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AdLocal: Anzeigen als Location-Based Services
Cirius Technologies hat den nach eigenen Angaben weltweit ersten ortsbezogenen mobilen Anzeigendienst zum Selbsteintragen als Vollversion in den USA gestartet. Der neue Service ermöglicht es Werbungtreibenden, von Handynutzern gefunden zu werden, die sich gerade in ihrer Nähe aufhalten.
Als Werbekunde kann man die Anzeigen selbst gestalten und dann zu einem definierbaren Budget festlegen, wo und zu welchen Gelegenheiten man von Handynutzern gefunden werden möchte. Das Ganze lässt sich über einen Online-Assistenten steuern. Apps-Anbieter können diese lokalen Anzeigen über eine API dann bei sich integrieren.
Derzeit funktioniert der Dienst nur für iPhones und Android-Geräte. Als Beta-Version läuft er bereits seit 2006 mit Erfolg in Japan und soll dort laut Cirius Marktführer bei den mobilen lokalen Anzeigen sein.
GelbeSeiten starten semantisches Targeting
Die GelbenSeiten steigen ins semantische Targeting ein. Das Tool iSense des Online-Werbevermarkters Ad Pepper Media pickt sich aus dem Web genau die Seiten heraus, die zu definierten Themenwelten des Branchenverzeichnisses passen.
Wie Ad Pepper Media mitteilt, haben sich die GelbeSeiten und die betreuende Mediaagentur GFMO.OMD für das mehrfach prämierte Tool entschieden, weil es in der Lage ist, “in Sekundenbruchteilen den tatsächlichen Bedeutungszusammenhang des Werbeplatzumfeldes zu analysieren”.
Die aktuelle Kampagne zielt auf die Themen Gesundheit und Fitness, Auto und Verkehr, Bauen, Renovieren und Einrichten, Einkaufen sowie Hotels und Gastronomie. Passt das Umfeld einer Website zu einem dieser Themen, werden dort Display-Ads der GelbenSeiten jeglichen Formats platziert. Das erhöht die Relevanz und damit die Wirkung der eingeblendeten Werbung.
iSense nutzt Sense-Engine, eine Erfindung des britischen Linguisten David Crystal. Die Technologie analysiert die Wörter einer Website in ihrer Beziehung zueinander und zu ihrem Umfeld mit Hilfe von mehr als 3.000 hierarchisch gegliederten Kategorien.
Gezielte lokale Online-Werbung für KMU
Ein neuer Internetdienst möchte speziell kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) die Möglichkeit bieten, mit gezielter Online-Werbung auf diversen Webseiten Neukunden zu gewinnen. Er heißt Lokale-Internetwerbung.de und wird von neun Telefonbuchverlagen betrieben, die unter anderem Verzeichnisse wie GelbeSeiten oder DasTelefonbuch herausgeben.
Nach einer kostenlosen Registrierung kann man dort laut einer Pressemitteilung eine Anzeige erstellen. Diese erscheine dann auf verschiedenen Plattformen wie etwa suchen.de, T-Online, DasÖrtliche, Immobilienscout24 oder Local24. Dabei behalte der Unternehmer die volle Kostenkontrolle, da er erst dann den festgelegten Preis zahle, wenn auf seine Anzeige geklickt werde. Je höher sein Suchwort-Gebot sei, desto besser sei die Platzierung der Anzeige auf der jeweiligen Plattform. Zusätzlich werde die individuelle Ausgabenkontrolle über ein Tages-, Wochen- oder Monatsbudget gesichert. Die Abrechnung erfolge dann nach Anzahl der Klicks. Auch eine zeitliche und regionale Ausrichtung der Werbung sei möglich.
Google Maps rückt lokale Anzeigen mehr in den Mittelpunkt
Schon seit Längerem kann man in den Suchtreffern bei Google Maps ortsbezogene Werbung buchen. Nun erscheinen einige dieser Anzeigen zusätzlich an prominenter Stelle – nämlich direkt unter der Karte.
