial und bürgerlich bezogene Menschen.

Ziehen wir ein Fazit der ILM East 2011: Die Bedürfnisse der Individuen rücken immer stärker in den Fordergrund. Der Trend geht hin zu Online-Angeboten und –Werbung, die noch exakter auf den einzelnen User und dessen genauen Koordinaten ausgerichtet sind.

ILM East 2011: Konferenz rund um die lokale Suche

1 Kommentar zu „ILM East 2011: Konferenz rund um die lokale Suche“

  • f_wenz:

    Hyperlokale Angebote News- und/oder Communityangebote sind sicher ein spannendes Thema, zumal diese in der Vermarktung nahe an den Themen Verzeichnissen und lokale Suche liegen. Ich suche ja meine Kontakte oder Veranstaltungstips oder Schlemmerempfehlungen in aller Regel lokal und nicht im nächsten Bundesland. Schwierig ist das Dreieck zwischen Redaktion/Contents, dauerhafter Nutzung bei gleichzeitig heterogenen Zielgruppen und Vermarktung ggü einer tendenziell Offline-affinen Zielgruppe in den Griff zu bekommen. Unser “hyperlokales” Projekt bei http://www.mein-spandau.info einen begrenzten lokalen Markt tragen erste Früchte zeigen aber auch die vorgenannten Schwierigkeiten auf.

    Dass überregionale Werbung á la BoA hier fehl am Platz ist, würde ich verneinen, da das alles eine Frage der vermarktbaren Reichweite ist und der passenden Zielgruppe. Schließlich wird die BoA ja vermutlich auch in der Lokalzeitung oder per DM werben.

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