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Augmented Reality erobert die dritte Dimension
Layar gibt es jetzt dreidimensional: Der Browser ermöglicht es Entwicklern, echte Objekte vor der Handy-Kamera mit Texten oder Bildern in 3 D anzureichern.
Auf der Picnic Conference in Amsterdam, stellte die niederländische SPRX Mobile – Betreiber von Layar – ihr neues Feature vor. Wer die Augmented-Reality-Plattform mit seinem Smartphone nutzt, sieht in Zukunft mitunter dreidimensionale Hinweistexte, die beispielsweise vor einem Geschäft schweben. Oder es fliegt ein virtuelles Flugzeug vor dem Auge der Kamera durchs Bild und macht etwa auf ein Reisebüro aufmerksam. Alles, was ein Entwickler dafür tun muss, ist, ein 3-D-Objekt in die betreffenden Inhalte einzubetten und mit Geokoordinaten zu versehen.
Wie das dann für den Betrachter aussieht, demonstriert Layar in zwei Videos auf YouTube:
Layar3D Augmented Reality Engine Trial: Venue Tagging
Layar3D Augmented Reality Engine Trial: Flyby of a Boeing 747
OSM-3D Germany: Neue 3D-Karte von Deutschland
Im Zuge eines Forschungsprojekt namens „OSM-3D Germany“ haben Wissenschaftler der Universität Bonn ein dreidimensionales Deutschland-Modell geschaffen.
Dafür nutzen die Forscher laut eigenen Angaben die Geodaten der freien Wiki-Weltkarte OpenStreetMap, kurz OSM – daher auch der Name des Projektes. Diese kombinieren sie mit den ebenfalls frei verfügbaren Höhendaten der Shuttle Radar Topography Mission (SRTM), eines Fluges des Space Shuttle Endeavour im Februar 2000, bei dem ein großer Teil der Erdoberfläche topographisch vermessen wurde.
Ein erstes Ergebnis dieses Unterfangens kann man auf der Webseite des Projektes osm-3d.org begutachten. Es ist eine Karte, in der neben Bergen und Tälern beispielsweise auch Gebäude dreidimensional dargestellt werden. Um sie ansehen zu können, muss der Nutzer das hier zur Verfügung stehende Java-Programm XNavigator starten. Mit diesem so genannten Web Viewer kann man dann zum Beispiel durch das 3D-Modell navigieren, Adressen abfragen oder verschiedene Points of Interest in die Karte einblenden. Besonders pfiffig: Über zwei Regler lässt sich die Beleuchtung der Karte abhängig von Datum und Uhrzeit einstellen. Weitere Features sollen übrigens noch folgen, so beispielsweise eine 3D-Routenplanung.
Da den Wissenschaftlern zufolge sämtliche Daten an den eigenen Rechner übertragen und dort berechnet werden, benötigt man bei der Nutzung des Dienstes eine gute Internetanbindung sowie einen leistungsfähigen Rechner mit eigener Grafikkarte.
Plastisch: Live Search Maps mit 3D-Modus
Nicht nur die US-Ausgabe von Live Search Maps hat Neues zu bieten (wir berichteten) auch in der deutschen Version der lokalen Suche von Microsoft gibt’s jetzt einige neue Features.
Diese Funktionen erklärt Microsoft Business Manager Toni Pelg im Windows Live Blog. So kann man sich nun die Karten auch im 3D-Modus ansehen. Der Link zu dieser Anwendung befindet sich in dem Menü links oben in der Kartenansicht. Neben Luftbild, Vogelperspektive, Straße und Beschriftungen steht hier nun auch 2D oder 3D zur Auswahl. Bevor man den 3D-Modus nutzen kann, muss man allerdings Microsofts Online-Globus Virtual Earth 3D installieren. (Nur z.Z. für Windows verfügbar). Dazu wird man bei der ersten Verwendung des Features aufgefordert. Ist das geschehen, kann man sich per Mausklick durch die virtuellen Landschaften navigieren. Besonders beeindruckend ist, dass auch die aktuellen Wetterverhältnisse dabei angezeigt werden. Sie erscheinen laut Pelg mit einer Verzögerung von gerade mal 15 Minuten.
Ferner stehen für Luftbilder jetzt zwei weitere Zoomstufen zur Verfügung. Bei Orten, von denen Bilder aus der Vogelperspektive existieren, wird überdies, sobald die höchste Zoomstufe erreicht ist, automatisch auf diese hochaufgelösten Schrägaufnahmen umgeschaltet.
Aber Microsoft hat nicht nur die Kartenansichten aufgepeppt, sondern auch die Navigation seines lokalen Suchdienstes neu gestaltet. Dadurch lässt sich nun beispielsweise der Routenplaner auch über die Suchmaske bedienen. Und wer in eine andere Länderausgabe von Live Search Maps wechseln möchte – was bislang ziemlich umständlich war – kann dies nun ganz einfach mit einem Klick auf das aktuelle Land rechts oben im Header. Neu ist auch der so genannte MSN Suchagent. Er erscheint nach einer Ortsanfrage in der Trefferliste ganz unten. Pelg zufolge liefert er auf einen Blick wichtige Infos zu dem gesuchten Ort – wie etwa Karten, Links, Bilder, News und Wetterangaben.







