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Lokale Suche: Alles Google oder was?
Place Pages, Map Navigation, Social Search, Wave – hat der Google-Overkill der vergangenen Wochen zu einer Götterdämmerungs-Stimmung auf dem Markt der lokalen Suche geführt? In den letzten Tagen jedenfalls mehrten sich im Web Stimmen, die meinen: Irgendwie ist die Sache mit der Lokalen Suche doch gelaufen…
Bezeichnend ist der Beitrag von Matthew Berk auf Search Engine Land schon in der Headline: „Local Search: A Solved Consumer Problem“. Seine These: Die großen Suchmaschinen machen ihren Job bei lokalen Suchergebnissen inzwischen „gut genug“, sprich: Die User haben die Services, wie sie heute verfügbar sind, akzeptiert und sich so daran gewöhnt, dass kein Platz mehr für bessere, innovative Angebote bleibt. Was bleibt lokalen Firmen? Sie müssen sich den Tatsachen anpassen und stärker im „Reputation Management“ engagieren. Will laut Berk heißen: Schaut Euch genau an, wo im Web Ihr Eure digitalen Spuren hinterlassen habt. Mit anderen Worten: monitoren, wo was im Netz über eine Branche oder das eigene Unternehmen geredet wird, Bewertungsplattformen durchforsten, Kundenfeedback auswerten. Mit diesem Informationsvorsprung gilt es dann, seine (potenzielle) Klientel aktiv mit Informationen über die eigene Firma zu versorgen und so den digitalen Fußabdruck wieder stärker zu lenken.
Wen wundert es, dass dieser Beitrag für Diskussionsstoff gesorgt hat?
Noch eins drauf gesetzt hat dann Andrew Shotland, ebenfalls auf Search Engine Land. Kurz gesagt hält er Googles neue Social Search für das Nonplusultra in der Zukunft der Lokalen Suche. Spätestens mit der Einbindung von Twitter und dem Start lokaler Features bei Facebook ist es seiner Meinung nach dann soweit. Denn durch den konsequenten Aufbau von Social Communities auf diesen Plattformen habe jedes Unternehmen eine Riesenchance, bei den Social-Search-Treffern von Google gelistet zu werden, wenn denn der Suchbegriff denn passt. Shotlands Rezeptur hierzu: ein eigenes Profil auf den führenden Social-Networking-Seiten anlegen, falls vorhanden auf Social-Media-Seiten der eigenen Branche anmelden, Firmensitz und Firmenbranche in keinem der Profile vergessen, und natürlich: mit Leuten verbinden, die an der eigenen Branche oder dem Standort interessiert sind.
App, Teil 3: Neue iPhone-Version von meinestadt.de
meinestadt.de hat seine iPhone-App überholt und neue Features integriert. Nach Auskunft der Siegburger wurde die Anwendung seit ihrem Start insgesamt 250.000 Mal heruntergeladen.
Was die neue App kann: Sehenswürdigkeiten im Umkreis kann sich der User jetzt mit Foto und Beschreibung zeigen lassen. Wetterdaten gibt es nicht mehr als Tagesdurchschnittswert, sondern aktuell. Und: Firmen können ihren Brancheneintrag mit Bildern, Produkt- und Serviceinfos anreichern. Neu ist auch ein Rückkanal für direktes Feedback zur App an meinestadt.de. „So möchten wir den aktuellsten Informationsstand gewährleisten“, so Senior Manager Philipp Stegger.
Lokale-Suche-Apps der Verzeichnismedien erfolgreich
Der Fachverband VDAV (Verband Deutscher Auskunfts- und Verzeichnismedien) schreibt in einer Pressemitteilung über den Erfolg von Apps rund um die Lokale Suche. Die Zahlen lesen sich interessant.
