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Artikel-Schlagworte: „Suchmaschine“

Neue Suchmaschine will konkrete Resultate liefern

Ende November ist mit WeFind ein neuer Web2.0-Suchdienst an den Start gegangen.

Wie seine Macher in einer Pressemitteilung erklären, bestehe ihr Ziel darin, den Suchenden konkrete Antworten und sauber strukturierte Informationen zu liefern. Dafür bestimme WeFind zunächst automatisch das Themengebiet (beispielsweise „Allgemein“ oder „Gesundheit“) der Suche und gliedere die Treffer in so genannte Spezialgebiete.(etwa „Aktuelle News“, „Apotheken“ oder „Cafés“).

Zu diesem Zweck seien neue Spezialsuchmaschinen zum Beispiel für die Recherche in News-Portalen und Blogs entwickelt sowie Produkte von Kooperationspartnern integriert worden. WeFind arbeitet nach eigenen Angaben mit nationalen und internationalen Suchpartnern zusammen. Der Nutzer finde etwa Bücher und weitere Produkte von Amazon, öffentliche Ausschreibungen vom Deutschen Auftragsdienst, Arztbewertungen von DocInsider oder Unternehmensinformationen von Firmenwissen.de.

Auch eine lokale Suche ist dem Betreiber zufolge möglich. Gebe der Nutzer beispielsweise „Naturheilverfahren in 10435“ ein, finde WeFind automatisch Ärzte, deren Fachgebiet Naturheilverfahren beinhaltet und deren Praxis sich in Berlin, Prenzlauer Berg befinde. Das funktioniert für eine Websuche ganz gut, wie unsere Testrecherchen ergaben.

Ab Mitte Januar 2009 will WeFind dann passend zum Thema der Suchanfrage auch Personen finden. Das Besondere daran ist, dass der User zu den gefundenen Personen dann mittels der WeFind-Community direkt Kontakt aufnehmen kann. “Dann wird sich erstmals der Kreislauf von Suche und Community schließen: Informationen können gesucht werden, WeFind zeigt automatisch passende Experten zum Thema an und stellt den Kontakt her. Nach einer Diskussion mit den Experten kann der Suchende auf Wunsch neue Erkenntnisse in WeFind publizieren, um selbst zum Experten zu werden”, kündigt Helmut Hoffer von Ankershoffen, Initiator und CEO der WeFind AG.in einer anderen Pressemitteilung an. Das erklärt dann auch, warum sich WeFind als Web2.0-Dienst sieht.

Betrieben wird der neue Suchservice von der WeFind AG, einer Tochterfirma der neofonie Technologieentwicklung und Informationsmanagement GmbH.

Live Search Maps jetzt auch mit Rundum-Ansichten

Die US-Ausgabe von Live Search Maps bietet ihren Usern nun auch Panoramabilder und 3D-Ansichten beispielsweise von Städten, Straßenfluchten oder Gebäuden.

Dazu hat Microsoft seinen lokalen Suchdienst mit dem Web2.0-Fototool Photosynth verknüpft, mit dem dessen Nutzer aus normalen Fotos dreidimensionale Ansichten erstellen können. Wer hier seine Bilder mit Ortsangaben versieht, dessen Bilder werden seit kurzem auch über die Live Search Maps-Suche gefunden. Darauf macht Microsoft-Mitarbeiter Chris Pendleton in seinem Blog aufmerksam.

Das neue Feature ist allerdings ziemlich versteckt. Man findet es, wenn man nach einer Ortsuche in dem linken Menü auf „Explore Collections“ klickt und danach bei „Show“ den Link „Photosynth“ aus dem Dropdown-Menü auswählt oder das passende Icon anklickt. Daraufhin erscheint eine Liste aller verfügbaren Photosynth-Bilder, deren geographische Position zugleich auch in der Karte angezeigt wird. Da die Fotos nicht in Live Search Maps eingebettet sind, muss man, ehe man sie ansehen kann, die Software von Photosynth installieren.

Zwar steht diese Anwendung bislang nur in der englischsprachigen Ausführung von Live Search Maps zur Verfügung, es lassen sich damit aber auch Ansichten von Orten in anderen Ländern – unter anderem auch in Deutschland – finden.

(Photosynth ist nur für Windows z.Z. zu betreiben.)