Die bei Google Maps geschalteten Anzeigen werden in die Trefferliste links eingefügt – und zwar über oder unter den Suchergebnissen. Um die Reklame deutlich von den organischen Resultaten abzugrenzen, unterlegt der Suchmaschinenriese sie blau und versieht sie mit dem Wort „Anzeige“. Außerdem blendet Google sie auch direkt in die Kartenansicht ein. Während die natürlichen Suchtreffer hier mit roten Markierungen versehen sind, können die werbenden Unternehmen dafür ein spezielles Symbol auswählen, das mit ihnen oder ihrem Angebot in Zusammenhang steht.
Pro Ergebnisseite werden insgesamt nur vier Adwords-Anzeigen dargestellt, wobei über den Resultaten eine und darunter drei geschaltet werden können. Neu ist, dass die unteren drei Anzeigen nun auch unter der Kartenansicht und damit in der Mitte der Seite gezeigt werden. Allerdings ist dabei immer nur eine Annonce sichtbar. Über die Pfeiltasten rechts kann der User sich auch die anderen ansehen.
Der Grund für diese Maßnahme könnte der sein, dass zahlreiche User sich wahrscheinlich nur die oberen Suchergebnisse ansehen. Dadurch nehmen viele die Anzeigen am Ende der Seite vermutlich gar nicht mehr wahr. Mit der zusätzlichen Einblendung unter dem Kartenfeld versucht Google vielleicht, dem entgegenzuwirken.
SES in Hamburg: Interview mit Isabell Wagner
In Hamburg hat die diesjährige SES (Search Engine Strategies), eine Fachveranstaltung für Suchmaschinenmarketing, eröffnet (siehe auch unser Vorbericht). Wir sprachen mit Referentin Isabell Wagner, Managing Director Germany, bei bigmouthmedia:
Welche Vorteile bieten lokale Suchmaschinen gegenüber Websuchmaschinen?
Das kann man nicht mit einander vergleichen, da lokale und globale Suchmaschinen zwei verschiedene Ansätze verfolgen. Der Markt versteht unter lokaler Suche eigentlich Suchfunktionen für eine Website. Ich gehe davon aus, dass Sie Suchmaschinen meinen, die sich auf eine bestimmte Region fokussieren. Werbung hier zu schalten, ist für lokale Unternehmen vor allem dann interessant, wenn sich ihre Zielgruppe im gleichen Einzugsgebiet befindet wie sie selbst. Eine Websuchmaschine durchforstet das Internet. Da es im Web mehr als zehn Milliarden Websites gibt, haben Unternehmen hier eine größere Reichweite. Allerdings müssen sie auch mit viel mehr Anbietern konkurrieren.
Inwiefern lohnt sich Suchmachinenmarketing (Search Engine Marketing, SEM) auch für kleine lokale Unternehmen und mittelständische Betriebe?
SEM ist eines der erfolgreichsten Instrumente des Online-Marketingtools, das den höchsten Return on Investment erzielt und das geringste Risiko aufweist. Damit verschafft SEM Mittelständlern im Marketing „Waffengleichheit“ mit Großunternehmen. Im Gegensatz zu klassischer Werbung im TV oder in Printmagazinen ist Online-Werbung auch für kleinere und mittelständische Unternehmen erschwinglich und erfordert kein Mindestbuchungsvolumen. Anhand der Reportingfunktion in den Konten bei Google oder Yahoo! können sie auf einen Blick sehen, wie erfolgreich Ihre Kampagnen waren und wie hoch die Kosten dafür waren. Großer Vorteil hier ist auch, dass die Kampagnen im Vergleich zu traditioneller Werbung schnell aufgesetzt werden können. Ein wichtiger Aspekt ist auch, dass die Werbetreibenden sich die Region aussuchen können, in der ihre Anzeigen erscheinen sollen.
Web 2.0 liegt weiterhin im Trend – auch im lokalen Bereich. Sind soziale lokale Dienste und Netzwerke auch für das Onlinemarketing von kleinen und mittelständischen Unternehmen von Interesse?