Seit Einführung der Smartphone-Applikationen für Auskunfts- und Verzeichnismedien wurden die lokalen Such-Anwendungen von DasTelefonbuch, GelbeSeiten, meinestadt.de, klicktel.de, GoYellow und 11880 laut VDAV insgesamt mehr als 1,1 Millionen mal heruntergeladen.
Die sogenannten „Apps“, für Smartphones – insbesondere für das iPhone – entwickelte Anwendungen, lösen nicht nur die kleinen Probleme des Alltags. Das iPhone als Wasserwaage, Scorecard, Diätplaner oder als Spielekonsole, über 65.000 verschiedene Apps machen das und noch viel mehr möglich.
Neben allen Gimmicks zählen dem VDAV nach für die Nutzer von iPhone, BlackBerry und Co. aber vor allem praktische Anwendungen wie die „lokale Suche“. Mehr als 1,1 Millionen Mal wurden seit Februar 2009 die iPhone-Apps und mobilen Such-Anwendungen heruntergeladen. „Das zeigt deutlich, dass die Verzeichnismedien mit all ihren lokalen Features und Angeboten auch in dieser neuen mobilen Umgebung viel genutzt werden“, freut sich Rhett-Christian Grammatik, Geschäftsführer des VDAV. Lokale Such-Anwendungen gehörten zu den beliebtesten Service-Angeboten im App-Store von Apple. DasTelefonbuch- und das meinestadt.de-App lagen dort monatelang auf Platz eins der kostenlosen Navigations-Anwendungen.
Der Trend zur mobilen Nutzung des Internets sei laut Pressemitteilung ungebrochen und der Bedarf, lokale Informationen auch unterwegs abzurufen, spiele eine immer größere Rolle. „Ob man mit dem Auto, zu Fuß, im Zug oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, der Nutzer kann jederzeit auf aktuelle Adressen, Telefonnummern und die zahlreichen zusätzlichen Features der Angebote zurückgreifen“, macht Rhett-Christian Grammatik deutlich. Durch die GPS-Technologie des iPhones erkennen die Applikationen den aktuellen Standort des Nutzers und liefern sekundenschnell alle gewünschten Informationen.
Nutzer anderer Mobilfunkgeräte können zudem nach wie vor unter den Mobil-Adressen der einzelnen Auskunfts- und Verzeichnismedien die für Handys optimierten Internetversionen verwenden. DasÖrtliche beispielsweise ist unter http://mobil.dasoertliche.de aufrufbar; die mobile Version von meinestadt.de ist unter http://mobil.meinestadt.de zu erreichen.
Google gibt Gas bei lokaler Suche, Apple geht auf Distanz
Der Suchmaschinenriese wartet mit einer Reihe neuer Features und Services auf: So gibt es jetzt speziell auf den neuen Dienst Place Pages zugeschnittene Anzeigen, die Karten-App des iPhone zeigt neuerdings Sponsored Links von Google, und auch die lokale Suche von Google fürs iPhone hat eine Reihe zusätzlicher Extras bekommen. Derweil macht Apple erste Anstalten, sich von Googles Umklammerung beim iPhone zu befreien.
Der Reihe nach: Erst vergangene Woche war Place Pages an den Start gegangen (wir berichteten). Der Dienst bietet zu jedem lokalen Suchtreffer bei Google eine eigene Übersichtsseite mit allen zur Suche passenden Ergebnissen an. Wie David Naffziger von Brand Verity jetzt feststellte, blendet Google bei Suchanfragen nach Produkten oder Marken auf der jeweiligen Place Page eines passenden Anbieters nicht nur organische Treffer ein, sondern auch Sponsored Links von Wettbewerbern – vorerst nur für San Francisco, aber Naffziger wertet ihr Erscheinen als Testballon für ein ganz neues lokales AdWords-Angebot.
