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Artikel-Schlagworte: „Lokale Suche mobil“

Foodspotting und die Ur-Instinkte: „Ich hab‘ Hunger!!!“

Eigentlich dreht es sich im Leben nur um wenige wirklich wichtige Dinge. Eins davon ist essen. Der Location-Based Service Foodspotting nutzt das „brutal“ aus. Wann immer jemand irgendwo etwas Leckeres gegessen hat, kann er ein Foto davon samt Adresse ins Netz stellen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Twitter Places: Kurzmitteilungen mit Ortsangabe

Vor kurzem hat Twitter in seinem Blog das neue Feature „Twitter Places“ angekündigt: Damit können Nutzer ihre Mini-Nachrichten mit dem Standort, von dem aus sie ihre Texte absetzen, versehen. Dazu bedarf es nicht mehr der Angabe von Koordinaten, wie es bereits schon länger auf der Website möglich war, sondern einfach der Auswahl von Plätzen, Cafés oder aktuell von Fußball-WM-Stadien. Diesen Beitrag weiterlesen »

Augmented Reality: Jetzt auch als Handy

Viel wurde in den letzten Monaten über neue Dienste für Augmented Reality (AR) geschrieben. Völlig neu ist jedoch die Ankündigung eines Start-ups mit dem sperrigen Namen QderoPateo, ein spezielles Handy für AR auf den Markt zu bringen. Die Branche ist voller Erwartung.

Der Chinese Steve Chao, einer der Väter des Angebotes und laut „Business Week“ Asiens bester Unternehmer 2009, will mit dem Projekt zweifellos auch Geld verdienen, aber offiziell geht es ihm darum, den Ruf der AR zu retten. Denn die Technologie ist für Chao weit mehr als zum Beispiel das Ablesen von Strichcodes auf irgendwelchen Plakaten. Ihm geht es um echte Bilderkennung, und genau das soll das neue Handy auch können. Damit nicht genug: Das Wunder-Werkzeug soll die Position seines Nutzers auch zehnmal genauer bestimmen können als herkömmliche GPS-Geräte, weil es neben der Satellitenpositionierung unter anderem auch Beschleunigungssensoren verwendet.

Das Örtliche geht auf Android

Die mobile App von Das Örtliche ist inzwischen nicht nur fürs iPhone erhältlich, sondern auch für Android-Smartphones. Die Features für Android sind die gleichen wie beim iPhone.

Die App ermittelt nach dem Okay des Users automatisch seinen Standort und lässt sich dann auf individuelle Wünsche zuschneiden. Der Nutzer kann sich so informieren, was ihn rings um seinen Aufenthaltsort interessieren könnte. Das funktioniert so: Lieblingsthemen als Favoriten direkt auf den Startbildschirm legen, zum Beispiel Sport, Kultur, Nachtleben. Ein Klick, und man hat zum gewünschten Thema die passenden Einträge aus seinem Umkreis, wahlweise auf einer Karte oder als Luftbild -  Adresse und Telefonnummer inklusive. Die mehr als 500.000 Gewerbeeinträge lassen sich mit einem weiteren Klick direkt kostenfrei anrufen. Eigentlich praktisch, wenn man im Restaurant oder Kino gleich reservieren will. Der Routenplaner erklärt den schnellsten Weg ans Ziel.

Soundtrckr: Lokale Suche nach Noten

Wo spielt die Musik? Jetzt gibt es endlich eine Plattform, die diese Frage beantwortet. Zumindest aus Sicht ihrer Nutzer.

Soundtrcker ist, wie LBS Insight meint, die perfekte Mischung aus Internet-Radio, Social Network und mobiler Location-Based-App. Mit dem mp3-Player morgens durch den Wald joggen, auf dem Weg zur Arbeit seine Muntermachermusik hören, oder Freunde mit einem Sample heiß machen auf eine angesagte DJ-Location heute Abend – genau darauf zielt Sountrckr. Wer mit bestimmten Orten eine bestimmte Musik verbindet, der kann sie jetzt auf dieser Plattform geokodieren.

Das alles funktioniert auf der Landkarte und lässt sich mit Social Networks wie Twitter und Facebook teilen. Im Moment läuft der Dienst auf iPhone und iPod. Android, Blackberry und Windows Mobile sind für 2010 angekündigt.

AdLocal: Anzeigen als Location-Based Services

Cirius Technologies hat den nach eigenen Angaben weltweit ersten ortsbezogenen mobilen Anzeigendienst zum Selbsteintragen als Vollversion in den USA gestartet. Der neue Service ermöglicht es Werbungtreibenden, von Handynutzern gefunden zu werden, die sich gerade in ihrer Nähe aufhalten.

Als Werbekunde kann man die Anzeigen selbst gestalten und dann zu einem definierbaren Budget festlegen, wo und zu welchen Gelegenheiten man von Handynutzern gefunden werden möchte. Das Ganze lässt sich über einen Online-Assistenten steuern. Apps-Anbieter können diese lokalen Anzeigen über eine API dann bei sich integrieren.  

Derzeit funktioniert der Dienst nur für iPhones und Android-Geräte. Als Beta-Version läuft er bereits seit 2006 mit Erfolg in Japan und soll dort laut Cirius Marktführer bei den mobilen lokalen Anzeigen sein.

Lokale Suche 2010: Die Branche ist heiß wie nie

Wenn auch niemand mit absoluter Gewissheit in die Zukunft blicken kann, eins gilt unter Experten als sicher: Das Thema Lokale Suche wird in diesem Jahr bei Verzeichnissen, Suchmaschinen und Social Networks durchstarten wie ein Ferrari. Der Grund liegt im letzten Jahr: Nie zuvor hatte die Branche so viel Tempo wie 2009. Und nie war sie so „heiß“ wie jetzt.