Werbung auf sozialen Netzwerken ist gerade ein heißes Thema und für jede Unternehmensgröße interessant. In solchen Communities sind ausschließlich Mitglieder, die sich für bestimmte Themen interessieren und damit eventuell empfänglicher für die Werbebotschaft der Unternehmen sind. Auch sind hier die Streuverluste sehr gering, da man hier eine gewisse Affinität voraussetzen kann und die Mitglieder offen über Ihre Interessen sprechen.
Welche Trends bringen die kommenden Jahre im lokalen Suchmaschinenmarketing, zum Beispiel im mobilen Sektor? Welche Bedeutung wird lokale Online-Werbung in den nächsten fünf Jahren bekommen?
Die mobile Suche ist in Verbindung mit der lokalen Suche eines der Trendthemen, die die Online-Marketing-Branche in den nächsten Jahren bewegen werden. Die lokale Suche auf dem Handy kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn die Suchanfrage auf momentane Bedürfnisse abzielt, zum Beispiel: „Wo finde ich jetzt und hier das nächste Café?“ Suchanfragen, die mehr Zeit und Recherche brauchen, werden wahrscheinlich eher zu Hause am PC oder Laptop gestellt. Allerdings ist das Geo-Targeting für eine genaue und personalisierte Zielgruppenansprache noch zu wenig ausgereift. Hier müssen noch weitere Entwicklungen folgen, um die Streuverluste noch niedriger zu halten und den User möglichst punktgenau anzusprechen. Dann wird das Internet zu einem echten Direktmarketing-Instrument. Zukünftig wird der User nur Werbung bekommen, die seinen persönlichen Präferenzen, seinem Suchverhalten und seinem aktuellen Standort entspricht. Somit kann Below-the-line-Marketing dann endlich seinen Trumpf gegenüber dem klassischen Marketing ausspielen
suchen.de für lokale Werbung ausgezeichnet
Die lokale Suchmaschine suchen.de konnte beim Innovationspreis 2008 für ihre ortsbezogene klickbasierte Werbemöglichkeit eine Auszeichnung einheimsen.
Lokale Online-Suchmaschinen und Web-Branchenverzeichnisse sind vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen eine wirksame Werbeplattform. Besonders effektiv sei die Werbung bei suchen.de, befand die Initiative Mittelstand. Sie hat der t-info GmbH, dem Betreiber dieser lokalen Suchmaschine, anlässlich des diesjährigen Innovationspreises in der Kategorie “Internet Services” dafür eine Auszeichnung verliehen.
Wie einer Meldung auf der Webseite der Initiative Mittelstand zu entnehmen ist, wurde die t-info dafür geehrt, dass sie bei suchen.de die klickbasierte Werbung, wie sie bei allen großen Suchmaschinen gang und gäbe ist, “lokal”, sprich ortsbezogen, gemacht habe. Das bedeutet: Der Nutzer sieht eine Anzeige nur dann, wenn sie inhaltlich zu seinen Eingaben zu Ort sowie Dienstleistung oder Produkt passt. (Siehe dazu auch “Suchmaschinen-Marketing für KMUs“)
Das habe Vorteile sowohl für die User als auch für die werbenden Unternehmen: Der Nutzer stoße bei seiner Recherche ausschließlich auf die für ihn relevanten Anzeigen. Das werbende Unternehmen mache zielgruppengerecht nur bei den potenziellen Kunden auf sich aufmerksam, die auch wirklich in seinem Einzugsgebiet nach einem Anbieter seiner Branche suchen. Dadurch sinken die Streuverluste und damit automatisch auch die Werbekosten.
Geehrt werden beim Innovationspreis jährlich die innovativsten und für den Mittelstand besonders geeigneten Produkte, Lösungen und Dienstleistungen in der Informations- und Telekommunikationstechnik. Seit 2004 wird der Preis in verschiedenen Kategorien vergeben. In diesem Jahr sprengten einer Pressemeldung der Initiative Mittelstand zufolge mehr als 1.600 Bewerbungen alle bisherigen Rekorde







