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Artikel-Schlagworte: „Suchmaschinenriesen“

Google Maps: Neue Straßenansichten

Dank des Google-Maps-Features „Street View“(wir berichteten bereits mehrfach) kann man nun virtuell durch einige weitere Metropolen in Europa und den USA bummeln.

Schlag auf Schlag stellte Google kürzlich in seiner lokalen Suche, Google Maps, zahlreiche neue Straßenaufnahmen online. Darauf weisen Google-Mitarbeiter im Google Lat Long Blog in verschiedenen Postings hin.

Nachdem der Suchmaschinenriese schon Mitte Oktober die Fotos mehrerer französischer Städte wie Lyon, Marseille and Nizza freigab, folgten Ende des Monats auch Bilder aus Spanien und Italien. So kann man nun beispielsweise per Mausklick durch Rom, Mailand und Florenz flanieren oder durch die Straßen von Madrid, Valencia oder Sevilla schlendern und beeindruckende Sehenswürdigkeiten begutachten. Aber nicht nur europäische Großstädte sind fotografiert worden, sondern auch Landschaften wie der Comer See. Außerdem stehen den Google-Maps-Usern pünktlich zur US-Wahl jetzt auch die Innenstädte von Washington DC, Seattle und Baltimore zur Verfügung.

Die Orte, von denen Straßenaufnahmen vorhanden sind, werden nach einem Klick auf den „Street View“-Button in der Kartenansicht mit einem Kamera-Icon markiert. In Europa sind das noch nicht so viele – allerdings könnte sich das schon bald ändern. Zum Beispiel hat, wie Focus.de zu entnehmen ist, Google-Sprecher Stefan Keuchel in einem Interview angekündigt, dass das Angebot in Deutschland im Frühjahr 2009 mit mindestens drei Städten starten werde.

Doch besonders hierzulande ist das Projekt aus datenschutzrechtlichen Gründen sehr umstritten (wir berichteten). Zu diesen Bedenken und Vorwürfen nimmt Stefan Keuchel übrigens in einem interessanten Beitrag auf dem Podcast-Portal PR On Air Stellung.

Scharfe Bilder für Google Maps

Seit Anfang September wird unser Globus von einem weiteren wachsamen Auge beobachtet – und zwar von dem Satelliten GeoEye-1 des amerikanischen Unternehmens GeoEye. Der soll künftig aktuelle Bilder von der Erde unter anderem an Google liefern.

GeoEyeWie GeoEye in einer Pressemeldung erklärt, kann der neue künstliche Erdtrabant, der in einer Höhe von 681 Kilometern unseren Planeten umkreist, Fotos mit der derzeit besten Auflösung im zivilen Bereich erstellen. Diese betrage bei schwarz-weiß Bildern 0,41 Meter und bei Farbfotos 1,65 Meter. Das heißt, man erkennt auf den Aufnahmen Objekte auf der Erdoberfläche ab einer Größe von 41 beziehungsweise 165 Zentimetern.

Google MapsEinem Bericht des Online-Magazins CNet  zufolge haben Google und GeoEye einen Vertrag geschlossen, wonach der Suchmaschinengigant der einzige Anbieter von Online-Kartendiensten sei, der diese Bilder verwenden dürfe. Google wolle sie für seine Internetanwendungen Google Maps und Google Earth nutzen. Allerdings wird Google seinen Usern wohl nicht die beste Auflösung der Bilder zur Verfügung stellen können. Denn US-Bestimmungen erlauben laut GeoEye für den kommerziellen Bereich nur Fotos mit einer Auflösung von 0,5 Metern und schlechter

Google Maps mobil hört zu

Die mobile Ausgabe der lokalen Suchmaschine Google Maps kann nun auch per Spracheingabe gesteuert werden. Allerdings befindet sich dieser Dienst noch im Test und ist bislang nur in den USA für wenige Handy-Modelle verfügbar.

Wie die Google-Mitarbeiter Jonathan Matus und Luca Zanolin im Google Mobile Blog berichten, können Besitzer von Black-Berry-Geräten (Pearl 8110, 8120 und 8130) in den USA nun ihre lokale Suchanfrage nach Unternehmen ins Handy sprechen, statt sie über die Tastatur einzugeben.