Die Zeit zwischen den Jahren war wieder Anlass für zahlreiche Jahresrück- und -ausblicke. Quer durch die Bank sind sich fast alle Experten einig. 2009 war im Vergleich zu 2010 noch gar nichts. Mehr Firmenaufkäufe und Partnerschaften sowie ein stärkeres Zusammengehen zwischen mobilen und lokalen Anwendungen sind die Haupttrends im kommenden Jahr.

MG Siegler von TechCrunch beispielsweise spricht schon vom „Great Location Land Rush“ und setzt damit den Trend gleich mit der Besiedlung des Wilden Westens. David Mhim stößt auf Search Engine Land ins gleiche Horn und macht aus der „Great Frontier“ der jungen USA die „Local Frontier“ der kommenden Jahre. Und schließlich Greg Sterling: „Vor-Ort wird überall sein.“ Alles, meint der Experte, wird geokodiert oder ortsbezogen sein – Produkte, Dienstleistungen, Anbieter, Bewertungen, Menschen, Anzeigen, Angebote. Und – natürlich und „nicht überraschend“ – mobil.

Woran kann man diese Erwartungen festmachen? Die wesentlichen Punkte sind:

Googles Großoffensive

Lokale Suche galt Anfang 2009 noch als Bereich, in dem der Suchmaschinenriese den Anschluss zu verlieren drohte. Dann kam alles anders. Wichtigste Meilensteine waren

-       die Einführung der Local Business Listings

-       Latitude, um Freunde zu orten

-       der Start der Place Pages

-       der Analytics-Dienst für Nutzer des Local Business Center

-       die Local Listing Ads als ortsbezogene Antwort auf Google Ads

-       der Ausbau von Google Local fürs iPhone

-       Map Navigation als Navi-System fürs Auto  – mit Zugriff auf lokale Informationen von Google.

-       Die größte Story 2009 aber war, wie David Mihm es sehr schön ausdrückt, diejenige, die gar nicht stattfand: Der 500-Millionen-Deal von Google, um das lokale Bewertungsportal Yelp zu kaufen – er platzte ebenso schnell, wie er bekannt wurde.

Local Social Media…

… also die Integration der Lokalen Suche in Social Networks: Twitter fand sicher die meiste Beachtung – erst war es die ortsbezogene API, mit der sich Tweets lokalisieren ließen (Twitter in seinem eigenen Blog damals: „Location, location, location“), Ende des Jahres dann der nächste große Coup: Twitter kauft Mixer Labs, die Macher der GeoAPI, und damit das nötige Know-how, um die eigene lokale API zu perfektionieren. Jennifer Van Grove von Mashable ist sogar überzeugt, dass das Ganze in eine eigene lokale App von Twitter münden wird. Nebenbei gehört den Kaliforniern übrigens mit dem Kauf auch die lokale Community TownMe – ein weiteres interessantes Experimentierfeld.

Nicht vergessen darf man auch die anderen Wettbewerber, so vor allem Yahoo mit Neighbors, die Bewertungsmöglichkeiten auf Googles Place Pages oder Shooting Stars wie Foursquare und Gowalla, die Local Social Media buchstäblich spielerisch aufgreifen.

Und Facebook? Genauso wichtig, wenn nicht wichtiger als zu wissen, dass einer meiner Freunde gerade einen Kaffee trinkt, ist zu wissen, wo er ihn trinkt, meint Mashable-Bloggerin Jennifer Van Grove (was im Übrigen für Twitter genauso gilt) und ergänzt: „Wenn irgendjemand im neuen Jahr bereit für den großen Schachzug im Lokalisierungs-Bereich ist, dann Facebook.“ MG Siegler meint ähnlich: „Wartet nur, bis sie ganz schnell mit dem Kaufen anfangen.“ Womit das  dritte  große Thema genannt ist:

Mergers & Acquisitions

Twitter und Mixer Labs, Google und (nicht) Yelp,  Google und (vielleicht) Trulia, Citysearch und Twittter bzw. MySpace bzw. Mapquest, Bing und Yellow Pages, Citysquares und Praized – die Liste lässt sich fortsetzen.

MG Siegler von TechCrunch sieht hierin alles andere als die neue Harmonie einer Branche. Noch, meint er, spielen sie friedlich miteinander, weil sie alle gleichermaßen am Durchstarten der Lokalen Suche interessiert sind. Aber die potenziellen Aufkäufer ganzer Ideenschmieden scharren schon mit den Hufen. Und die sind: Google, Twitter und Facebook. Und natürlich Microsoft mit Bing. Jennifer Van Grove: „Die müssen noch kräftig Wellen schlagen, und sie wollen mit Google mitziehen, wann immer es geht.“

Man sieht, es liegt eine Menge in der Luft. Interessant ist, was Jennifer Van Grove für die nächsten Monate daraus ableitet: Die Medien, meint sie, werden wie immer erst einmal neiderfüllt nur auf den Misserfolgen in der Branche herumreiten, dann kommen die Hintergrundberichte, und wenn die ersten Anbieter mit Location-Based Services richtig Geld machen, dann schreibt man natürlich Erfolgsstorys. MG Siegler bricht es runter auf die einfache Formel: Allen geht es doch nur darum, die Welt der Social Media mit der realen Welt zusammenzubringen. Und weiter: „Denkt dran: Von nun an späht jeder Mitspieler bei der Lokalen Suche auf seine Einkaufsmöglichkeiten.“

Wir sind gespannt auf 2010.

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