So funktioniert eine lokale Suchmaschine

Das Team von local.ch erklärt in einer Video-Humoreske die Technologie der regionalen Schweizer Suchmaschine auf ganz unkonventionelle Art. So kann sie selbst derjenige verstehen, der keine Ahnung von Algorithmus, Syntax oder Semantik hat. Und auch den Schweizer Dialekt muss man nicht beherrschen.

Kaum hat die Dame ihre Anfrage per Computer gestartet, herrscht Aufregung beim Suchmaschinenteam: Da wühlt eine ganze Mannschaft in gedruckten Adressverzeichnissen, reißt passende Einträge heraus und drückt sie einem Laufburschen in die Hand. Der saust mit den Schnipseln zum Faxgerät und überträgt die Daten auf den PC.

Entnommen ist die Szene einem Online-Video, das sich im Blog der Schweizer lokalen Suchmaschine local.ch findet. Mit viel Humor und Engagement beantworten darin die Mitarbeiter von local.ch die Frage „Wie funktioniert eine lokale Suchmaschine?“.

Wir vom Lokale Suche Blog haben bei local.ch nachgefragt, wie man denn auf solch eine – wie wir finden – geniale Idee kommt. Martin Seiler, zuständig für die Kommunikation bei local.ch, hat bereitwillig unsere Neugierde gestillt. Mit dem Video hätten er und seine Kollegen ursprünglich einen Scherz zum 1. April lancieren und ihr eigenes Geschäft auf unübliche Weise darstellen wollen, so Seiler. Das Storyboard hat das local.ch-Team, das im Filmchen auch die Charaktere mimt, erstellt. Der Text stammt aus der Feder von Seiler selbst, der zugleich die Regie geführt hat, wie er bescheiden preisgibt

Google Maps baut verstärkt auf das Wissen der User

Vor Ort kennen sich die Anwohner am besten aus. Das weiß auch Google. Daher erlaubt der Suchmaschinenriese nun auch den Anwendern der deutschen Ausgabe von Google Maps, die Suchergebnisse zu bearbeiten.

Einträge bewerten und beurteilen dürfen Besitzer eines Google-Accounts bereits seit Juni 2007. Jetzt haben sie aber auch die Möglichkeit, diese zu ändern – etwa, wenn die Adressangabe nicht richtig beziehungsweise unvollständig oder die Markierung auf der Karte falsch positioniert ist. Ein veralteter Treffer kann überdies auch vollständig gelöscht werden. All diese Funktionen findet man im jeweiligen Infofenster eines Suchresultates mit Klick auf den Link „Bearbeiten“. Das geht allerdings nur, solange der Inhaber des Unternehmens nicht bereits Anspruch auf den Brancheneintrag erhoben und die Angaben damit selbst verifiziert hat.

Fehlt eine Location, können registrierte Anwender außerdem nun auch die Ergebnisse komplettieren. Dazu klickt man links unter der Trefferliste auf „Ort zur Karte hinzufügen“.

Diese Features bietet Google übrigens den Nutzern anderer Länderausgaben von Google Maps – wie beispielsweise der US-Version – schon seit März dieses Jahres (wir berichteten).

Scharfe Bilder für Google Maps

Seit Anfang September wird unser Globus von einem weiteren wachsamen Auge beobachtet – und zwar von dem Satelliten GeoEye-1 des amerikanischen Unternehmens GeoEye. Der soll künftig aktuelle Bilder von der Erde unter anderem an Google liefern.

GeoEyeWie GeoEye in einer Pressemeldung erklärt, kann der neue künstliche Erdtrabant, der in einer Höhe von 681 Kilometern unseren Planeten umkreist, Fotos mit der derzeit besten Auflösung im zivilen Bereich erstellen. Diese betrage bei schwarz-weiß Bildern 0,41 Meter und bei Farbfotos 1,65 Meter. Das heißt, man erkennt auf den Aufnahmen Objekte auf der Erdoberfläche ab einer Größe von 41 beziehungsweise 165 Zentimetern.

Google MapsEinem Bericht des Online-Magazins CNet  zufolge haben Google und GeoEye einen Vertrag geschlossen, wonach der Suchmaschinengigant der einzige Anbieter von Online-Kartendiensten sei, der diese Bilder verwenden dürfe. Google wolle sie für seine Internetanwendungen Google Maps und Google Earth nutzen. Allerdings wird Google seinen Usern wohl nicht die beste Auflösung der Bilder zur Verfügung stellen können. Denn US-Bestimmungen erlauben laut GeoEye für den kommerziellen Bereich nur Fotos mit einer Auflösung von 0,5 Metern und schlechter

Mehr wissen mit Cuil?

