Facebook und Google greifen Groupon an
Google ist ohnehin sauer, weil es Groupon letztes Jahr nicht aufkaufen konnte. Aber auch Facebook reitet jetzt seine Attacke gegen den immer größer werdenden Schnäppchenriesen: Facebook Deals ist in fünf US-Städten an den Start gegangen.
San Francisco, San Diego, Dallas, Austin, Atlanta – Facebook-User in diesen Städten können sich jetzt mit der „Alpha“-Version des neuen Dienstes über die Community Schnäppchen sichern. Bezahlt wird mit Kreditkarte oder Facebook-Credits. Natürlich sieht man sofort, ob Freunde sich ebenfalls für das Angebot interessieren, und auch eine ortsbezogene Funktion für Deals in der Nähe gibt es.
Bei der Spekulation um die Erfolgschancen des neuen Facebook-Features stellt BIA/Kelsey eine interessante Frage: Zwar werden die Platzhirsche Groupon und LivingSocial belächelt, weil sie ihr Modell auf die vermeintlich verstaubte E-Mail als Distributionskanal stützen. Andererseits aber haben sie im Gegensatz zu Facebook – was viele ebenfalls als antiquiert abtun mögen – Telemarketer und Außendienstler im Einsatz, die kleinen und mittelständischen Unternehmen die Hemmschwelle beim Einstieg ins Online-Couponing nehmen sollen. „Facebook wird es weit bringen mit seinem Selbstbedienungskonzept“, schreibt Peter Krasilovsky im Blog von BIA/Kelsey, „aber wie weit?“
Und wie weit wird es Google bringen? Auch Mountain View hat mit „Offers“ jetzt endlich den Startschuss für Schnäppchen im Web gegeben – nachdem die Übernahmeavancen bei Groupon im letzten Dezember gründlich schief gegangen sind. Viel mehr als ein fantasievolles Video und die Information, dass der Dienst bald in Portland, Oregon, loslegen wird, ist bis jetzt nicht zu erfahren.
Aber vielleicht setzt Google erst einmal auf den viralen Effekt. Wie schon häufiger in der jüngeren Vergangenheit – wo dann das Virus leider sehr schnell an den Immunkräften der User scheiterte…
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