Besonders praktisch sei diese Art der Suche dann, wenn man gerade nicht tippen könne, der Name des Unternehmens lang sei oder man nicht wisse, wie der Name buchstabiert werde. Die Suche per Stimme sei einfach. Man halte – nachdem man die Kartenansicht auf den eigenen Standort zentriert habe – die Sprachwahltaste auf der linken Seite des Black-Berry und spreche den Namen oder die Branche des gesuchten Unternehmens. Darauf hin lasse man den Knopf wieder los, worauf die Spracherkennungstechnik die Frage interpretiere und das gewünschte Unternehmen finde.

Dieses neue Google-Maps-Feature nutzt die gleiche Spracherkennungstechnik wie die kostenlose computergesteuerte Telefonauskunft GOOG-411 des Suchmaschinenriesen (wir berichteten), erklären Matus und Zanolin. Allerdings scheint die Genauigkeit noch nicht vollständig zu überzeugen, denn die beiden Googler versprechen auch, dass sich die Technik im Laufe der Zeit, wenn mehr Leute diese Suchfunktion per Spracheingabe nutzen, verbessern werde.

Google bekommt Karten von Tele Atlas

Google und Tele Atlas arbeiten langfristig zusammen. Wie Tele Atlas in einer Pressemitteilung erklärt, haben die beiden Unternehmen Ende Juni ein Fünf-Jahres-Abkommen abgeschlossen.

Tele Atlas GoogleDadurch erhält Google Zugriff auf das Kartenmaterial des niederländisch-belgischen Kartenanbieters. Dies kann der Suchmaschinengigant dann für seine gegenwärtigen und künftigen kartenbasierten Services und Navigationsangebote nutzen – und zwar sowohl für seine Internet- und Desktop-Dienste wie Google Maps oder Google Earth als auch für die mobilen Anwendungen wie Google Maps for Mobile (mobile.google.de).

Im Gegenzug erhält Tele Atlas Zugriff auf Verbesserungsvorschläge aus der Usergemeinschaft von Google. Diese will der Kartenspezialist nutzen, um die Qualität seiner Karten zu optimieren. Zu finanziellen Details des Vertrags machte Tele Atlas keine Angaben.

Google und Yahoo kooperieren

Besser Google als Microsoft, dachten sich wohl die Macher des Internetportals Yahoo! und vereinbarten kürzlich einen nichtexklusiven Werbevertrag mit dem Suchmaschinenriesen und Erzrivalen.

Google & Yahoo!Im Februar dieses Jahres hatte Microsoft den Managern des Internetportals Yahoo! die komplette Übernahme vorgeschlagen. Doch die scheiterte im Mai nach langwierigen Gesprächen. Dennoch zeigte Microsoft weiterhin Interesse an dem Unternehmen – der Softwarekonzern wollte wenigstens das Suchmaschinengeschäft von Yahoo! kaufen. Und hat erneut einen Korb erhalten. Yahoo! erklärte am 12. Juni in einer Pressemitteilung die Verhandlungen mit Microsoft offiziell für beendet.

Noch am selben Tag gab Yahoo! dann stattdessen die Zusammenarbeit mit Google bekannt. Auch Google äußerte sich zu der Kooperation mit Yahoo! in einer Pressemitteilung.Wie den Meldungen zu entnehmen ist, haben die beiden Unternehmen einen nichtexklusiven Werbevertrag vereinbart. Demnach werden künftig bezahlte Anzeigen von Googles Werbeprogrammen “Adsense for Search” und “Adsense for Content” auf den Seiten von Yahoo! eingeblendet – und zwar sowohl auf den Ergebnisseiten der Suchmaschine als auch auf anderen Internetportalen von Yahoo! und dessen Partner-Seiten. Allerdings gelte das Abkommen nur für die US-amerikanischen und kanadischen Yahoo!-Dienste.

Die Vereinbarung sei zunächst auf vier Jahre abgeschlossen, könne aber danach zwei Mal für je drei Jahre auf insgesamt zehn Jahre verlängert werden. Zunächst wollen beide Unternehmen nach eigenen Aussagen jedoch 3,5 Monate warten, um dem US-Justizministerium Zeit zu geben, die Kooperation zu prüfen.

Zusätzlich zu dem Werbe-Abkommen wollen Yahoo! und Google auch bei ihren Instant-Messaging-Diensten “Yahoo! Messenger” und “Google Talk” zusammenarbeiten und die Kompatibilität ihrer Services ermöglichen.

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