Das gälische Wort „cuil“ wird wie das englische “cool“ ausgesprochen. Es bedeutet Wissen, und es ist auch der Name einer neuen englischsprachigen Suchmaschine, die Ende Juli überraschend und ganz ohne Beta-Phase auf den Plan getreten ist.

CuilGegründet wurde Cuil in Menlo Park (Kalifornien) von ehemaligen Google- und IBM-Mitarbeitern – und dementsprechend hoch sind auch die Erwartungen an den neuen Suchdienst. Zudem dessen Betreiber in einer Pressemitteilung selbstbewusst von einer innovativen Suchmaschine sprechen.

Cuil soll, so heißt es da, bessere Suchergebnisse als seine Wettbewerber liefern, da es diese anders als die Konkurrenz weniger nach Linkanalyse und Bekanntheitsgrad beurteilt, sondern viel mehr nach deren inhaltlicher Relevanz. Außerdem stelle es die Treffer ausführlich und auch mit Bildern dar, ordne sie in Gruppen und sortiere sie nach Kategorien. Die Cuil-Macher versprechen dabei den kompletten Schutz der Privatsphäre der User. Denn für eine Suchmaschine, die die Suchergebnisse nach deren Inhalt klassifiziert statt nach deren Popularität, sei das Sammeln von Nutzerdaten nicht nötig. Mit 120 Milliarden Webseiten habe Cuil zudem dreimal mehr Seiten als andere Anbieter erfasst und sei daher die größte Suchmaschine des Webs. Das ist für die Cuil-Macher wichtig, denn ihrer Ansicht nach sind die anderen Anbieter nicht fähig, mit dem stetigen Wachstum des Internets mitzuhalten.

Cuil 2So weit der Ansatz, mit dem Cuil angetreten ist, und der durchaus überzeugend klingt. Doch die Realität ist eine andere. Bislang konnte die neue Suchmaschine die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Im Gegenteil: Bereits in den ersten Tagen hagelte es in den Medien jede Menge Kritik. Nicht zu unrecht. Denn ganz abgesehen davon, dass die Darstellung der Treffer in wahlweise zwei oder drei Spalten gewöhnungsbedürftig und die Suchmaschine auf englischsprachige User spezialisiert ist, lassen vor allem die Suchresultate mächtig zu wünschen übrig. Auch mit der Erkennung einer inhaltlichen Relevanz ist es nicht so weit her. Wie Christian Stöcker in Spiegel Online feststellt, funktioniert bei Cuil zum Beispiel auch die altbekannte Google-Bombe “miserable failure” (jämmerlicher Versager). Wie früher Google liefert Cuil bei dieser Suchanfrage als eines der ersten Ergebnisse die Homepage von US-Präsident Bush. Und das lässt vermuten, dass die Linkfrequenz von Cuil doch stärker als zugegeben berücksichtigt wird. Außerdem bietet Cuil neben der Websuche keine weiteren Funktionen – wie etwa eine spezielle Bildrecherche oder eine lokale Suche. Gerade letztere ist aber in Zeiten, wo ein großer Teil aller Suchanfragen ortsbezogenen Charakter hat, für eine Suchmaschine, die mit den Big Playern mithalten möchte, eigentlich unentbehrlich. Kann Cuil daher überhaupt eine ernsthafte Konkurrenz zu Google und Co. darstellen

Tour-de-France-Strecke in Google Street View

Seit dem 5. bis 27. Juli wird die 95. Tour de France ausgetragen. Anlässlich des großen Radrennens hat Google erstmals Straßenansichten aus Frankreich ins Netz gestellt.

Google Tour de FranceZu finden sind diese 360°-Aufnahmen in Google Maps, der lokalen Suche des Suchmaschinenriesen. Hier kann man nun mit Klick auf “Straßenansicht” (in der englischen Version “Street View”) den gesamten Streckenverlauf der “Großen Schleife” virtuell erkunden. Und zwar aus der Perspektive der Radfahrer, erklärt der Google-Mitarbeiter Daniel Ratner im Google Lat Long Blog. Bei der Aufnahme der 21 Etappen der Frankreichrundfahrt wurden laut Ratner auch die neuesten Features von “Street View” umgesetzt – wie etwa eine bessere Bildqualität oder die “Face-Blurring”-Technologie, mit der Gesichter und Autokennzeichen unkenntlich gemacht werden (wir berichteten).

