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Artikel-Schlagworte: „Suchmaschinenprimus“

Google Maps präsentiert Videos prominenter

Ortsbezogene Filmchen sind schon seit einiger Zeit bei Google Maps verfügbar. Nun hat der Suchmaschinenriese sie jedoch direkt in die Kartenansicht seines lokalen Suchdienstes integriert.

Bisher waren die mit Geodaten versehenen Videos etwas versteckt. Man fand sie nur in der linken Navigationsleiste unter dem Menüpunkt „Erkunden Sie dieses Gebiet“. Jetzt kann man sie sich neben Fotos und Wikipedia-Artikeln ganz einfach in die Karte einblenden lassen – und zwar über den „Mehr“-Button. Sie öffnen sich, wenn man die Vorschaubilder anklickt.

Einiges getan hat sich in letzter Zeit übrigens auch wieder bei dem Google-Maps-Feature „Street View“. Kurz nachdem Anfang Dezember jede Menge Straßenaufnahmen von Neuseeland integriert wurden, hat man auch die Abdeckung mit 360°-Fotos in den USA verdoppelt, wie dem Google Lat Long Blog zu entnehmen ist.

Google Maps baut verstärkt auf das Wissen der User

Vor Ort kennen sich die Anwohner am besten aus. Das weiß auch Google. Daher erlaubt der Suchmaschinenriese nun auch den Anwendern der deutschen Ausgabe von Google Maps, die Suchergebnisse zu bearbeiten.

Einträge bewerten und beurteilen dürfen Besitzer eines Google-Accounts bereits seit Juni 2007. Jetzt haben sie aber auch die Möglichkeit, diese zu ändern – etwa, wenn die Adressangabe nicht richtig beziehungsweise unvollständig oder die Markierung auf der Karte falsch positioniert ist. Ein veralteter Treffer kann überdies auch vollständig gelöscht werden. All diese Funktionen findet man im jeweiligen Infofenster eines Suchresultates mit Klick auf den Link „Bearbeiten“. Das geht allerdings nur, solange der Inhaber des Unternehmens nicht bereits Anspruch auf den Brancheneintrag erhoben und die Angaben damit selbst verifiziert hat.

Fehlt eine Location, können registrierte Anwender außerdem nun auch die Ergebnisse komplettieren. Dazu klickt man links unter der Trefferliste auf „Ort zur Karte hinzufügen“.

Diese Features bietet Google übrigens den Nutzern anderer Länderausgaben von Google Maps – wie beispielsweise der US-Version – schon seit März dieses Jahres (wir berichteten).

Google Maps rückt lokale Anzeigen mehr in den Mittelpunkt

Schon seit Längerem kann man in den Suchtreffern bei Google Maps ortsbezogene Werbung buchen. Nun erscheinen einige dieser Anzeigen zusätzlich an prominenter Stelle – nämlich direkt unter der Karte.

Die bei Google Maps geschalteten Anzeigen werden in die Trefferliste links eingefügt – und zwar über oder unter den Suchergebnissen. Um die Reklame deutlich von den organischen Resultaten abzugrenzen, unterlegt der Suchmaschinenriese sie blau und versieht sie mit dem Wort „Anzeige“. Außerdem blendet Google sie auch direkt in die Kartenansicht ein. Während die natürlichen Suchtreffer hier mit roten Markierungen versehen sind, können die werbenden Unternehmen dafür ein spezielles Symbol auswählen, das mit ihnen oder ihrem Angebot in Zusammenhang steht.

Pro Ergebnisseite werden insgesamt nur vier Adwords-Anzeigen dargestellt, wobei über den Resultaten eine und darunter drei geschaltet werden können. Neu ist, dass die unteren drei Anzeigen nun auch unter der Kartenansicht und damit in der Mitte der Seite gezeigt werden. Allerdings ist dabei immer nur eine Annonce sichtbar. Über die Pfeiltasten rechts kann der User sich auch die anderen ansehen.

Der Grund für diese Maßnahme könnte der sein, dass zahlreiche User sich wahrscheinlich nur die oberen Suchergebnisse ansehen. Dadurch nehmen viele die Anzeigen am Ende der Seite vermutlich gar nicht mehr wahr. Mit der zusätzlichen Einblendung unter dem Kartenfeld versucht Google vielleicht, dem entgegenzuwirken.

Scharfe Bilder für Google Maps

Seit Anfang September wird unser Globus von einem weiteren wachsamen Auge beobachtet – und zwar von dem Satelliten GeoEye-1 des amerikanischen Unternehmens GeoEye. Der soll künftig aktuelle Bilder von der Erde unter anderem an Google liefern.

GeoEyeWie GeoEye in einer Pressemeldung erklärt, kann der neue künstliche Erdtrabant, der in einer Höhe von 681 Kilometern unseren Planeten umkreist, Fotos mit der derzeit besten Auflösung im zivilen Bereich erstellen. Diese betrage bei schwarz-weiß Bildern 0,41 Meter und bei Farbfotos 1,65 Meter. Das heißt, man erkennt auf den Aufnahmen Objekte auf der Erdoberfläche ab einer Größe von 41 beziehungsweise 165 Zentimetern.

