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Lokale Suche: Yellow Pages haben die Nase vorn

Wer braucht denn heutzutage noch ein Branchenverzeichnis, um einen lokalen Anbieter zu finden? – Acht von zehn US-Bürgern! Dies hat die aktuelle Local Media Tracking Study der Burke-Marktforscher ergeben. Also, Schluss mit dem Menetekeln, die Suchmaschinen könnten die Yellow Pages respektive die Gelben Seiten verdrängen.
Im Auftrag des US-Verzeichnismedienverbandes Local Search Association befragten die Experten von Burke über einen Zeitraum von zwölf Monaten gut 8.000 Erwachsene in den USA, wie sie nach lokalen Anbietern suchen. Die Ergebnisse stärken den Verzeichnissen den Rücken und zeigen auf, dass sie selbst in Zeiten der großen Internet-Suchmaschinen, die sich längst ebenso auf die Lokale Suche spezialisiert haben, nach wie vor ihre Berechtigung haben: 84 Prozent der Studienteilnehmer gaben an, im vergangenen Jahr entweder ein gedrucktes oder ein Internet-Branchenverzeichnis genutzt zu haben. Mit Hilfe einer Suchmaschine haben dagegen 76 Prozent nach lokalen Anbietern gefahndet.
Nimmt man die Nutzerzahlen innerhalb des letzten Monats, fällt das Ergebnis nur leicht zu Gunsten der Suchmaschinen aus: 67 Prozent machten sich via Google, Yahoo und Co. auf die Suche, 62 Prozent in den Gelben Seiten (Online- und Print-Versionen). Prospekte von Unternehmen vor Ort, E-Mail-Werbung oder Gutscheinaktionen las fast die Hälfte der Befragten und 36 Prozent informierten sich in Tageszeitungen, über ein soziales Online-Netzwerk lediglich 23 Prozent.

Auch was die Qualität anbelangt, attestiert die Studie den Gelben Seiten, dass sie ein wichtiges Informationsmedium bleiben, denn: Gut die Hälfte der Verbraucher bewertete die Yellow Pages als die vertrauenswürdigste, genaueste und die erste Quelle, die sie bei der Suche nach Informationen über Anbieter vor Ort nutzt. Über Suchmaschinen sagten dies rund 40 Prozent und über soziale Netzwerke nur zwei von hundert Teilnehmern.

Interessant sind diese Erkenntnisse vor allem vor dem Hintergrund einer anderen aktuellen Studie, dem Merchant Confidence Index der Händlervereinigung MerchantCircle, die zu Tage förderte, dass ein Viertel der US-Einzelhändler schon einmal bei Facebook geworben hat und das soziale Netzwerk bei den lokalen Unternehmen beliebter ist als Google oder Groupon.

Sollten die KMUs also besser nur noch in den Gelben Seiten und den großen Suchmaschinen werben? Nein, das wäre die falsche Konsequenz. Denn schaut man sich die Nutzerzahlen der verschiedenen lokalen Medien genauer an, so wird deutlich, dass sich die Verbraucher über Produkte oder Services vor Ort nicht nur aus einer Quelle informieren, sondern zwei bis drei heranziehen. Für kleine Unternehmen bedeutet dies, ihr Werbebudget bewusst über die verschiedenen Medien zu streuen.

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