Tour de France- Street ViewDamit gibt es nun erstmals Panoramabilder aus Europa in Google Maps. Bislang konnten die User nur US-amerikanische Städte, Nationalparks und Erholungsgebiete mit der Straßenansicht betrachten. Die Tour-de-France-Strecke ist jedoch nur der Anfang: Wie Google bereits angekündigt hat, sollen auch Ansichten anderer europäischer Städte und Gegenden folgen (wir berichteten.) In Deutschland werden derzeit bereits Aufnahmen von Großstädten gemacht, wie dem Google Watch Blog zu entnehmen ist. Demnach sollen erste Street-View-Cars (Autos, die mit speziellen Kameras ausgestattet sind) in München und Berlin gesichtet worden sein. Das bestätigt auch ein Bericht des Tagesspiegel , wonach von Google außerdem auch in Frankfurt am Main fotografiert wird. Wann diese Bilder im Internet zu sehen sein werden, ist allerdings bislang noch nicht bekannt.

Immowelt.de: Karte mit lokalen Infos von suchen.de

Die Entscheidung für eine Wohnung hängt nicht nur von ihrem Preis oder der Ausstattung ab, auch ihre Lage und Umgebung spielt eine wichtige Rolle. Auf Immowelt.de kann man sich daher nun schon direkt bei der Wohnungssuche ein Bild von der Situation vor Ort machen.

Immowelt.deMöglich macht dies eine Kooperation des Immobilienportals mit der lokalen Suchmaschine suchen.de, wie Immowelt.de in einer Pressemitteilung bekannt gab.

Bei vielen Objekten kann man sich jetzt nicht nur deren Lage auf einer Karte ansehen, sondern mit einem Klick auf „Umgebungsinfos“ auch erfahren, wo es in der Nähe beispielsweise Bäcker, Kindergärten, Ärzte oder Gasstätten gibt. Dazu wählt der Wohnungssuchende in dem Popup entweder vorgegebene Kategorien (Gesundheit, Einkauf, Bildung und Freizeit) aus oder gibt selbst einen Begriff in die Suchmaske ein. Die Resultate der Recherche werden in einer Trefferliste und einer Karten- oder Luftbildansicht dargestellt. Außerdem kann man sich die Ergebnisse, wie man es von suchen.de gewohnt ist, nach Entfernung oder Relevanz sortiert anzeigen lassen.

SES in Hamburg: Interview mit Isabell Wagner

SES HamburgIn Hamburg hat die diesjährige SES (Search Engine Strategies), eine Fachveranstaltung für Suchmaschinenmarketing, eröffnet (siehe auch unser Vorbericht). Wir sprachen mit Referentin Isabell Wagner, Managing Director Germany, bei bigmouthmedia:

Welche Vorteile bieten lokale Suchmaschinen gegenüber Websuchmaschinen?

Das kann man nicht mit einander vergleichen, da lokale und globale Suchmaschinen zwei verschiedene Ansätze verfolgen. Der Markt versteht unter lokaler Suche eigentlich Suchfunktionen für eine Website. Ich gehe davon aus, dass Sie Suchmaschinen meinen, die sich auf eine bestimmte Region fokussieren. Werbung hier zu schalten, ist für lokale Unternehmen vor allem dann interessant, wenn sich ihre Zielgruppe im gleichen Einzugsgebiet befindet wie sie selbst. Eine Websuchmaschine durchforstet das Internet. Da es im Web mehr als zehn Milliarden Websites gibt, haben Unternehmen hier eine größere Reichweite. Allerdings müssen sie auch mit viel mehr Anbietern konkurrieren.

Inwiefern lohnt sich Suchmachinenmarketing (Search Engine Marketing, SEM) auch für kleine lokale Unternehmen und mittelständische Betriebe?

SEM ist eines der erfolgreichsten Instrumente des Online-Marketingtools, das den höchsten Return on Investment erzielt und das geringste Risiko aufweist. Damit verschafft SEM Mittelständlern im Marketing „Waffengleichheit“ mit Großunternehmen. Im Gegensatz zu klassischer Werbung im TV oder in Printmagazinen ist Online-Werbung auch für kleinere und mittelständische Unternehmen erschwinglich und erfordert kein Mindestbuchungsvolumen. Anhand der Reportingfunktion in den Konten bei Google oder Yahoo! können sie auf einen Blick sehen, wie erfolgreich Ihre Kampagnen waren und wie hoch die Kosten dafür waren. Großer Vorteil hier ist auch, dass die Kampagnen im Vergleich zu traditioneller Werbung schnell aufgesetzt werden können. Ein wichtiger Aspekt ist auch, dass die Werbetreibenden sich die Region aussuchen können, in der ihre Anzeigen erscheinen sollen.