Auch bei der lokalen Suche mit dem iPhone ist Google aktiv geworden, was die Wettbewerber nach Meinung von Ben Paar bei Mashable.com einmal mehr in arge Bedrängnis bringt. So erscheinen bei der vorinstallierten Karten-App des iPhone außer den organischen Treffern von Google nun auch Sponsored Links, zu erkennen an einem organgefarbenen Icon (statt des roten Stecknadelkopfs). Und: Wer auf dem iPhone lieber direkt mit Google Local sucht, der kann jetzt seine Suche mit dem PC synchronisieren – leider vorerst nur in den USA und in China. Praktisch ist das, wenn man eine Shopping-Tour oder eine Reise plant: So lassen sich interessante Standorte vorab am Rechner auf Google Maps mit einem Stern markieren. Wer hinterher unterwegs auf dem iPhone Google aufruft und sich an seinem Account anmeldet, kann diese markierten Standorte unter dem Link „Local“ direkt abrufen. Ebenfalls neu bei Google Local auf dem iPhone: Branchen lassen sich jetzt anhand voreingestellter Kategorien finden – das spart eine Menge Eintipp-Arbeit.
Unterdessen versucht Apple offenkundig, sich aus der wachsenden Umklammerung von Google zu lösen. Wie bekannt wurde, hat der iPhone-Hersteller schon im Juli den Kartenanbieter Placebase aufgekauft. MG Siegler von TechCrunch sieht hierin einen klaren Versuch, sich von der Abhängigkeit von Google Maps zu lösen. Zumindest erscheint nun in einem klareren Licht, warum Apple erst kürzlich die beiden Google-Dienste Voice und Latitude nicht als Apps fürs iPhone zugelassen hat.
Twitter wird immer lokaler
Immer mehr Features auf Twitter gehen in Richtung lokale Suche. Twitter Local ist live, mit Twaller gibt es jetzt ein Twitter für Reisende, und Twellow macht als Katalog und Branchenverzeichnis für Twitter auf sich aufmerksam.
Spannung auf der Twitter Conference in Los Angeles. Twitter kündigte an, die Neuauflage von Twitter Local könne „jeden Tag“ live gehen – was inzwischen geschehen ist. Bei dem Feature handelt es sich um eine sogenannte Opt-in-Funktion für den User. Mit anderen Worten: Tweets werden nur bei Einwilligung des Nutzers mit Geodaten versehen. Nach 24 Tagen werden diese Geodaten außerdem gelöscht. Twitter kommt damit Bedenken von Datenschützern entgegen. Außerdem stellte sich in Los Angeles Twaller vor: Der Dienst verbindet Twitterer unterwegs mit anderen Twitterern, die sich vor Ort auskennen und mit Tipps für ausgewählte Locations weiterhelfen können.
Und auch das war nur eine Frage der Zeit: Mit Twellow, ein Angebot des US-amerikanischen Internet-Mediennetzwerkes iEntry, gibt es ein Twitter-Branchenverzeichnis. Wer etwa nach einer Bar in Berlin sucht, findet über die Suchfunktion passende Einträge zum Thema auf Twitter. Die Ausbeute freilich ist bislang recht dürftig.
Bing: Lokale Suche mit der Scorecard
Bing prischt jetzt auch bei der lokalen Suche vor. Die „neue“ Suchmaschine von Microsoft hat laut einer Nielsen-Studie inzwischen einen Marktanteil von weltweit rund neun Prozent erobert.
Damit hat Bing mehr Bewegung auf den Markt gebracht als dieser in den letzten Jahren jemals hatte. Kein Wunder, dass die Suchmaschine ihren Usern immer mehr Features und Anwendungsmöglichkeiten präsentiert. Wer auf das Bing Search Blog geht, findet dort jetzt eine ausführliche Anleitung zur lokalen Suche. Im Mittelpunkt steht dabei die „Scorecard“, zu Deutsch also die Wertungsliste, die es vorerst nur für die USA gibt.