Google MapsEinem Bericht des Online-Magazins CNet  zufolge haben Google und GeoEye einen Vertrag geschlossen, wonach der Suchmaschinengigant der einzige Anbieter von Online-Kartendiensten sei, der diese Bilder verwenden dürfe. Google wolle sie für seine Internetanwendungen Google Maps und Google Earth nutzen. Allerdings wird Google seinen Usern wohl nicht die beste Auflösung der Bilder zur Verfügung stellen können. Denn US-Bestimmungen erlauben laut GeoEye für den kommerziellen Bereich nur Fotos mit einer Auflösung von 0,5 Metern und schlechter

Google Maps mobil hört zu

Die mobile Ausgabe der lokalen Suchmaschine Google Maps kann nun auch per Spracheingabe gesteuert werden. Allerdings befindet sich dieser Dienst noch im Test und ist bislang nur in den USA für wenige Handy-Modelle verfügbar.

Wie die Google-Mitarbeiter Jonathan Matus und Luca Zanolin im Google Mobile Blog berichten, können Besitzer von Black-Berry-Geräten (Pearl 8110, 8120 und 8130) in den USA nun ihre lokale Suchanfrage nach Unternehmen ins Handy sprechen, statt sie über die Tastatur einzugeben.

Besonders praktisch sei diese Art der Suche dann, wenn man gerade nicht tippen könne, der Name des Unternehmens lang sei oder man nicht wisse, wie der Name buchstabiert werde. Die Suche per Stimme sei einfach. Man halte – nachdem man die Kartenansicht auf den eigenen Standort zentriert habe – die Sprachwahltaste auf der linken Seite des Black-Berry und spreche den Namen oder die Branche des gesuchten Unternehmens. Darauf hin lasse man den Knopf wieder los, worauf die Spracherkennungstechnik die Frage interpretiere und das gewünschte Unternehmen finde.

Dieses neue Google-Maps-Feature nutzt die gleiche Spracherkennungstechnik wie die kostenlose computergesteuerte Telefonauskunft GOOG-411 des Suchmaschinenriesen (wir berichteten), erklären Matus und Zanolin. Allerdings scheint die Genauigkeit noch nicht vollständig zu überzeugen, denn die beiden Googler versprechen auch, dass sich die Technik im Laufe der Zeit, wenn mehr Leute diese Suchfunktion per Spracheingabe nutzen, verbessern werde.

Google bekommt Karten von Tele Atlas

Google und Tele Atlas arbeiten langfristig zusammen. Wie Tele Atlas in einer Pressemitteilung erklärt, haben die beiden Unternehmen Ende Juni ein Fünf-Jahres-Abkommen abgeschlossen.

Tele Atlas GoogleDadurch erhält Google Zugriff auf das Kartenmaterial des niederländisch-belgischen Kartenanbieters. Dies kann der Suchmaschinengigant dann für seine gegenwärtigen und künftigen kartenbasierten Services und Navigationsangebote nutzen – und zwar sowohl für seine Internet- und Desktop-Dienste wie Google Maps oder Google Earth als auch für die mobilen Anwendungen wie Google Maps for Mobile (mobile.google.de).

Im Gegenzug erhält Tele Atlas Zugriff auf Verbesserungsvorschläge aus der Usergemeinschaft von Google. Diese will der Kartenspezialist nutzen, um die Qualität seiner Karten zu optimieren. Zu finanziellen Details des Vertrags machte Tele Atlas keine Angaben.

Google Maps weitet lokalen Inhalt aus

Google Maps wandelt sich mehr und mehr von einem klassischen lokalen Suchdienst zu einem umfassenderen ortsbezogenen Informationsservice.

Google Maps LocalDie Funktion “Meine Karten”, über die User selbst Inhalte erzeugen und anderen zur Verfügung stellen können, war wahrscheinlich einer der ersten Schritte in diese Richtung. Kürzlich hat der Suchmaschinenprimus seiner lokalen Suche dann auch noch ortsbezogene Fotos und Videos hinzugefügt, die man sich über “Erkunden Sie dieses Gebiet” anzeigen lassen kann (wir berichteten).

Nur wenig später folgte dann der Einbau des “Mehr…”-Buttons. Er ist in dem Menü in der Karten- und Luftbildansicht zu finden. Damit kann man sich neben den – aus der “Erkunden Sie…”-Funktion bereits bekannten – “Panoramio“-Fotos auch ortsbezogene Artikel aus der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia in der Karte anzeigen lassen. An jedem Ort, zu dem ein solcher Beitrag existiert, erscheint in der Karte dann ein kleines Wikipedia-Symbol. Klickt man darauf, öffnet sich ein Auszug aus dem Lexikon-Beitrag mit einem Link zum vollständigen Artikel. Die Texte beschreiben zum Beispiel Gebäude, Straßen, Plätze oder Institutionen.

Durch diese Funktionen möchte Google es seinen Nutzern leichter machen, Informationen in ihrem geografischen Kontext zu erhalten. Das erklärt Christoph Oehler, Produkt Manager von Google, im Google Lat Long Blog.

Als eines der nächsten Features in diese Richtung folgt bei Google Maps vermutlich die Einbindung ortsbezogener Nachrichten. Eine derartige Funktion gibt es laut dem Google Lat Long Blog seit Mitte Mai bereits in der US-Ausgabe des virtuellen Globus Google Earth. Und bald soll dieser Dienst nicht nur auch in der deutschen Google-Earth-Version zur Verfügung stehen, sondern auch von Google Maps aus zugänglich sein. Das ließ der Pressesprecher von Google Deutschland, Stefan Keuchel, gegenüber “Spiegel-Online” verlauten

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