Web 2.0 liegt weiterhin im Trend – auch im lokalen Bereich. Sind soziale lokale Dienste und Netzwerke auch für das Onlinemarketing von kleinen und mittelständischen Unternehmen von Interesse?

Werbung auf sozialen Netzwerken ist gerade ein heißes Thema und für jede Unternehmensgröße interessant. In solchen Communities sind ausschließlich Mitglieder, die sich für bestimmte Themen interessieren und damit eventuell empfänglicher für die Werbebotschaft der Unternehmen sind. Auch sind hier die Streuverluste sehr gering, da man hier eine gewisse Affinität voraussetzen kann und die Mitglieder offen über Ihre Interessen sprechen.

Welche Trends bringen die kommenden Jahre im lokalen Suchmaschinenmarketing, zum Beispiel im mobilen Sektor? Welche Bedeutung wird lokale Online-Werbung in den nächsten fünf Jahren bekommen?

Die mobile Suche ist in Verbindung mit der lokalen Suche eines der Trendthemen, die die Online-Marketing-Branche in den nächsten Jahren bewegen werden. Die lokale Suche auf dem Handy kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn die Suchanfrage auf momentane Bedürfnisse abzielt, zum Beispiel: „Wo finde ich jetzt und hier das nächste Café?“ Suchanfragen, die mehr Zeit und Recherche brauchen, werden wahrscheinlich eher zu Hause am PC oder Laptop gestellt. Allerdings ist das Geo-Targeting für eine genaue und personalisierte Zielgruppenansprache noch zu wenig ausgereift. Hier müssen noch weitere Entwicklungen folgen, um die Streuverluste noch niedriger zu halten und den User möglichst punktgenau anzusprechen. Dann wird das Internet zu einem echten Direktmarketing-Instrument. Zukünftig wird der User nur Werbung bekommen, die seinen persönlichen Präferenzen, seinem Suchverhalten und seinem aktuellen Standort entspricht. Somit kann Below-the-line-Marketing dann endlich seinen Trumpf gegenüber dem klassischen Marketing ausspielen

Wikia Search – Mitmach-Suchmaschine verbessert

Anfang des Jahres war die freie Suchmaschine Wikia Search als Alpha-Version gestartet (wir berichteten). In der Zwischenzeit wurde sie stetig weiterentwickelt – und kommt seit Anfang Juni wesentlich bedienerfreundlicher daher.

WikiSearchIn der ersten Version der sozialen Suchmaschine konnten die User lediglich die Resultate bewerten, Mini-Artikel zu Suchbegriffen erstellen oder – so sie über Programmierkenntnisse verfügten – die Software einsehen und weiterentwickeln. Die Möglichkeit, sich als Nutzer einzubringen, war also begrenzt. Das hatte in den Medien zu erheblicher Kritik geführt, zumal die Suchtreffer stark zu wünschen übrig ließen.

Nun, in der Beta-Fassung des Angebotes, lädt die Suchmaschine geradezu ein, an ihr mitzubauen beziehungsweise sie weiterzuentwickeln: Die Nutzer können ganz einfach per Mausklick zum Beispiel neue Links zu den Suchresultaten hinzufügen, sie kommentieren und löschen oder deren Beschreibung bearbeiten. Auch lassen sich die gefundenen Webseiten bewerten – und damit ihre Positionierung in der Ergebnisliste beeinflussen. Dazu bedarf es noch nicht einmal mehr einer Registrierung. Die Änderungen werden sofort umgesetzt. Um Missbrauch vorzubeugen, werden alle kürzlich vorgenommen Veränderungen und deren Autoren rechts auf der Trefferseite sowie unter „Recent Changes“ angezeigt, und können somit auch wieder rückgängig gemacht werden. Das zeigt, dass der Wikia-Search-Betreiber, die Wikia Inc. wohl vor allem – wie bei Wiki-Projekten üblich – darauf setzt, dass die Nutzerschaft gemeinsam für die nötige Qualität sorgen wird.

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