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Yodle jodelt vor Freude
Das New Yorker Start-up Yodle hat weitere zehn Millionen Dollar in seine Kassen gespült und somit jetzt stolze 38 Millionen Dollar zum Durchstarten zusammenbekommen. Damit wird der Vermarkter lokaler Online-Anzeigen für seine 2009er-Zahlen belohnt.
Und die liegen bei stolzen 135 Prozent Umsatzwachstum. Yodle hat sich der kleinen Firmen angenommen, die vor allem in ihrer Stadt oder Region nach Kunden suchen. Der Dienst hilft diesen Unternehmen, auch bei den großen Suchmaschinen mit Bezug auf ihren Standort vom User gefunden zu werden. Firmen, die noch keine Website haben, können stattdessen Yodles AdverSite buchen – eine Art Microsite mit Basis-Informationen über das Unternehmen.
Gratiseintrag für Firmen bei meinestadt.de
Beim Städteportal meinestadt.de können sich Unternehmen ab sofort kostenfrei und ohne zeitliche Begrenzung im Branchenbuch eintragen.
Das neue Angebot bietet laut Pressemitteilung der Allesklar.com AG, Betreiber von meinestadt.de, Firmen die Möglichkeit, sich unkompliziert sowohl im Branchenbuch als auch im Webkatalog von meinestadt.de und allesklar.de anzumelden. Der Eintrag mit Adresse, Branchenangabe und Öffnungszeiten werde einer Kategorie zugeordnet sowie der Standort des Unternehmens im Online-Stadtplan angezeigt.
Daneben gibt es für Firmen, die sich prominenter darstellen möchten, weiterhin auch kostenpflichtige Angebote mit erweiterten Funktionen wie etwa das Einstellen von Produktinfos, Fotos oder Videos.
Gezielte lokale Online-Werbung für KMU
Ein neuer Internetdienst möchte speziell kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) die Möglichkeit bieten, mit gezielter Online-Werbung auf diversen Webseiten Neukunden zu gewinnen. Er heißt Lokale-Internetwerbung.de und wird von neun Telefonbuchverlagen betrieben, die unter anderem Verzeichnisse wie GelbeSeiten oder DasTelefonbuch herausgeben.
Nach einer kostenlosen Registrierung kann man dort laut einer Pressemitteilung eine Anzeige erstellen. Diese erscheine dann auf verschiedenen Plattformen wie etwa suchen.de, T-Online, DasÖrtliche, Immobilienscout24 oder Local24. Dabei behalte der Unternehmer die volle Kostenkontrolle, da er erst dann den festgelegten Preis zahle, wenn auf seine Anzeige geklickt werde. Je höher sein Suchwort-Gebot sei, desto besser sei die Platzierung der Anzeige auf der jeweiligen Plattform. Zusätzlich werde die individuelle Ausgabenkontrolle über ein Tages-, Wochen- oder Monatsbudget gesichert. Die Abrechnung erfolge dann nach Anzahl der Klicks. Auch eine zeitliche und regionale Ausrichtung der Werbung sei möglich.
SES in Hamburg: Interview mit Isabell Wagner
In Hamburg hat die diesjährige SES (Search Engine Strategies), eine Fachveranstaltung für Suchmaschinenmarketing, eröffnet (siehe auch unser Vorbericht). Wir sprachen mit Referentin Isabell Wagner, Managing Director Germany, bei bigmouthmedia:
Welche Vorteile bieten lokale Suchmaschinen gegenüber Websuchmaschinen?
Das kann man nicht mit einander vergleichen, da lokale und globale Suchmaschinen zwei verschiedene Ansätze verfolgen. Der Markt versteht unter lokaler Suche eigentlich Suchfunktionen für eine Website. Ich gehe davon aus, dass Sie Suchmaschinen meinen, die sich auf eine bestimmte Region fokussieren. Werbung hier zu schalten, ist für lokale Unternehmen vor allem dann interessant, wenn sich ihre Zielgruppe im gleichen Einzugsgebiet befindet wie sie selbst. Eine Websuchmaschine durchforstet das Internet. Da es im Web mehr als zehn Milliarden Websites gibt, haben Unternehmen hier eine größere Reichweite. Allerdings müssen sie auch mit viel mehr Anbietern konkurrieren.
Inwiefern lohnt sich Suchmachinenmarketing (Search Engine Marketing, SEM) auch für kleine lokale Unternehmen und mittelständische Betriebe?
SEM ist eines der erfolgreichsten Instrumente des Online-Marketingtools, das den höchsten Return on Investment erzielt und das geringste Risiko aufweist. Damit verschafft SEM Mittelständlern im Marketing „Waffengleichheit“ mit Großunternehmen. Im Gegensatz zu klassischer Werbung im TV oder in Printmagazinen ist Online-Werbung auch für kleinere und mittelständische Unternehmen erschwinglich und erfordert kein Mindestbuchungsvolumen. Anhand der Reportingfunktion in den Konten bei Google oder Yahoo! können sie auf einen Blick sehen, wie erfolgreich Ihre Kampagnen waren und wie hoch die Kosten dafür waren. Großer Vorteil hier ist auch, dass die Kampagnen im Vergleich zu traditioneller Werbung schnell aufgesetzt werden können. Ein wichtiger Aspekt ist auch, dass die Werbetreibenden sich die Region aussuchen können, in der ihre Anzeigen erscheinen sollen.
Web 2.0 liegt weiterhin im Trend – auch im lokalen Bereich. Sind soziale lokale Dienste und Netzwerke auch für das Onlinemarketing von kleinen und mittelständischen Unternehmen von Interesse?
Werbung auf sozialen Netzwerken ist gerade ein heißes Thema und für jede Unternehmensgröße interessant. In solchen Communities sind ausschließlich Mitglieder, die sich für bestimmte Themen interessieren und damit eventuell empfänglicher für die Werbebotschaft der Unternehmen sind. Auch sind hier die Streuverluste sehr gering, da man hier eine gewisse Affinität voraussetzen kann und die Mitglieder offen über Ihre Interessen sprechen.
Welche Trends bringen die kommenden Jahre im lokalen Suchmaschinenmarketing, zum Beispiel im mobilen Sektor? Welche Bedeutung wird lokale Online-Werbung in den nächsten fünf Jahren bekommen?
Die mobile Suche ist in Verbindung mit der lokalen Suche eines der Trendthemen, die die Online-Marketing-Branche in den nächsten Jahren bewegen werden. Die lokale Suche auf dem Handy kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn die Suchanfrage auf momentane Bedürfnisse abzielt, zum Beispiel: „Wo finde ich jetzt und hier das nächste Café?“ Suchanfragen, die mehr Zeit und Recherche brauchen, werden wahrscheinlich eher zu Hause am PC oder Laptop gestellt. Allerdings ist das Geo-Targeting für eine genaue und personalisierte Zielgruppenansprache noch zu wenig ausgereift. Hier müssen noch weitere Entwicklungen folgen, um die Streuverluste noch niedriger zu halten und den User möglichst punktgenau anzusprechen. Dann wird das Internet zu einem echten Direktmarketing-Instrument. Zukünftig wird der User nur Werbung bekommen, die seinen persönlichen Präferenzen, seinem Suchverhalten und seinem aktuellen Standort entspricht. Somit kann Below-the-line-Marketing dann endlich seinen Trumpf gegenüber dem klassischen Marketing ausspielen