Wer zum Beispiel ein Restaurant in einer bestimmten Stadt sucht und auf einen Treffer klickt, bekommt in einer Übersicht alles zusammengestellt, was ihn zu diesem Restaurant interessieren könnte – sprich also neben den Standard-Kontaktangaben auch Öffnungszeiten, Fotos, Berichte von Gästen und eben die Scorecard, die die Wertungen von Besuchern nach Kategorien wie Atmosphäre, Qualität des Essens und Service als Balkendiagramm zusammenfasst.
Der Routenplaner von Bing Maps führt danach ans gewünschte Ziel, das man sich auf der Karte oder auch aus der Vogelperspektive anschauen kann. Was meint das Blog selbst über die lokale Suche? „Das Ding rockt.
Wo ist der nächste Briefkasten?
iPhone-Besitzer können sich jetzt den Weg zur nächsten Filiale der Deutschen Post oder zum nächsten Briefkasten zeigen lassen.
Möglich macht es der Dienst Post mobil, den man sich kostenlos im App Store von iTunes auf das Gerät laden kann. So wird der Nutzer per integrierter Karte von Google Maps von seinem aktuellen Standort zur nächsten Post-Filiale geleitet, kann sich aber vorher noch über die Öffnungszeiten informieren. Genauso funktioniert es mit der Briefkastensuche. Post mobil zeigt nicht nur den Weg an, sondern auch die Leerungszeiten. Die Applikation bietet eine Reihe weiterer ortsbezogener Features, so etwa die Suche nach Briefmarken- und Geldautomaten, nach Finanzcentern und Annahmestellen für Geschäftspost. Hinzu kommen zusätzliche Services rund um die Post wie die Online-Sendungsverfolgung von Briefen und Paketen oder das Kaufen von Porto per SMS.
DasTelefonbuch mobil immer beliebter
Das mobile Angebot von DasTelefonbuch erfreut sich wachsender Beliebtheit, wie die neusten Nutzerzahlen zeigen.
So meldet die Servicegesellschaft, dass die mobile Site im Juli erstmals die Schwelle von einer Million Seitenaufrufen verbuchen konnte. Mit dem Angebot kann der Handynutzer zahlreiche Features von DasTelefonbuch.de nutzen. Dazu gehört beispielsweise, dass man einen gefundenen Kontakt im Outlook-Format speichern und somit später auch auf seinen Rechner laden kann, oder auch die Anzeige der Route zum gewünschten Ziel. Auch die kostenlose iPhone-Applikation meldet wachsende Besucherzahlen: Elf Wochen nach ihrem Start Mitte Mai kommt sie auf 250.000 Downloads. Auch hier können gefundene Kontakte direkt ins Adressbuch des Mobilgeräts integriert werden. Das Online-Magazin Netzwelt erklärte DasTelefonbuch für iPhones zum „Liebling der Redaktion“.
Ö-Navi2.1 – Routenplanung ohne GPS
Kürzlich ist die kostenlose Handynavigation Ö-Navi von DasÖrtliche in einer neuen Version erschienen. Sie bietet neben den bewährten Funktionen des Vorgängers (wir berichteten) auch ein paar neue Features.
So können mit Ö-Navi2.1 nun auch Besitzer von Mobiltelefonen ohne GPS-Empfänger Strecken unterwegs planen. Das ersetzt quasi die klassische Routenplanung am PC vor der Fahrt sowie das Hantieren mit Ausdrucken während der Reise. Wie der Betreiber mitteilt, wird nach der Eingabe von Start und Ziel die vorgeschlagene Strecke auf dem Handydisplay dargestellt. So sehe der Nutzer, an welchen Punkten er die Richtung ändern müsse. Ö-Navi zeige dabei auch die Fahrtzeit und die Entfernung für die gesamte Strecke sowie für einzelne Abschnitte an. Überdies ist laut der Pressemitteilung mit der neuen Version auch das Kartenmaterial für viele europäische Länder aktualisiert worden. Damit habe der Nutzer automatisch Zugriff auf die neuesten Daten, ohne auf teure Updates zurückgreifen zu müssen.







